Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Ildefons von Toledo

Aus Jewiki
(Weitergeleitet von Ildefonsus von Toledo)
Wechseln zu: Navigation, Suche
San Ildefonso ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Siehe auch: San Ildefonso (Begriffsklärung).
Datei:El Greco 060.jpg
Ildefons nach El Greco (um 1604)

Ildefons (* um 607 in Toledo; † 23. Januar 667) war Erzbischof von Toledo von 657 bis 667. Er wird als Heiliger sowohl in der Orthodoxen als auch der Katholischen Kirche verehrt.

Leben

Ildefons entstammte der westgotischen Oberschicht, sein gotischer Name Hildefuns bedeutet ‚Der Kämpfer‘. Er wurde um 607 geboren und war ein Neffe von Eugenius von Toledo sowie ein Schüler des Isidor von Sevilla. Schon in jungen Jahren trat er als Mönch in das Kloster Agli bei Toledo ein. In seiner Zeit als einfacher Mönch gründete und finanzierte er ein Nonnenkloster. Er wurde später Abt des Klosters. In dieser Funktion gehörte er zu den Unterzeichnern der Beschlüsse der Konzile von Toledo von 653 und 655. Im Jahr 657 wurde er von dem westgotischen König Rekkesvinth als Erzbischof von Toledo berufen, ein Amt das er bis zu seinem Tod bekleidete.

Er verstarb am 23. Januar 667. Begraben wurde er in der Basilika Santa Leocadia in Toledo. Sein Todestag wurde dann auch zu seinem Feiertag.

Wirken

Ildefons war wegen seiner großen Beredsamkeit berühmt. Er war Schriftsteller und setzte die gotische Chronik des Isidor fort. Er schrieb mehrere theologische Werke, versuchte sich aber auch in Poesie. Sein berühmtestes Werk wurde De Viris illustribus. Er trug viel zur heutigen Verehrung der Jungfrau Maria in Spanien bei.

Ikonografie

Ildefons wird entweder als Mönch oder als Bischof dargestellt. Seine Attribute sind Buch und Feder, Mitra und Bischofsgewand, Rochett und Mozzetta sowie ein Madonnenbildnis. Häufiges Bildthema ist die wundersame Übergabe des Priester- oder Bischofsgewandes durch Maria.

Schriften

Seine Schriften sind in Mignes Patrologia latina publiziert worden.

  • De virorum illustrium scriptis
Enthält seine eigene Autobiographie
  • Libellus de virginitate s. Mariae contra tres infideles
  • Sermo in die s. Mariae

Verehrung

Viele Kirchen auf der Iberischen Halbinsel und im spanisch-portugiesischen Kolonialreich sind nach ihm benannt; eine der bedeutendsten ist die Jesuitenkirche San Ildefonso in seiner Heimatstadt Toledo.

Literatur

Weblinks

 Commons: Ildefons von Toledo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Ildefons von Toledo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.