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Internationales Seminar für Analytische Psychologie in Zürich

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Institut des Internationalen Seminars für Analytische Psychologie ISAPZURICH

Das Internationale Seminar für Analytische Psychologie in Zürich (ISAPZURICH) ist ein Ausbildungsinstitut für Analytische Psychologie nach Carl Gustav Jung in Zürich und bietet öffentliche Vorlesungen, zertifizierte Fortbildungen und ein Nachdiplom-Studium an, das zum Diplom in Analytischer Psychologie führt. Die Institution zählt zu den grössten psychotherapeutischen Ausbildungsstätten in der Schweiz.[1]

Geschichte

Über 100 Analytikerinnen und Analytiker der Stiftung „C. G. Jung-Institut“ in Küsnacht in der Schweiz gründeten am 9. September 2004 das internationale Seminar ISAPZURICH mit dem Ziel, ein demokratisch geführtes Ausbildungsinstitut aufzubauen. Die Internationale Vereinigung diplomierter Jungscher Analytiker hatte am 30. August 2004 an ihrer Mitgliederversammlung in Barcelona entschieden, diesen Jungschen Analytikerinnen und Analytikern das Recht zu geben, eine AGAP-Ausbildung (AGAP: Association of Graduate Analytical Psychologists in Zurich) in Zürich anzubieten.

Jungsche Analytiker wie Kathrin Asper, Linda Briendl, Paul Brutsche, Brigitte Egger, Allan Guggenbühl, John Hill, Mario Jacoby († 2011), Nancy Krieger, Urs Mehlin, Inge Missmahl, Andreas Schweizer, Murray Stein, Joanne Wieland-Burston oder Ursula Wirtz lehrten bzw. lehren am Internationalen Seminar für Analytische Psychologie in Zürich.

Forschung und Lehre

Der Kernbereich des Nachdiplomstudiums am ISAPZURICH liegt im Verständnis des Unbewussten des Menschen und der darin enthaltenen Archetypen, Symbole und Komplexe, wie sie sich in Träumen, Bildern oder Imaginationen zeigen, aber auch im Kulturgut der Menschen wie in Mythen oder Märchen. Zum Ausbildungsangebot gehören deshalb Traumdeutung, Mytheninterpretation, die Typenlehre mit Extraversion und Introversion, die Konzepte der Individuation, der Komplexe, der Persona, des Schattens, von Anima/Animus, des Selbst sowie die tiefenpsychologischen Konzepte von Übertragung und Gegenübertragung, wie sie auch in der Psychoanalyse vorhanden sind. Ein zentraler Teil des Nachdiplomstudiums wird ferner der Erfahrung des eigenen Unbewussten (Lehranalyse oder Selbsterfahrung) gewidmet. Zu den Spezialgebieten des Studiums gehören ausserdem Mythodrama, archetypische Öko-Psychologie, Religionspsychologie, Ethnologie und Analytische Psychologie, Sandspiel, Alchemie und Psychologie oder das Assoziationsexperiment und andere. Die Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften, der Trauma-Behandlung, Psychoanalyse, Entwicklungspsychologie, Körpertherapie und Psychiatrie werden in das Nachdiplomstudium integriert.

Jährlich stattfindende Konferenzen wie die „Jungian Odyssey“, die „Zurich Lectures Series“ und die „Märztagung“ haben internationales Publikum.[1]

Literatur

  • Brigitte Spillmann, Robert Strubel: C.G. Jung, zerrissen zwischen Mythos und Wirklichkeit: über die Folgen persönlicher und kollektiver Spaltungen im tiefenpsychologischen Erbe, Bibliothek der Psychoanalyse, Psychosozial-Verlag, Gießen 2010, ISBN 978-3-8379-2028-4, S. 442 ff.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 www.faps.ch


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