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Interlaken

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Dieser Artikel handelt von der politischen Gemeinde in der Schweiz. Für andere Verwendungen von Interlaken, siehe Interlaken (Begriffsklärung).
Interlaken
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern
Verwaltungskreis: Interlaken-Oberhasliw
Gemeindenummer: 0581i1f3f4
Postleitzahl: 3800
UN/LOCODE: CH INT
Koordinaten: (632746 / 170323)46.6833317.86666568Koordinaten: 46° 41′ 0″ N, 7° 52′ 0″ O; CH1903: (632746 / 170323)
Höhe: 568 m ü. M.
Fläche: 4.4 km²
Einwohner: 5659 (Fehler: Ungültige Zeitangabe)[1]
Website: www.interlaken-gemeinde.ch

aus 4000 m Höhe

Karte
Vorlage:Imagemap Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasliw

Interlaken ist eine politische Gemeinde und Hauptort des Verwaltungskreises Interlaken-Oberhasli des Kantons Bern in der Schweiz.

Name

Datei:Siegel Inderlapen.jpg
Siegel der Bürgerschaft Interlapens

Die Gemeinde hiess bis 1891 Aarmühle und wurde dann auf ihren heutigen Namen umbenannt. Sie liegt auf dem Bödeli zwischen dem Thunersee und Brienzersee. Der Name ist abgeleitet von lateinisch «Inter Lacus» (zwischen den Seen).[2] Das Siegel der Bürgerschaft des Nachbarortes Unterseen, in Gebrauch seit 1280, ist beschriftet mit: «Civitatis Inderlapen». Im späten Mittelalter, als das erstarkende Bern insbesondere die Herrschaftsbereiche des Klosters Interlaken, der Herrschaft Unspunnen mit der Burg Unspunnen und des Städtchens Unterseen austarieren musste, bezeichnete Interlaken namentlich das Gebiet vor dem Stadttor Unterseens.

Geographie

Interlaken liegt im Berner Oberland zwischen Thunersee und Brienzersee, auf einer «Bödeli» genannten Schwemmebene. Die beiden Seen werden durch die Aare verbunden, welche durch Interlaken fliesst. Die Gemeinden Interlaken, Unterseen und Matten bilden zusammen ein geschlossenes Siedlungsgebiet mit ca. 15'000 Einwohnern.

Interlaken gehört zur Kirchgemeinde Gsteig bei Interlaken. Zu den Nachbargemeinden Interlakens zählen Matten, Unterseen, Ringgenberg und Bönigen.

Das Dorf liegt verkehrsgünstig an den Verbindungen Bern–Grimselpass–Wallis, Bern–Sustenpass–Uri, Bern–Brünigpass–Stadt Luzern und Montreux–Interlaken–Brünig–Luzern. Von Interlaken aus zweigen die Täler von Lauterbrunnen und Grindelwald ab, wodurch Interlaken das Zentrum des östlichen Berner Oberlandes ist.

Geschichte

Um 1130 wurde durch den Freiherrn Seliger von Oberhofen auf einem «Matten» genannten Ort zwischen Thunersee und Brienzersee ein Bethaus aus Holz erbaut, aus dem das Kloster Interlaken hervorging, gegründet durch den Augustinerorden. Etwa 30 Mönche und Laienpriester lebten hier nach den Regeln des heiligen Augustinus. 1133 kam das Kloster unter die Schirmherrschaft von Kaiser Lothar III. 1224 wurde das Kloster von der jungen Stadt Bern unter ihren Schutz genommen. Neben dem Männerkloster gab es bis 1484 ein Frauenkloster, das in diesem Jahr wegen sittlichen Zerfalls geschlossen wurde. 1528 kam Interlaken an den Kanton Bern.

Um 1800 wurde die eindrückliche Bergwelt von Interlaken von Reisenden entdeckt und beschrieben, darunter Johann Wolfgang von Goethe, Lord Byron und Felix Mendelssohn Bartholdy. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Interlaken zum Fremdenort und nahm einen neuen Aufschwung durch den Bau der Berner Oberland-Bahnen nach Lauterbrunnen und Grindelwald 1890 und der Jungfraubahn 1912.

Bedeutsam für die touristische Entwicklung waren die Unspunnenfeste sowie die Tellspiele, die zwar gemeinhin mit Interlaken in Verbindung gebracht werden, jedoch auf Boden der Nachbargemeinden Wilderswil und Matten bei Interlaken stattfinden.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1764 1850 1880 1900 1930 1950 1960 1970 1980 1990 2000
Einwohner 397 1054 2085 2962 3771 4368 4738 4735 4852 5176 5199

Politik

3
9
3
6
9
zur Vorlage
Von 30 Sitzen entfallen auf:

Die Legislative ist der Grosse Gemeinderat mit 30 Mitgliedern, es gibt daher keine Gemeindeversammlung mehr. Im Grossen Gemeinderat vertreten sind SVP, SP, FDP, Grüne und EVP. Die links stehende Grafik zeigt die momentane Sitzverteilung (Stand Juli 2012).[3]

Die Exekutive ist der Gemeinderat mit 7 Mitgliedern, präsidiert vom Gemeindepräsidenten, zur Zeit Urs Graf (SP; Stand Juli 2012). Alle Behördenmitglieder sind nebenamtlich tätig.

Wirtschaft

Interlaken ist eines der grossen Tourismuszentren des Berner Oberlands und verfügt über eine Infrastruktur von 60 Hotels mit ca. 4100 Betten, sechs Jugendherbergen mit ca. 450 Betten, acht Campingplätzen mit 1045 Standplätzen sowie Ferienwohnungen mit ca. 1000 Betten. Das bekannteste Hotel ist das Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa. In Interlaken besteht ein vielseitiges Angebot an Abenteueraktivitäten.

Verkehr

Eisenbahnverkehr

Interlaken hat zwei Bahnhöfe: Interlaken Ost und Interlaken West, beide sind an das Schweizer Fernverkehrsnetz angeschlossen. Somit ist Interlaken mit knapp 5500 Einwohnern die kleinste Schweizer Gemeinde, die mehr als einen Fernbahnhof besitzt. Die anderen sind Basel, Zürich und Grenchen.

Interlaken-Ost ist der Startpunkt der schmalspurigen Brünigstrecke der Zentralbahn nach MeiringenLuzern und der ebenfalls schmalspurigen Berner Oberland-Bahnen nach Grindelwald und Lauterbrunnen.

Von Interlaken-Ost führt die normalspurige von der Thunerseebahn erstellte, heute zur BLS gehörende Strecke via Interlaken-West nach Spiez, wo sie sich mit der Hauptstrecke der BLS (Wallis–Lötschberg–Spiez–Thun–Bern) vereinigt. Regionalzüge verkehren im ungefähren Stundentakt bis Spiez. Intercity-Züge verkehren halbstündlich von Interlaken via Bern nach Basel; teilweise als ICE auch weiter in Richtung Frankfurt am MainBerlin Ostbahnhof. Weiter werden einige Regio-Express-Züge via Spiez nach Zweisimmen (GoldenPass) angeboten.

Strassenverkehr

Interlaken ist über die Autobahn 8 an das Fernstrassennetz angeschlossen.

Kunst, Kultur

Sehenswürdigkeiten

Datei:Interlaken Logo.svg
Logo von Interlaken

Sonstiges

Die Mundart-Pop-Band Plüsch stammt aus Interlaken.

Sport

Alle Jahre startet Anfang September in Interlaken der Jungfrau-Marathon, mit ca. 4000 Teilnehmern der wohl bekannteste Bergmarathon der Welt. Er führt über Wilderswil, Zweilütschinen, Lauterbrunnen, Wengen und die Wengernalp bis hinauf zur Kleinen Scheidegg.

Partnergemeinden

Die Partnerstädte Interlakens sind Zeuthen (Deutschland), City of Scottsdale (USA), Třeboň (Tschechien), Ōtsu (Japan) und Huangshan (China).

Gesundheitswesen

Interlaken verfügt über ein öffentliches Spital mit 24-Stunden-Notfallversorgung. Es gehört zum Klinikverbund der Spitäler FMI (Spitäler Frutigen, Meiringen, Interlaken).

Persönlichkeiten

Bildergalerie


<div style="float:left; width:15px; height:11px;" />Panoramablick vom Beatenberg auf Interlaken

Literatur

  • Rudolf Gallati: Aarmuehle Interlaken 1838-1988. Eine Ortsgeschichte. Schlaefli Interlaken 1991
  • Ernst Schläppi: Unterseen. 2 Bände. Schlaefli Interlaken 2008
  • Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, II. Abteilung: Die Rechtsquellen des Kantons Bern, Zweiter Teil: Rechte der Landschaft, Band 6: Das Recht der Ämter Interlaken und Unterseen von Margret Graf-Fuchs, Aarau 1957 [1]

Weblinks

 Commons: Interlaken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ungültiger Metadaten-Schlüssel Quelle
  2. Mundartplattform DRS1, Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
  3. http://www.interlaken-gemeinde.ch/Media/Behoerden/Mitgl_GGR_GR_2012.pdf abgerufen am 14. Juli 2012
  4. Touristik-Museum der Jungfrau-Region


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Interlaken aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.