Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Ingke Brodersen

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ingke Brodersen (* 1950) ist eine deutsche Historikerin.

Leben

Ingke Brodersen − Schwester des Literaturwissenschaftlers Momme Brodersen[1] − stammt aus Barmstedt in Schleswig-Holstein. Sie war nach ihrem Studium an der Universität Hamburg, wo sie unter anderem Geschichte studierte, zunächst im Schuldienst tätig. Danach hatte sie im Rowohlt Verlag eine langjährige Tätigkeit als Lektorin und Herausgeberin für politische Bücher inne. Den 1990 gegründeten Rowohlt-Berlin Verlag leitete Brodersen bis 2000.

Mit Brodersen und Rüdiger Dammann als Chefredakteure wurde Anfang 2001 die mehrsprachige Kulturzeitschrift Kafka mit zunächst vierteljährlicher Erscheinungsweise ins Leben gerufen. Dem eigenen Ansatz zufolge, eine Kulturzeitschrift für die Mitte Europas zu sein und ein entsprechendes Diskussionsforum zu schaffen, widmete sich Kafka in seinen Ausgaben in jeweils tschechischer, slowakischer, polnischer, ungarischer und deutscher Sprache grundsätzlichen Themen wie Heimat, Religion, der Bedeutung von Bildung, der Gestaltung Europas oder Konflikten im Zusammenleben der Generationen.

Herausgegeben und unentgeltlich vertrieben wurde Kafka durch das Goethe-Institut Inter Nationes. Im Herbst 2005 erschien jedoch die letzte Ausgabe, da die Kulturzeitschrift zugunsten der Finanzierung von erweiterten Online-Projekten des Goethe-Instituts eingestellt wurde.[2]

2006 übernahm Brodersen gemeinsam mit Richard Spies die Geschäftsführung des neu gegründeten Sachbuchverlages Booklett.Brodersen & Company GmbH, der seinen Geschäftssitz in Berlin hat.[3] Die Hälfte des Stammkapitals halten die Gesellschafter Ingke Brodersen, Rüdiger Dammann und Peter Mathews. Die andere Hälfte trägt die Klett Lernen und Wissen GmbH.

In dem Buch Eine Erdbeere für Hitler, das Ingke Brodersen gemeinsam mit Carola Stern herausgegeben hat, wird mit kindgerechten Geschichten der Nationalsozialismus thematisiert − von dessen Erstarken über den Widerstand bis hin zur Befreiung vom Faschismus.

Veröffentlichungen

Monografien

Herausgeberschaften

  • 1933. Wie die Deutschen Hitler zur Macht verhalfen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1983, ISBN 3-499-15118-9.
  • Der Prozeß gegen Walter Janka und andere. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1990, ISBN 3-499-12894-2.
  • mit Rüdiger Dammann, Signe Rossbach: Geschichten einer Ausstellung. Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte. Jüdisches Museum, Berlin 2001, ISBN 3-00-008282-4.
  • mit Doris Schröder-Köpf: Der Kanzler wohnt im Swimmingpool: oder Wie Politik gemacht wird. Campus, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-593-36802-1.
  • mit Carola Stern: Eine Erdbeere für Hitler. Deutschland unterm Hakenkreuz. S. Fischer, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16765-5.
  • mit Rüdiger Dammann: Mahlzeit. 60 Jahre Deutschland − Eine kulinarische Zeitreise. Dumont, Köln 2009, ISBN 978-3-8321-9503-8.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vita beim Suhrkamp Verlag.
  2. Pressemitteilung des Goethe-Instituts vom 15. März 2005 gesichtet am 5. September 2008.
  3. Brandinside.de


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Ingke Brodersen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.