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Iain Banks

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Datei:IainBanks2009.jpg
Iain M. Banks (2009)

Iain Menzies Banks (geb. 16. Februar 1954 in Dunfermline, Fife, Schottland; gest. 9. Juni 2013) war ein britischer Schriftsteller.

Seine Romane veröffentlichte er unter dem Namen Iain Banks beziehungsweise, wenn es sich um Science Fiction handelte, als Iain M. Banks. Die „New York Times“ nannte Banks den „bedeutendsten Science-Fiction-Autor der Gegenwart“;[1] die britische „The Times“ setzte ihn im Jahr 2008 auf die Liste der „größten britischen Schriftsteller seit 1945.“[2][1]

Leben

Datei:Iain M. Banks.jpg
Iain Banks als Ehrengast bei einem SF-Kongress in Bergen, 2000

Banks' Mutter war professionelle Eiskunstläuferin, sein Vater Admiralitätsbeamter.

Mit vierzehn Jahren beschloss Banks, Schriftsteller zu werden, und vollendete zwei Jahre später seine erste Erzählung. Er studierte bis 1974 in Stirling Philosophie, Englisch und Psychologie. Nach dem College arbeitete er als Portier eines Krankenhauses, Angestellter, Gärtner und Techniker. Alle Jobs ließen ihm ausreichend Zeit, seine schriftstellerischen Ambitionen zu verfolgen. Danach trampte er durch Europa und arbeitete als Techniker für British Steel. Nachdem er 1978 die USA von Washington, D.C. bis Los Angeles durchquert hatte, arbeitete er in Greenock bei IBM, bevor er 1979 nach London zog. 1980 schrieb Banks dort seinen ersten Roman Die Wespenfabrik, der 1984 veröffentlicht wurde und ihn auf einen Schlag weltberühmt machte. Seitdem schrieb er Romane und gelegentlich Kurzgeschichten, die in Großbritannien fast alle Bestseller wurden. Im deutschen Sprachraum sind seine Bücher weniger bekannt. Seit der ersten Buchveröffentlichung lebte er in Kent.

Reine Science-Fiction-Romane kennzeichnete Banks durch Verwendung seines abgekürzten Mittelnamens, aber auch die unter dem Namen Iain Banks veröffentlichten Werke enthalten zuweilen phantastische Elemente. Die deutschsprachigen Ausgaben sind beim Heyne Verlag alle unter dem Namen Iain Banks erschienen, darunter Die Wespenfabrik und Träume vom Kanal in der SF-Reihe.[3]

Am 3. April 2013 veröffentlichte Banks auf seiner Website die Mitteilung, dass vor einiger Zeit bei ihm Gallenblasenkrebs diagnostiziert worden sei, der bereits weiter gestreut habe. Seine Lebenserwartung messe sich in Monaten. Der Roman The Quarry, der im Sommer 2013 erscheinen soll, werde sein letzter sein. Sein Verlag habe das Erscheinungsdatum daher so weit wie möglich vorverlegt. Von allen öffentlichen Auftritten und Verpflichtungen werde er sich ab sofort zurückziehen. Wenige Wochen vor seinem Tod heiratete er seine Lebensgefährtin Adele Hartley, nachdem er sie gebeten habe, „ihm die Ehre zu erweisen, seine Witwe zu werden“.[4] Am 9. Juni 2013 starb Iain Banks im Alter von 59 Jahren.[1]

Werke

Belletristik

Als Iain Banks

  • Die Wespenfabrik, 1991, ISBN 3-852-86205-1, The Wasp Factory, 1984
  • Barfuß über Glas, 1991, Walking on Glass, 1985
  • Die Brücke, 1990, ISBN 3-453-03906-8, The Bridge, 1986
  • Espedair Street, 1987
  • Träume vom Kanal, 1997, Canal Dreams, 1989
  • Straße der Krähen, 1996, The Crow Road, 1992 (TV-Adaption als The Crow Road)
  • Verschworen, 1995 Complicity, 1993 (Filmadaption als Complicity)
  • Die Auserwählte, 1997 Whit, 1995
  • A Song of Stone, 1997
  • Die Aufsteigerin, 2002, The Business, 1999
  • Dead Air, 2002
  • The Steep Approach to Garbadale, 2007
  • Stonemouth, 2012

Science-Fiction als Iain M. Banks

Ein großer Teil von Banks' Science-Fiction-Romanen spielt im Rahmen einer großen pan-galaktischen anarchistischen Organisation, der Kultur. Diese Bücher zählen zum Kultur-Zyklus:

Science-Fiction außerhalb des Kultur-Zyklus:

Sachbuch

  • Raw Spirit, 2003

Literatur

  • William H. Hardesty: Space Operas ohne Space. Die Kultur-Romane von Iain Banks. In: Das Science Fiction Jahr 2004. Hrsg. von Sascha Mamczak und Wolfgang Jeschke, München 2004, ISBN 3-453-87896-5, S. 148–160
  • Matthias Hofmann: Von der Wespenfabrik zur Krähenstraße. Ein Gespräch mit Iain M. Banks. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 1992. Heyne, München, ISBN 3-453-05379-6, S. 610–631
  • Oliver Schoenbeck: Their Versions of the Facts: Text und Fiktion in den Romanen von Iain Banks, Kazuo Ishiguro, Martin Amis und Jeanette Winterson. Trier: WVT, 2000, ISBN 3-88476-404-7
  • Joachim Stahl: Iain Banks. In: Wolfgang Jeschke (Hrsg.): Das Science Fiction Jahr 1991, Wilhelm Heyne Verlag München, ISBN 3-453-04471-1, S. 529–537

Weblinks

 Commons: Iain Banks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Britischer Autor Iain Banks gestorben. Newsmeldung bei ORF.at, 9. Juni 2013
  2. The 50 greatest British writers since 1945 (english). , The Times, 5. Januar 2008. Abgerufen am 10. Februar 2010. 
  3. Peter Schneider: Iain Banks - Veröffentlichungspolitik. 2002. Abgerufen am 10. Juli 2012.
  4. Alison Flood, The Guardian: Iain Banks diagnosed with gall bladder cancer. 2013. Abgerufen am 3. April 2013.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Iain Banks aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.