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Ika Freudenberg

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Ika Freudenberg (eigentlich Friederike Freudenberg; geb. 25. März 1858 in Raubach bei Koblenz; gest. 9. Januar 1912 in München) war eine Führerin der gemäßigten Frauenbewegung in Bayern.

Leben und Wirken

1894 gründete sie zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Sophia Goudstikker den Münchener Verein für Fraueninteressen – anfangs noch unverfänglicher Gesellschaft zur Förderung geistiger Interessen der Frauen –, dessen Vorsitzende sie bis 1912 war. Zu den männlichen Mitgliedern des Vereins zählten auch Rainer Maria Rilke und Ernst von Wolzogen. Nach dem Tod Freudenbergs übernahm Luise Kiesselbach 1912 die Leitung des Vereins.

Außerdem gründete sie eine Rechtsschutzstelle und richtete Auskunftsstellen über Wohlfahrtseinrichtungen und Frauenberufe ein. Als Zeugin und Laien-Verteidigerin trat sie auch vor Gericht auf, weshalb sie auch Fräulein Doktor genannt wurde.[1]

In ihrer besonnenen Argumentation für die Frauenbewegung vertrat die gebildete Freudenberg (privat Dichterin und Musikerin) die kulturellen Interessen der Frauen.[1]

Ehrungen

Durch Stadtratsbeschluss vom 30. September 2004 wurde in München eine Straße nach ihr benannt.

Publikationen

  • Die Frau und die Kultur des öffentlichen Lebens. Leipzig, C. F. Amelang, 1911.
  • Grundsätze und Forderungen der Frauenbewegung. Mit Helene Lange; Anna Pappritz; Elisabeth Altmann-Gottheiner. Leipzig, 1912.
  • Was die Frauenbewegung erreicht hat. München: Buchhandlung National-Verein, 1910.
  • Die Frau und die Politik. Mit Wilhelm Ohr; Nationalverein für das liberale Deutschland. München, Heller 1908
  • Weshalb wendet sich die Frauenbewegung an die Jugend? Leipzig, Voigtländer, 1907.
  • Ein Wort an die weibliche Jugend. Leipzig, Verlag der Frauen-Rundschau, 1903.
  • Was die Frauenbewegung erreicht hat. München, Buchhandlung Nationalverein, 1912.
  • Der Bund Deutscher Frauenvereine: eine Darlegung seiner Aufgaben und Ziele und seiner bisherigen Entwickelung, nebst einer kurzgefassten Übersicht über die Thätigkeit seiner Arbeits-Kommissionen. Mit Marie Stritt; Bund Deutscher Frauenvereine, Frankenberg (Sachsen). L. Reisel, 1900.

Literatur

  • Marita A. Panzer, Elisabeth Plößl: Bavarias Töchter. Frauenporträts aus fünf Jahrhunderten. Pustet, Regensburg 1997. ISBN 3-7917-1564-X

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Antonius Lux (Hrsg.): Große Frauen der Weltgeschichte. Tausend Biographien in Wort und Bild. Sebastian Lux Verlag, München 1963, S. 173.

Weblinks


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