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Inna Schewtschenko

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Datei:Inna Chevchtchenko.jpg
Inna Schewtschenko (2013)
Datei:We don't want Euro 2012.jpg
Inna Schewtschenko bei einer Demonstration gegen die Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine

Inna Schewtschenko (ukrainisch Інна Шевченко; * 23. Juni 1990 in Cherson, Ukrainische SSR)[1] ist eine prominente Aktivistin der ukrainischen feministischen Gruppe FEMEN. Im April 2013 erhielt sie in Frankreich politisches Asyl.

Schewtschenko wurde als Tochter eines Offiziers geboren und wuchs in Cherson auf. Von 2008 bis 2012 studierte sie Journalistik an der Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew. 2009 schloss sie sich FEMEN an. Bei einer Protestaktion der Gruppe in der weißrussischen Hauptstadt Minsk wurde Schewtschenko, gemeinsam mit zwei anderen Aktivistinnen, im Dezember 2011 von Angehörigen des weißrussischen Geheimdienstes verhaftet, misshandelt und mit dem Tode bedroht.[2]

Am 17. August 2012 brachte Schewtschenko, im Rahmen einer Solidaritätsaktion mit der russischen Band Pussy Riot, im Zentrum von Kiew mit entblößten Brüsten ein großes Holzkreuz mit einer Motorsäge zum Umstürzen. Die ukrainischen Behörden ermittelten daraufhin gegen Schewtschenko sowie andere an der Aktion beteiligten Aktivistinnen.[3] Am 5. September 2012 wurde auf der FEMEN-Webseite berichtet, Schewtschenko habe die Ukraine verlassen und halte sich nun in Frankreich auf. Sie sei in der Ukraine einer andauernden Überwachung durch den Geheimdienst SBU ausgesetzt gewesen und man habe ihre Verhaftung befürchtet.[4]

Schewtschenko war im Herbst 2012 maßgeblich an der Gründung eines Trainingszentrums von FEMEN in Paris beteiligt.[5] Während eines Live-Interviews mit dem arabischen Fernsehsender Al Jazeera entblößte sie im Oktober 2012 ihren Oberkörper, worauf die Bildübertragung unterbrochen wurde.[6]

Am 8. Juli 2013 erklärte FEMEN auf ihrer Webseite, die zuständigen französischen Behörden hätten Schewtschenko bereits am 9. April politisches Asyl gewährt, weil sie in ihrem Heimatland strafrechtlich verfolgt werden könnte.[7][8][9] Als am 14. Juli 2013 eine neue französische Briefmarke mit dem Bildnis der französischen Marianne präsentiert wurde, gaben die beiden Designer Olivier Ciappa und David Kawena an, auch das Aussehen Schewtschenkos habe sie „inspiriert“. Darauf aufkommende Kritik von konservativen Kreisen kommentierte Schewtschenko über ihren Twitter-Account:

“Now all homophobes,extremists,fascists will have to lick my ass when they want to send a letter.”

„Jetzt müssen mich alle Homophoben, Extremisten und Faschisten am Arsch lecken, wenn sie einen Brief absenden wollen!“

– Inna Schewtschenko über Twitter am 16. Juli 2013[10][11][12]

Weblinks

 Commons: Inna Shevchenko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Artikel von Gleb Garanich, reuters.com vom 1. März 2012
  2. KGB entführte Frauen, Webseite von n-tv vom 20. Dezember 2011
  3. Police question FEMEN activist on sawing down memorial cross, Kyiv Post vom 22. Oktober 2012
  4. FEMEN activist escapes from Ukraine to France,Kyiv Post vom 7. September 2012
  5. Axel Veiel: Sextremismus in Paris. In: Berliner Zeitung. 15. März 2013, abgerufen am 13. Juli 2013.
  6. Femen-Aktivistin zieht sich bei al-Dschasira aus, SPON vom 26. Oktober 2012
  7. Schreiben der zuständigen französischen Behörde Ofpra über die Zuerkennung des Flüchtlingsstatus an Schewtschenko, abgerufen am 17. Juli 2013
  8. Femen-Aktivistin Schewtschenko erhält Asyl in Frankreich, Die Zeit vom 8. Juli 2013
  9. Inna Shevchenko, topless Femen activist, wins asylum in France, The Guardian vom 8. Juli 2013
  10. La nouvelle Marianne des timbres postaux est une Femen. lefigaro.fr, 16. Juli 2013, abgerufen am 16. Juli 2013 (französisch).
  11. VIDEO. Le nouveau timbre «Marianne» inspiré d'une Femen. leparisien.fr, 14. Juli 2013, abgerufen am 16. Juli 2013 (französisch).
  12. Tweet von femeninna (Inna Schewtschenko) vom 15. Juli 2013 (englisch)


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Inna Schewtschenko aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.