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Hugo Chanoch Fuchs

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Hugo Chanoch Fuchs (geb. 3. Januar 1878 in Stadtlengsfeld; gest. 7. Oktober 1949 in Córdoba (Argentinien)) war ein deutscher Rabbiner und jüdischer Historiker.

Nach einem Geschichts- und Philologiestudium an den Universitäten Berlin und Leipzig promovierte Fuchs 1907 in Leipzig zum Dr. phil., zugleich besuchte er die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin und war nach seiner Ordination von 1907 bis 1938 Rabbiner der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Chemnitz.

Er war hier zeitweise Vorsitzender der Zentralstelle für jüdische Wohlfahrtspflege und engagierte sich im Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und dem Palästina-Grundfonds Keren Hajessod. Nach der Reichspogromnacht am 9.-10. November 1938, in der auch die Chemnitzer Synagoge zerstört wurde, wurde Fuchs verhaftet und kam in ein Konzentrationslager.

1939 erhielt er die Erlaubnis zur Ausreise und emigrierte nach Buenos Aires. Hier war er bis zu seinem Tode Rabbi der deutsch-jüdischen Flüchtlingsgemeinde. Sein Sohn Theodor (Teodoro Fuchs), der bereits in Argentinien lebte und ihm die Ausreise ermöglicht hatte, war als Dirigent und Musikpädagoge bekannt. In zweiter Ehe war Fuchs mit Else Flieg verheiratet, deren Sohn Helmut aus erster Ehe unter dem Namen Stefan Heym als Schriftsteller bekannt wurde.

Fuchs veröffentlichte neben Aufsätzen und Beiträgen für das Jüdische Lexikon mehrere Monographien. Sein wichtigstes Werk war das Lehrbuch der jüdischen Geschichte, das zwischen 1922 und 1936 (ab der zweiten Auflage unter dem Titel Jüdische Geschichte) in sechs Auflagen in Frankfurt am Main erschien.

Werke

  • Pesiq, ein Glossenzeichen, in: Vierteljahrsschrift für Bibelkunde 3 (1907/09), Dissertation
  • Religionsjudentum, Chemnitz 1919
  • Gyges - die Judenheit, Leipzig 1921
  • Lehrbuch der jüdischen Geschichte, sechs Auflagen: Frankfurt am Main 1922–1936

Literatur


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