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Innere Mongolei

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Öbür mongɣul-un öbertegen ǰasaqu orun

内蒙古自治区
Nèi Měnggǔ Zìzhìqū
Abkürzung: 内蒙古 (Pinyin: Nèi Měnggǔ)
Hauptstadt Hohhot
Fläche

 – Gesamt
 – Anteil an der
VR China

Rang 3 von 33

1 218.698 km²
12,43 %
 

Bevölkerung

 – Gesamt 2012
 – Dichte

Rang 23 von 33

25.000.000 Einwohner
20,51 Einwohner/km²</sup>

Verwaltungstyp Autonomes Gebiet
Gouverneur Bagatur
Vorlage:Imagemap China1
ISO-3166-2-Code CN-15
Bezirksebene 9 Städte, 3 Bünde
Kreisebene 49 Banner, 23 Stadtbezirke, 17 Kreise, 11 Städte, 3 Autonome Banner
Gemeindeebene 490 Großgemeinden, 243 Straßenviertel, 151 Sum, 108 Gemeinden, 17 Nationalitäten-Gemeinden, 1 Nationalitäten-Sum

Die Innere Mongolei (chinesisch 內蒙古自治区 Nèi Měnggǔ Zìzhìqū; Mongolisch: ᠥᠪᠦᠷ ᠮᠣᠩᠭᠣᠯ ᠤᠨ ᠥᠪᠡᠷᠲᠡᠭᠡᠨ ᠵᠠᠰᠠᠬᠤ ᠣᠷᠤᠨ Obur Mônggôl-ûn obertegen jasahû ôrûn; Kyrill-Mongolisch: Өвөр Монголын Өөртөө Засах Орон) ist ein Autonomes Gebiet der Volksrepublik China.

Bezeichnung

Die Bezeichnung „Innere“ Mongolei ist vom mandschurischendorgi (innen)/tulergi (außen)“ abgeleitet. Sie spiegelt die Perspektive der chinesischen Regierung wider und entstand während der Qing-Dynastie. Damit hat sie eine mandschurisch geprägte sinozentrische Konnotation.

Der Gegenbegriff „Äußere Mongolei“ ist veraltet. Er stand während der Qing-Dynastie und der Republikzeit (1912–1949) für den größten Teil des Gebiets der heutigen Mongolei, die sich 1921 endgültig von China abspaltete. Mongolen nennen die beiden Gebiete öbör, also „vordere“ (= „südliche“ statt „innere“) und aru, also „hintere“ (= „nördliche“ statt „äußere“) Mongolei.

Geschichte

Der Unterschied zwischen der Inneren und der Äußeren Mongolei ist historisch gewachsen. Während der Qing-Dynastie wurde die Innere Mongolei in gewöhnliche chinesische Provinzen unterteilt, wohingegen die Äußere Mongolei weitestgehend in den Vor-Qing-Strukturen belassen wurde.

Der Osten der Region bzw. die ehemalige Provinz Chahar wurde 1933 von den Japanern erobert, die 1937 den Marionettenstaat Mengjiang mit der Hauptstadt Kalgan unter dem einheimischen mongolischen Fürsten Demchugdongrub errichteten, sich aber trotz der Besetzung Hohhots nach Westen nicht in die Provinz Suiyuan ausbreiten konnten.

Datei:Flag of Inner-Mongolian Autonomous Government.svg
Flagge der Autonomen Regierung der Inneren Mongolei 1945–1949

Noch vor Errichtung der Volksrepublik China wurde 1947 das Autonome Gebiet Innere Mongolei nach dem sowjetischen Vorbild der Minderheitenpolitik eingerichtet. Bis 1949 war das Gebiet der heutigen Inneren Mongolei in die Provinzen Chahar und Suiyuan unterteilt. Dann kamen 1955 der Großteil der aufgelösten Provinz Rehe und der Westen der Mandschurei (Teile der Provinzen Heilongjiang und Fengtian) hinzu, Kalgan hingegen fiel an die Provinz Hebei.

Geographie

Datei:Desert - Inner Mongolia edit.jpg
Wüste in der Inneren Mongolei

Das Autonome Gebiet grenzt im Norden an Russland und die Mongolei. Im Süden grenzt sie - von Westen nach Osten - an Gansu, Ningxia, Shaanxi, Shanxi, Hebei, Liaoning, Jilin und Heilongjiang.

Das Klima der Inneren Mongolei ist kontinental gemäßigt mit langen kalten Wintern und kurzen warmen Sommern. Von Südosten nach Nordwesten nimmt die Regenmenge kontinuierlich ab; im Westen der Inneren Mongolei befinden sich Wüsten.

Administrative Gliederung

Die Hauptstadt des Autonomen Gebietes ist Hohhot. Insgesamt ist es – auf Bezirksebene – in neun bezirksfreie Städte und drei Bünde (Aimags) gegliedert:

  • Stadt Hohhot (呼和浩特市 ᠺᠥᠺᠡᠬᠣᠲᠠ),
  • Stadt Baotou (包头市 ᠪᠣᠭᠣᠲᠣ),
  • Stadt Wuhai (乌海市 ᠦᠬᠠᠢ),
  • Stadt Chifeng (赤峰市 ᠤᠯᠠᠭᠠᠨᠬᠠᠳᠠ),
  • Stadt Tongliao (通辽市 ᠲᠦᠨᠭᠯᠢᠶᠥᠥ),
  • Stadt Ordos (鄂尔多斯市 ᠣᠷᠳᠣᠰ),
  • Stadt Hulun Buir (呼伦贝尔市 ᠺᠥᠯᠦᠨ ᠪᠤᠶᠢᠷ),
  • Stadt Bayan Nur (巴彦淖尔市 ᠪᠠᠶᠠᠠᠨᠠᠭᠤᠷ),
  • Stadt Ulanqab (乌兰察布市 ᠤᠯᠠᠭᠠᠨᠴᠠᠪ),
  • Xilin-Gol-Bund (锡林郭勒盟 ᠰᠢᠯᠢ ᠵᠢᠨ ᠭᠣᠣᠯ),
  • Hinggan-Bund (兴安盟 ᠬᠢᠩᠭᠠᠨ),
  • Alxa-Bund (阿拉善盟 ᠠᠯᠠᠱᠠᠨ).
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Demographie

Datei:KFC in Hohhot.jpg
Ein KFC mit mongolischer Beschilderung in Hohhot, der Hauptstadt

Der Zensus des Jahres 2000 zählte 23.323.347 Einwohner der Inneren Mongolei.

Ethnische Gliederung der Bevölkerung des Autonomen Gebietes Innere Mongolei (2000)
Name des Volkes Einwohner Anteil
Han 18.465.586 79,17 %
Mongolen 3.995.349 17,13 %
Mandschu 499.911 2,14 %
Hui 209.850 0,9 %
Daur 77.188 0,33 %
Ewenken 26.201 0,11 %
Koreaner 21.859 0,09 %
Russen 5.020 0,02 %
Oroqen 3.573 0,015 %
Xibe 3.023 0,01 %
Sonstige 15.787 0,085 %

Rezeption

Weblinks

 Commons: Innere Mongolei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. (Englisches Original: The Wolf Tuteng. Chang Jiang Culture and Art Publishing House). Goldmann Verlag, 2010. Aus dem Chinesischen von Karin Hasselblatt. ISBN 978-3-442-47395-3
  2. Die Berliner Literaturkritik, 18. August 2009: berlinerliteraturkritik.de: Annaud verfilmt „Zorn der Wölfe“
  3. China Internet Information Center (CIIC), 2. September 2014: german.china.org.cn: Wildes Epos "Der Zorn der Wölfe" mit Oskar-Ambitionen
  4. dpa, Andreas Landwehr, 9. Februar 2015: stimberg-zeitung.de: Regisseur Annaud und die Schönheit der Natur
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