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Horb am Neckar

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für weitere Bedeutungen von Horb siehe Horb (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Horb am Neckar
Horb am Neckar
Deutschlandkarte, Position der Stadt Horb am Neckar hervorgehoben
48.4458.6913888888889437
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Freudenstadt
Höhe: 437 m ü. NN
Fläche: 119,84 km²
Einwohner:

24.292 (31. Dez. 2012)[1]

Bevölkerungsdichte: 203 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72160
Vorwahlen: 074511, 074822, 074833, 074864
Kfz-Kennzeichen: FDS
Gemeindeschlüssel: 08 2 37 040
Stadtgliederung: Kernstadt und 17 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 8
72160 Horb am Neckar
Webpräsenz: www.horb.de
Oberbürgermeister: Peter Rosenberger (CDU)
Lage der Stadt Horb am Neckar im Landkreis Freudenstadt

Horb am Neckar ist eine Stadt im Südwesten des Bundeslandes Baden-Württemberg zwischen Stuttgart im Norden (etwa 40 km entfernt) und Rottweil im Süden (etwa 45 km). Horb ist die größte Stadt des Landkreises Freudenstadt und bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Nordschwarzwald.

Seit 1981 ist Horb am Neckar Große Kreisstadt, mit den Gemeinden Empfingen und Eutingen im Gäu ist die Stadt eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen.

Geographie

Geographische Lage

Horb liegt in einer Höhe von 422 m ü. NN (Rathaus Horb) am östlichen Rande des Nord-Schwarzwalds im oberen Gäu, bei der Einmündung des Grabenbachs in den Neckar. Die gut erhaltene Altstadt mit einer alten Burg inklusive Burggarten und dem alten Marktplatz, an dem sich noch heute das Rathaus befindet, liegt auf einem Hochflächensporn oberhalb des Neckars. Die Vororte erstrecken sich in die Täler der beiden Flüsse. Horb wird auch „das Tor zum Schwarzwald“ genannt.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen im Uhrzeigersinn an die Stadt Horb am Neckar – beginnend im Osten: Starzach (Landkreis Tübingen), Haigerloch (Zollernalbkreis), Empfingen (Landkreis Freudenstadt), Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil), Glatten, Schopfloch und Waldachtal (alle Landkreis Freudenstadt) sowie Haiterbach und Nagold (beide Landkreis Calw).

Stadtgliederung

Einwohner (Stand 2006)
Stadtteil Einwohner
Horb (Kernstadt) 5.602
Ahldorf 768
Altheim 1.731
Betra 1.375
Bildechingen 2.347
Bittelbronn 701
Dettensee 569
Dettingen 1.577
Dettlingen 360
Dießen 464
Grünmettstetten 845
Ihlingen 464
Isenburg 356
Mühlen 1.037
Mühringen 1.036
Nordstetten 2.473
Rexingen 1.365
Talheim 2.735
Datei:Horb-Betra in snow.jpg
Horb-Betra im Schnee

Das Stadtgebiet gliedert sich in die Kernstadt Horb am Neckar1 und die im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingemeindeten 17 Stadtteile Ahldorf1, Altheim4, Betra2, Bildechingen1, Bittelbronn4, Dettensee1, Dettingen2, Dettlingen2, Dießen2, Grünmettstetten4, Ihlingen1, Isenburg1, Mühlen1, Mühringen3, Nordstetten1, Rexingen1 und Talheim (Horb)4, zu denen 68 weitere Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser gehören.

→ Siehe auch: Liste der Orte im Landkreis Freudenstadt

Die Stadtteile sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählten Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher. Die Ortschaft Talheim (Horb) besteht aus den ehemals selbständigen Gemeinden Obertalheim und Untertalheim.

Abgegangene, heute nicht mehr bestehende Ortschaften sind Zollhäusle im Stadtteil Grünmettstetten, Harda und Zillhäuser im Gebiet der Kernstadt, Dietfurt im Stadtteil Isenburg, das möglicherweise aber die alte Bezeichnung für Isenburg ist.[2]

Raumplanung

Horb am Neckar bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Nordschwarzwald, in der die Stadt Pforzheim als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich Horb gehören neben der Stadt Horb noch die Gemeinden Empfingen und Eutingen im Gäu.

Geschichte

Datei:HorbSchurkenturm.jpg
Der Schurkenturm, Bergfried der ehemaligen Burg Hohenberg

Die erste urkundliche Erwähnung Horbs findet sich um das Jahr 1090 unter dem Namen horv oder horva, was im Althochdeutschen Sumpf bedeutet. Da die althochdeutsche Sprache in jener Zeit allerdings schon so gut wie verschwunden war, wird angenommen, dass Horb doch älter ist. Der Sumpf entlang des Neckars zwang die Erbauer der Stadt jedenfalls dazu, diese an den Ausläufern des sogenannten Schüttebergs anzulegen. Noch für das heutige Stadtbild ist charakteristisch, dass sich die gesamte Altstadt auf einem Hügel befindet und daher von überall zu sehen ist.

Horb wird 1228 zum ersten Mal als Stadt erwähnt.[3] 1244 wird ein Schultheiß und 1277 erstmals ein Markt genannt. Bis 1305 gehörte der Ort den Pfalzgrafen von Tübingen, dann den Grafen von Hohenberg; 1381 kam Horb an Österreich (Vorderösterreich) und wurde Sitz des hohenbergischen Obervogteiamtes. Im Jahre 1806 kam Horb an das Königreich Württemberg und wurde ein Jahr später Sitz des Oberamtes Horb, das in den folgenden Jahren mehrmals in seinen Grenzen verändert wurde. 1938 wurde das Oberamt in den Landkreis Horb überführt.

Die heutigen Horber Stadtteile Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen gehörten zur Grafschaft Hohenzollern-Sigmaringen und waren dem Oberamt Hechingen, ab 1838 dem Oberamt Haigerloch und 1854 erneut dem Oberamt Hechingen zugeordnet, aus dem 1925 der Landkreis Hechingen entstand.

Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurden die Landkreise Horb und Hechingen aufgelöst. Der überwiegende Teil des Landkreises Horb, darunter auch die Stadt Horb, wurde dem Landkreis Freudenstadt eingegliedert, der damit gleichzeitig Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald wurde, die dem damals neu umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Damit wurde die ehemals württembergische Stadt Horb nun von der ehemals badischen Hauptstadt Karlsruhe aus verwaltet.

Zwischen 1971 und 1975 wurden insgesamt 18 umliegende Gemeinden, darunter auch die ehemals zum Landkreis Hechingen gehörigen Orte Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen, nach Horb eingegliedert und damit dem Landkreis Horb bzw. dessen Rechtsnachfolger, dem Landkreis Freudenstadt zugeordnet.

Im Jahr 1979 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Horb die 20.000er-Grenze, daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt. Diesem entsprach die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung zum 1. Januar 1981.

Religionen

Datei:HorbLiebfrauenkapelleHochaltar.jpg
Hauptaltar der Liebfrauenkapelle
Datei:Johanneskirche Horb 2011.jpg
Die evang. Johanneskirche

Horb am Neckar gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat Vor dem Walde, Landkapitel Dornstetten, zugeordnet. Aufgrund der Zugehörigkeit zu Vorderösterreich blieb die Stadt überwiegend katholisch. Es wurden nach der Reformation nur wenige Protestanten geduldet. Nach dem Übergang an das Königreich Württemberg wurde Horb dem 1821/27 gegründeten Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) zugeordnet und Sitz eines Dekanats, das 1976 mit dem Dekanat Freudenstadt zum neuen Dekanat Freudenstadt vereinigt wurde. Der Sitz des neuen Dekanats blieb in Horb. Zu ihm gehören nahezu alle Pfarrgemeinden des Landkreises Freudenstadt. Auf dem Gebiet der Stadt Horb am Neckar gibt es heute zwei Seelsorgeeinheiten: Die Seelsorgeeinheit Steinachtal umfasst die Pfarrgemeinden Altheim, Grünmettstetten, Bittelbronn und Untertalheim sowie Obertalheim, die Seelsorgeeinheit Horb umfasst die Pfarrgemeinden Horb mit Ihlingen und Isenburg, Bildechingen, Mühlen, Rexingen und Nordstetten, Ahldorf, Mühringen sowie das zur politischen Gemeinde Empfingen gehörige Wiesenstetten. Die Pfarrgemeinden der Horber Stadtteile Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen gehören infolge der früheren Zugehörigkeit zur Grafschaft Hohenzollern-Sigmaringen seit 1827 zum Erzbistum Freiburg, Dekanat Zollern.

Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Horb. Im Jahr 1866 konnten sie ihre erste Gemeinde gründen und später auch eine eigene Kirche, die Johanneskirche, bauen. Die Kirchengemeinde Horb, die zum Kirchenbezirk Sulz am Neckar innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gehört, umfasst alle Gemeindeglieder der Kernstadt Horb und der Stadtteile Altheim, Isenburg, Grünmettstetten, Nordstetten und Bildechingen sowie die Nachbargemeinde Eutingen im Gäu. Im Horber Stadtgebiet gibt es ferner noch die Kirchengemeinde Dettingen, welche zusätzlich die Gemeindeglieder aus Betra, Diessen, Ihlingen und Rexingen sowie der Nachbarorte Fischingen und Glatt umfasst, und die Kirchengemeinde Mühlen, zu der auch die Protestanten aus Ahldorf, Dettensee und Mühringen zählen. Die Protestanten von Talheim (früher Ober- und Untertalheim) gehören als Teilkirchengemeinde zur Gesamtkirchengemeinde Haiterbach-Talheim im Kirchenbezirk Nagold und die Gemeindeglieder aus Bittelbronn und Dettlingen zur Kirchengemeinde Schopfloch im Kirchenbezirk Freudenstadt.

Neben den beiden großen christlichen Kirchen gibt es in Horb am Neckar auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Gemeinde der Volksmission entschiedener Christen.

Auch die Neuapostolische Kirche ist in Horb vertreten. Ihre Gemeinde gehört zum Apostelbereich Tübingen.

Eingemeindungen

Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Horb eingegliedert – Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen waren Teil des ehemaligen Landkreises Hechingen; mit der Eingliederung kamen alle zum Landkreis Horb bzw. ab 1973 zum Landkreis Freudenstadt:

  • 1. Juli 1971: Altheim, Bildechingen, Ihlingen, Isenburg, Rexingen und Untertalheim
  • 1. August 1971: Ahldorf
  • 1. September 1971: Grünmettstetten und Nordstetten
  • 1. Dezember 1971: Betra, Dettensee, Dettingen und Mühringen
  • 1. Mai 1972: Dettlingen
  • 1. Januar 1974: Bittelbronn
  • 1. Januar 1975: Dießen, Mühlen am Neckar und Obertalheim

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen oder Volkszählungsergebnisse (¹) sowie amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Datum/Jahr Einwohner Bemerkung
1581 etwa 1.600
1660 etwa 1.870
1810 1.701
1823 1.834
1849 2.018
1861 1.781
1. Dezember 1871 2.071
1. Dezember 1880 ¹ 2.237
1. Dezember 1890 ¹ 2.187
1. Dezember 1900 ¹ 2.317
1. Dezember 1910 ¹ 2.527
16. Juni 1925 ¹ 2.655
16. Juni 1933 ¹ 2.806
17. Mai 1939 ¹ 3.787 Zunahme gegenüber 1933 wegen derzwischenzeitlich erbauten Kaserne
1946 2.920 in dieser Zahl ist kein franz. Militär enthalten
13. September 1950 ¹ 3.185
6. Juni 1961 ¹ 4.266
27. Mai 1970 ¹ 5.001
31. Dezember 1975 19.305 Zunahme infolge von Eingemeindungen
31. Dezember 1979 20.010
31. Dezember 1980 20.668
27. Mai 1987 ¹ 21.050
31. Dezember 1990 22.541
31. Dezember 1995 24.896
31. Dezember 2000 25.454
31. Dezember 2005 26.105

¹ Volkszählungsergebnis

Politik

Gemeinderat

Datei:HorbRathausfassade.jpg
Fassade des Rathauses

Der Gemeinderat der Stadt Horb am Neckar hat 32 Mitglieder, die den Titel „Stadträtin/Stadtrat“ führen. Nach Abschaffung der „Unechten Teilortswahl“ und der Verkleinerung des Gemeinderats von 44 auf 32 Sitze ergab die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 folgende Sitzverteilung:

Sitzverteilung im Gemeinderat
Fraktion/WV Stimmenanteil Sitze +/-
CDU 37,1 % 13 -9
FD/FW 28,2 % 9 +0
SPD 21,1 % 7 -4
OGL 8,2 % 2 +2
REP 5,4 % 1 -1
Summe 100 % 32 -12

Bürgermeister

In früheren Zeiten war das Stadtoberhaupt der Stadtschultheiß, ab 1930 der Bürgermeister; seit der Erhebung zur Großen Kreisstadt 1981 ist der Titel Oberbürgermeister. Dieser wird jeweils für acht Jahre direkt gewählt. Bei der Wahl 2009 wurde Peter Rosenberger (CDU) mit 98,45 Prozent der Stimmen gewählt – es gab keinen Gegenkandidaten.

  • 1809–1810: Kurz und Renz
  • 1811–1819: Schwertlin und Erath
  • 1819–1845: Bertscher
  • 1845–1872: Geßler
  • 1872–1873: Steim
  • 1874–1899: Wilhelm Erath
  • 1899–1918: Carl Noll
  • 1918–1924: Franz Mauz
  • 1924–1926: Geckle
  • 1926–1941: Hugo Schneider
  • 1942: Eugen Kopp und Karl Morof
  • 1942–1945: Karl Knapp
  • 1945: August Bodensiek
  • 1945–1946: Eugen Schmitt
  • 1947–1949: Franz Mauz
  • 1950–1955: Karl Gramlich
  • 1955–1987: Karl Haegele
  • 1987–1995: Hans Hörner
  • 1995–2009: Michael Theurer (FDP)
  • seit 2009: Peter Rosenberger (CDU)

Wappen

Datei:Horb Marktbrunnen Figur.jpg
Das Wappen am Marktbrunnen erinnert an die Österreichische Hoheit über Horb: Der Habsburger Löwe hält den Schild, der vorn das Wappen Österreichs, hinten das der Hohenberger Grafen, resp. der Stadt Horb, zeigt.

Das Wappen der Stadt Horb am Neckar zeigt einen von Silber und Rot geteilten Schild.

Die Stadt Horb wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts von den Pfalzgrafen von Tübingen gegründet; der schon bestehende Ort Horb wurde in die Stadt einbezogen. Das älteste erhaltene Siegel der Stadt aus dem Jahre 1261 zeigt das Wappen der Pfalzgrafen mit der Fahne; auch ein Stadtsiegel aus dem Jahr 1301 zeigt noch das Wappen der Tübinger.

Im Jahr 1305 kam Horb durch Heirat von den Pfalzgrafen von Tübingen an die Grafen von Hohenberg. Seit dieser Zeit führt die Stadt das Wappen der Hohenberger; das älteste Siegel der Stadt mit diesem Wappen stammt aus dem Jahr 1308.

Städtepartnerschaften

Die Stadt Horb am Neckar unterhält Städtepartnerschaften mit:

Salins-les-Bains (Frankreich) seit 1991
Haslemere/Surrey (England) seit 1991
Sant Just Desvern (Spanien), seit 2002[4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Tourismus zählt zu den wirtschaftlichen Stützpfeilern der Stadt und wird dementsprechend durch diverse Projekte unterstützt.

Das Projekt Zukunft Kulturzentrum Kloster beschreibt sich selber als soziokultureller Provinzverein und hat sich zum Ziel gesetzt, die kulturelle Vielfalt der Region Horb aufrechtzuerhalten und zu stärken. Dies geschieht durch eine Vielzahl von kulturellen Aktivitäten wie Konzerte, Kabarett oder Theater.

Verkehr

Datei:Bahnhof Horb.jpg
Der Bahnhof von Horb
Datei:Horb Regio-Shuttle.jpg
Zug der Nagoldtalbahn im Bahnhof Horb

Horb ist ein regional bedeutsamer Eisenbahnknoten an der Intercity-Verbindung von Stuttgart nach Zürich. Neben den im Zweistundentakt verkehrenden Fernzügen fahren über die Gäubahn Stuttgart–Singen auch die Regionalexpresszüge Stuttgart–Rottweil und Stuttgart–Singen sowie eine morgendliche Verbindung Horb–Freudenstadt sowie eine abendliche Herrenberg–Horb. Darüber hinaus ist Horb Anschlussbahnhof für die in Richtung Tübingen (Obere Neckarbahn) sowie in Richtung Pforzheim (Nagoldtalbahn) verkehrende Kulturbahn, die teilweise umsteigefrei zwischen diesen beiden Städten verkehrt. Auch der Haltepunkt im Stadtteil Mühlen liegt an dieser Verbindung. Über den Haltepunkt Bittelbronn besteht zudem Anschluss an die Gäubahn Eutingen–Freudenstadt. Hier verkehren die Stadtbahn S41 nach Karlsruhe und der Regionalexpress FreudenstadtStuttgart. An dieser Strecke ist in naher Zukunft ein Haltepunkt im Industriegebiet Heiligenfeld geplant. Der Haltepunkt soll mit 44 Park-and-ride-Plätzen und einer Anbindung an die Buslinie 41 insbesondere für Berufspendler ausgelegt sein.[5]

Horb hat direkten Autobahnanschluss an die Bundesautobahn 81 Stuttgart–Singen. Ferner führen die Bundesstraßen 14, 32 und 463 durch das Stadtgebiet. Das derzeit wichtigste Horber Verkehrsprojekt ist die Hochbrücke über das Neckartal, welche durch Aufnahme des Verkehrs der Achse StraßburgFreudenstadtTübingenReutlingen die Belastung der Innenstadt drastisch reduzieren soll. Das Vorhaben ist im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2003 enthalten, sowie im aktuellen Investitionsrahmenplan des Landes mit Priorität 3 vermerkt (auf einer Skala von 1 bis 5 der dringlichsten Projekte).

Medien

Über das lokale Geschehen Horbs berichten in Form der Tageszeitung die Südwest-Presse (Neckar Chronik) aus Ulm und der Schwarzwälder Bote aus Oberndorf mit jeweils lokalen Redaktionen in Horb am Neckar.

Gericht, Behörden und Einrichtungen

Horb hat ein Amtsgericht. Das Amtsgericht wird von Herrn Direktor Wolfgang Heuer geleitet. Es gehört zum Landgerichtsbezirk Rottweil und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört, sowie ein Notariat. Ferner befindet sich in der Stadt eine Außenstelle des Landratsamts Freudenstadt. Außerdem verfügt Horb über ein Zollamt, das dem Hauptzollamt Karlsruhe untergeordnet ist.

Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Freudenstadt der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Bildung

Horb am Neckar ist Sitz der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart (Campus Horb). Angeboten werden die Studiengänge Informationstechnik, Maschinenbau, Mechatronik, Angewandte Informatik, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.

An allgemein bildenden Schulen hat Horb ein Gymnasium (Martin-Gerbert-Gymnasium) – dessen Vorläufer, die Lateinschule, bestand bereits vor 1282 – und eine Realschule. Ferner gibt es eine Hauptschule mit Werkrealschule in Horb, drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule in Altheim, Dettingen und Talheim, die Gutermann-Grundschule in Horb, die Berthold-Auerbach Grundschule in Nordstetten und je eine eigene Grundschule in den Stadtteilen Bildechingen, Bittelbronn, Mühlen, Rexingen und (bedingt) Grünmettstetten.

Der Landkreis Freudenstadt ist Träger der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule Horb, der Förderschule Roßbergschule und der Pestalozzischule für geistig Behinderte. Die Private Abendrealschule Horb rundet das schulische Angebot der Stadt ab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Grünprojekt

Datei:Horb am Neckar 002.JPG
Im Vordergrund das Grünprojekt Neckarblühen

Im Sommer 2011 fand in Horb das Grünprojekt Neckarblühen statt. Das Grünprojekt wird auch als kleine Landesgartenschau bezeichnet. Das Grünprojekt findet in Baden-Württemberg alle zwei Jahre statt.

Kunst

Seit geraumer Zeit hat sich der Kunstverein Oberer Neckar e. V. in Horb etabliert, es finden regelmäßig Ausstellungen verschiedener Künstler statt.[6]

Theater

Theaterdarstellung gibt es unter anderem innerhalb des Projekts Kultur im Kloster.

Museen

Horb hat unter anderem ein Heimatmuseum, ein wehrgeschichtliches Museum im Ringmauerturm, das Freilichtmuseum Steinerner Geschichtsgarten in Horb-Hohenberg, das Wassermuseum in Ihlingen, das Dorfmuseum in Altheim und das Berthold-Auerbach-Museum in Nordstetten. Seit Mai 2011 befindet sich auf einem rund 77.000 m² großen Teilstück des ehemaligen Rangier- und Güterbahnhofes bei Horb-Isenburg ein neues Eisenbahnmuseum der Stuttgarter Schienenverkehrsgesellschaft (SVG), die SVG Eisenbahn-Erlebniswelt Horb am Neckar.

Bauwerke

Datei:HorbTürme.jpg
Schurkenturm und Turm der Stiftskirche

Die bedeutendsten Bauwerke der Stadt sind das Rat- und Wachthaus am Marktplatz mit dem Marktbrunnen, das Geßlersche Haus, die Stiftskirche zum Heiligen Kreuz (das Wahrzeichen der Stadt), das ehemalige Dominikanerinnenkloster, der Schurkenturm mit Burggarten, der Luziferturm, das Stubensche Schlösschen, die Hirschgasse mit Steinhaus, die Liebfrauenkapelle, der Untere Markt mit zahlreichen Fachwerkhäusern und dem Platzbrunnen, das Talhaus und der Ringmauerweg mit den Ringmauertürmen.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Berthold-Auerbach-Literaturpreis: Seit 1982, dem 100. Todesjahr Berthold Auerbachs, verleiht die Stadt Horb den Berthold-Auerbach-Literaturpreis.
  • Maximilian Ritterspiele: Das alljährlich größte Ereignis in Horb sind die Maximilian Ritterspiele, die immer zum Sommeranfang stattfinden. Bei den Spielen (2005 fast 60.000 Besucher) wird die Stadt mittelalterlich hergerichtet sowie ein jener Zeit entsprechender Markt geboten, auf dem auch zahlreiche Schausteller und Gaukler auftreten.
  • Die Musiktage Horb sind eine jährlich stattfindende Reihe klassischer Konzerte, organisiert von der städtischen Musikschule.
  • Mini-Rock-Festival: Seit 2005 findet jährlich das ehrenamtlich organisierte Mini-Rock-Festival statt.
  • Horber Schienentage: Seit 1983 finden jeweils im November die von Kurt Bielecki gegründeten Horber Schienentage statt, die größte deutschsprachige Fachtagung zum Thema „Schiene"

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte – Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1961

Einzelnachweise

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Quellen für den Abschnitt Stadtgliederung:
    Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 633–643
    Hauptsatzung der Stadt Horb am Neckar 2. November 1976 zuletzt geändert am 29. April 2008 (PDF; abgerufen 21. August 2008)
  3. Ludwig Eglers Chronik der Stadt Hechingen: S.14 Anmk
  4. Stadtverwaltung Horb
  5. Stadtverwaltung Horb
  6. www.kunstverein-oberer-neckar.de

Weblinks

 Wikisource: Horb am Neckar – Quellen und Volltexte
 Commons: Horb am Neckar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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