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Holocaust in Litauen

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Datei:Map used to illustrate Stahlecker's report to Heydrich on January 31, 1942.jpg
Stahleckers Bericht an Heydrich vom 31. Januar 1942 über „Fortschritte“ der Judenvernichtung im Reichskommissariat Ostland

Der Holocaust in Litauen war ein Völkermord, dem zwischen 1941 und 1944 die komplette jüdische Bevölkerung Litauens zum Opfer fiel. Über 200.000 Juden[1] wurden hauptsächlich durch Angehörige der dafür aufgestellten Einsatzgruppen, aber auch von Soldaten der Wehrmacht und Waffen-SS ermordet. In nicht geringer Zahl beteiligten sich auch Litauer an Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung.

Ablauf des Holocaust

Datei:Bundesarchiv Bild 146-2000-009-04A, Litauen, Soldat mit jüdischen Männern.jpg
Wehrmachtssoldat mit jüdischen Männern (fotografiert von der Propagandakompanie 612 am 24. Juni 1941)[2]
Datei:Bundesarchiv Bild 183-L19427, Litauen, brennende Synagoge.jpg
Von Litauer Bürgern angezündete Synagoge. Wehrmachtssoldaten schauen unbeteiligt zu. (Juni 1941)

Unmittelbar nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion zu Beginn des Deutsch-Sowjetischen Kriegs marschierte die Wehrmacht im Juni 1941 in Litauen ein. Viele Litauer empfanden das als Befreiung von der Roten Armee der Sowjetunion. Es kam unmittelbar nach dem Einmarsch zu von den Deutschen geduldeten gewalttätigen Übergriffen auf jüdische Bürger durch nationalpatriotisch gesinnte Litauer. Die Schätzungen der dabei getöteten Juden variieren zwischen einigen Hundert bis viertausend.[3]

Die deutsche Führung hatte bereits vor Kriegsbeginn eine Zivilverwaltung für das zu erobernde Gebiet vorgesehen, das Hinrich Lohse als Reichskommissariat Ostland unterstellt wurde. Nach einem Entwurf von „Vorläufigen Richtlinien für die Behandlung jüdischer Bürger“ sollten der ländliche Raum von Juden „gesäubert“ und antijüdische Maßnahmen ergriffen werden.[4] Der Leiter der Einsatzgruppe A, Walter Stahlecker, beanstandete diese Maßnahmen am 6. August 1941, da sie die „neuen Möglichkeiten zur Bereinigung der Judenfrage“ nicht berücksichtigten. Er schlug eine „fast 100 % sofortige Säuberung des gesamten Ostlandes“, die „Verhinderung der Vermehrung der Juden“ und eine Ghettosierung als „eine wesentliche Erleichterung des späteren gesammelten Abtransportes in ein außereuropäisches Judenreservat“ vor.[5] Tatsächlich aber begannen wenig später Angehörige seiner Einsatzgruppe mit einer planmäßigen massenhaften Ermordung: Am 15. und 16. August 1941 ließ SS-Obersturmführer Joachim Hamann 3200 Juden erschießen, unter ihnen zahlreiche Frauen und Kinder. Entsprechende Weisungen Heinrich Himmlers ergingen vermutlich bereits Ende Juli 1941.[6]

Die Besatzungsbeamten nahmen die Mordaktionen nicht nur billigend in Kauf. Ebenso wie auch Wehrmachtsoffiziere regten sie Massaker selbst an.[7] Im Verlauf der ersten Augusthälfte 1941 forderten Kreis- und Gebietskommissare mehrfach, „unproduktive“ Juden umbringen zu lassen. In Litauen wurden die Juden in etwa 100 Ghettos und Lager eingewiesen. Im Gegensatz zu den für einen längeren Zeitraum geplanten sorgfältig abgeschirmten jüdischen Wohnbezirken in den größeren Städten handelte es sich bei den kleineren Ghettos auf dem Lande oft nur um Synagogen oder Scheunen, in die man die Juden oft ohne ausreichende Versorgung bis zu ihrer Ermordung einsperrte.[8]

Der Untergang der Litauer Juden vollzog sich im wesentlichen bis Ende 1941. Nie zuvor starben so viele Litauer in so kurzer Zeit.[9] .[10][11] Bis Oktober waren etwa 80.000 Juden getötet worden;[10] bis zum Dezember bereits 137.364.[12] Im sogenannten Jägerbericht sind die Tagesdaten, Tatorte und mit Zahl der Mordopfer detailliert aufgeführt.[13] Ende 1941 lebten in Litauen einschließlich dem Gebiet Wilna nur noch 43.000 von zuvor 215.000 Juden.[14] Die Mehrzahl der Juden in Litauen zogen nicht, wie etwa im benachbarten Lettland, in städtischen Ghettos ein und wurden auch nicht in Konzentrationslager deportiert, sondern in Nähe ihrer Wohnorte in provisorischen Sammelstellen zusammengefasst und bald darauf an ausgehobenen Gruben erschossen. Die größten „Aktionen“ dieser Vernichtung fanden im Neunten Fort bei Kaunas und im Wald von Ponary südlich von Vilnius statt.[15][16]

Datei:Bundesarchiv Bild 146-1974-170-23, Litauen, Juden beim Arbeitseinsatz.jpg
Litauische Juden unter NS-Aufsicht beim Arbeitseinsatz. Propagandafoto vom 28. Juni 1943

1942 begann eine zweite Phase der Tötungen. Die noch überlebenden etwa 43.000 Juden dienten der Kriegswirtschaft als Zwangsarbeiter.[17] Die Wehrmacht baute für die etwa 43.000 „arbeitsfähigen“ jüdischen Zwangsarbeiter und deren Angehörige das KZ Kaunas, das Ghetto Vilnius und Šiauliai sowie einige kleinere Ghettos.[18] In der dritten Phase des Holocaust in Litauen vom April 1943 bis Juli 1944 lösten die Besatzer die Ghettos und Lager auf und brachten die verbleibenden Juden von Kaunas und Šiauliai um.[19][20]

Kollaboration

Die Rote Armee hatte Litauen 1940 eingenommen. Viele Litauer sahen in den deutschen Truppen, die am 22. Juni 1941 ankamen, Befreier. Die deutschen Behörden gewährten der Regierung in den ersten Tagen eine scheinbare Unabhängigkeit.[21] Am 5. August lösten die Besatzer diese provisorische Regierung (Laikinoji Vyriausybė) wieder auf. Der Premierminister Kazys Škirpa, im Exil in Berlin, wurde von den Nationalsozialisten unter Hausarrest gestellt und später, wie manche andere Mitglieder der provisorischen Regierung, in Konzentrationslager verschleppt.

Die Bevölkerung vor Ort arbeitete den Besatzern bei der Tötung der Juden mit Vorbereitungsmaßnahmen und Logistik zu.[11][22][22][23] Den offiziellen Auslöser dafür gab SS-Brigadeführer Franz Walter Stahlecker in mehreren Reden unmittelbar nach seiner Ankunft in Kaunas am 25. Juni 1941, in denen er offen zum Genozid an der jüdischen Bevölkerung aufrief.[24] Am 15. Oktober schrieb Stahlecker in seinem Bericht nach Berlin, dass es gelungen sei, die Geheimaktionen der Vorkommandos so aussehen zu lassen, als seien sie von Einheimischen durchgeführt worden.[25] [26] Eine marodierende Gruppe militanter Litauer unter der Führung von Algirdas Klimaitis führte das erste Pogrom in der Nacht vom 25. auf den 26. Juni 1941 in Kaunas durch und töteten nach Schätzungen zwischen 1500 und 3800 Juden.[27][26]

Am 24. Juni 1941 installierten die deutsche Geheim- und Kriminalpolizei die litauische Geheimpolizei (Saugumo policija). Auch sie arbeitete den Besatzern beim Holocaust in die Hände.[28] Manche NS-Funktionäre schätzten den Eifer der Saugumo Policija höher als den der Gestapo ein.[29] Die verheerendste Wirkung unter den antisemitischen litauischen Kräften hatte das Sonderkommando Ypatingasis būrys aus der Gegend von Vilnius, das Tausende von Juden, Polen und andere in Paneriai umbrachte (das Ponary Massaker).[28][15][16] Auch die Litauische Arbeitergarde beteiligte sich am Holocaust.[22] Viele litauische Unterstützer der deutschen Polizei kamen aus der faschistischen Organisation Eiserner Wolf.[11]

Auch wenn nicht alle Litauer Bürger den Holocaust für gut hießen und viele sogar ihr Leben riskierten, indem sie Juden versteckten, so ist der hohe Grad an Kollaboration mit den deutschen Besatzern ein Charakteristikum des Holocaust in Litauen.[22][11][23][30] Bei einer Bevölkerung von knapp drei Millionen, davon rund 80% ethnischer Litauer[31] nahmen einige Zigtausende aktiv an den Tötungen der Juden teil, nur einige Hundert leisteten Widerstand,[32][33][11] darunter viele Bürger der polnischen Minderheit in Litauen.[30]

Aufarbeitung

Einige Historiker sehen im Holocaust in Litauen die früheste Ausprägung der so genannten „Endlösung“ zur Vernichtung des „Weltjudentums“ und setzen damit den Beginn des Holocaust im Sommer 1941 in Litauen an. Wolfram Wette deutet diesen Teil als „Ouvertüre“ des Genozids vor seiner Technisierung durch die Gaskammern und Hochleistungskrematorien der stationären Todesfabriken.[34]

Die Sowjets unterbanden aus politischen Gründen nach dem Zweiten Weltkrieg die Aufarbeitung der Judenvernichtungen im Baltikum.[35] Die Gedenktafeln erwähnten nur das Leid der „einheimischen Bürger“ unter der Okkupation des nationalsozialistischen Deutschen Reichs, jedoch nicht die Juden im Besonderen.[35] NS-Kollaborateure bei Verbrechen gegen Juden wurden in der Regel nicht oder nur leicht bestraft.[35]

Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Wiederherstellung der Litauischen Unabhängigkeit 1990, führt das Land eine Diskussion über die Aufarbeitung des Holocaust.[36] Litauen war die erste ehemalige Sowjetrepublik, die nach der Unabhängigkeit den Schutz von Stätten des Holocaust in ihre Verfassung schrieb.[33] 1995 sprach der litauische Präsident Algirdas Brazauskas vor dem israelischen Parlament Knesset eine offizielle Entschuldigung an das jüdische Volk wegen der litauischen Beteiligung am Holocaust aus. Das Simon Wiesenthal Zentrum kritisiert die schleppende Aufarbeitung und wirft den litauischen Behörden vor, Kriegsverbrecher nicht vor Gericht zu bringen.[37]

Ende der 1950er Jahre begann die bundesrepublikanische Justiz mit der Aufarbeitung der Verbrechen. So wurden im so genannten Ulmer Einsatzgruppen-Prozess 1958 zehn Beteiligte am Holocaust in Litauen zu Haftstrafen verurteilt, unter anderem der nach dem Krieg untergetauchte SS-Standartenführer Hans-Joachim Böhme wegen Beihilfe am Mord an Juden in 3907 Fällen. Im April 1961 kamen fünf Täter in Aurich vor Gericht, unter anderem der Borkumer Arzt Werner Scheu und der Reitlehrer Karl Struve, die beide in Litauen als SS-Führer an Massakern beteiligt waren. Beide erhielten milde Haftstrafen, die nach einer Revision drei Jahre später auf zehn bzw. neun Jahre Zuchthaus erhöht wurden.[38] Weitere Prozesse folgten, u. a. im September 1961 in Dortmund gegen die Gestapo-Mitglieder Alfred Krumbach, Wilhelm Gerke und Hermann-Ernst Jahr. Krumbach war nach dem Krieg Beamter des Verfassungsschutzes und trat im Ulmer Einsatzgruppen-Prozess als Zeuge auf. Dort wurde er jedoch von anderen Zeugen als Täter identifiziert und im Gerichtssaal verhaftet. Vor dem Schwurgericht in Dortmund erhielt er wegen Mitwirkung an der Tötung von 827 Menschen in Litauen vier Jahre und sechs Monate Zuchthaus.[39]

Siehe auch

Weblinks

  • Vorwort von Paul A. Shapiro und Carl J. Rheins
  • Lithuanian Collaboration in the “Final Solution”: Motivations and Case Studies von Michael MacQueen
  • Key Aspects of German Anti-Jewish Policy von Jürgen Matthäus
  • Jewish Cultural Life in the Vilna Ghetto von David G. Roskies

Einzelnachweise

  1. Für den jüdischen Bevölkerungsanteil Litauens werden unterschiedliche Zahlen genannt: 215.000 für Litauen einschließlich dem Gebiet Wilna in: Bert Hoppe, Hiltrud Glass (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (Quellensammlung) Band 7: Sowjetunion mit annektierten Gebieten I – Besetzte sowjetische Gebiete unter deutscher Militärverwaltung, Baltikum und Transnistrien. München 2011, ISBN 978-3-486-58911-5, S. 56 / 208.000 bis 210.000 unreferenziert übernommen aus WP.en
  2. Fotos wie dieses waren typisch für die NS-Propaganda. Neutral betrachtet zeigen sie leidende, ausgemergelte, gequälte Menschen und einen sauber gekleideten, gut genährten Soldaten, der sie in Schach hält. In der Propaganda wurden solche Bilder so umgedeutet, dass der „Abschaum“ verwahrloster, rassisch minderwertiger „Untermenschen“ einer in jeder Hinsicht überlegenen „Herrenrasse“ gegenübersteht und ihr den schönen Blick verstellt.
  3. 4000 in: Ernst Klee; Willi Dressen; Volker Riess;: "Schöne Zeiten" : Judenmord aus der Sicht der Täter und Gaffer Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-10-039304-X, S. 59
  4. Bert Hoppe, Hiltrud Glass (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (Quellensammlung) Band 7: Sowjetunion mit annektierten Gebieten I – Besetzte sowjetische Gebiete unter deutscher Militärverwaltung, Baltikum und Transnistrien. München 2011, ISBN 978-3-486-58911-5, S. 53.
  5. Dokument VEJ 7/181, dort S. 515.
  6. Bert Hoppe, Hiltrud Glass (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (Quellensammlung) Band 7: Sowjetunion mit annektierten Gebieten I – Besetzte sowjetische Gebiete unter deutscher Militärverwaltung, Baltikum und Transnistrien. München 2011, ISBN 978-3-486-58911-5, S. 53.
  7. Bert Hoppe, Hiltrud Glass (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (Quellensammlung) Band 7: Sowjetunion mit annektierten Gebieten I – Besetzte sowjetische Gebiete unter deutscher Militärverwaltung, Baltikum und Transnistrien. München 2011, ISBN 978-3-486-58911-5, S. 54.
  8. Bert Hoppe, Hiltrud Glass (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (Quellensammlung) Band 7: Sowjetunion mit annektierten Gebieten I – Besetzte sowjetische Gebiete unter deutscher Militärverwaltung, Baltikum und Transnistrien. München 2011, ISBN 978-3-486-58911-5, S. 54.
  9. Arūnas Bubnys, Holocaust in Lithuania: An Outline of the Major Stages and Their Results in Alvydas Nikžentaitis, Stefan Schreiner, Darius Staliūnas, The Vanished World of Lithuanian Jews, Rodopi, 2004, ISBN 90-420-0850-4, Google Print, S.219
  10. 10,0 10,1 Dina Porat, “The Holocaust in Lithuania: Some Unique Aspects”, in David Cesarani, The Final Solution: Origins and Implementation, Routledge, 2002, ISBN 0-415-15232-1, Google Print, S. 161
  11. 11,0 11,1 11,2 11,3 11,4 Michael MacQueen, The Context of Mass Destruction: Agents and Prerequisites of the Holocaust in Lithuania, Holocaust and Genocide Studies, Volume 12, Number 1, S. 27-48, 1998, [1]
  12. Jäger-Bericht in: Ernst Klee; Willi Dressen; Volker Riess;: "Schöne Zeiten" : Judenmord aus der Sicht der Täter und Gaffer Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-10-039304-X, S. 59
  13. als Faksimile bei Wolfram Wette: Karl Jäger. Mörder der litauischen Juden, Frankfurt/Main 2011, ISBN 978-3-596-19064-5, Anhang S. 235ff.
  14. Bert Hoppe, Hiltrud Glass (Bearb.): Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 (Quellensammlung) Band 7: Sowjetunion mit annektierten Gebieten I – Besetzte sowjetische Gebiete unter deutscher Militärverwaltung, Baltikum und Transnistrien. München 2011, ISBN 978-3-486-58911-5, S. 56.
  15. 15,0 15,1 Śledztwo w sprawie masowych zabójstw Polaków w latach 1941 - 1944 w Ponarach koło Wilna dokonanych przez funkcjonariuszy policji niemieckiej i kolaboracyjnej policji litewskiej (Investigation of mass murders of Poles in the years 1941–1944 in Ponary near Wilno by functionaries of German police and Lithuanian collaborating police). Institute of National Remembrance documents from 2003 on the ongoing investigation]. Last accessed on 10 February 2007.
  16. 16,0 16,1 Czesław Michalski, Ponary - Golgota Wileńszczyzny (Ponary — the Golgotha of Wilno Region). Konspekt nº 5, Winter 2000–2001, a publication of the Academy of Pedagogy in Kraków. Last accessed on 10 February 2007.
  17. Arūnas Bubnys, Holocaust in Lithuania: An Outline of the Major Stages and Their Results in Alvydas Nikžentaitis, Stefan Schreiner, Darius Staliūnas, The Vanished World of Lithuanian Jews, Rodopi, 2004, ISBN 90-420-0850-4, Google Print, S.215
  18. Siehe Jäger-Bericht
  19. Timm C.Richter (Hrsg.): Krieg und Verbrechen. Situation und Intention: Fallbeispiele, München 2006, ISBN 3-89975-080-2, S. 53 ff.
  20. Arūnas Bubnys, Holocaust in Lithuania: An Outline of the Major Stages and Their Results in Alvydas Nikžentaitis, Stefan Schreiner, Darius Staliūnas, The Vanished World of Lithuanian Jews, Rodopi, 2004, ISBN 90-420-0850-4, Google Print, S.205-206
  21. siehe auch Litauische Aktivistenfront, die die Unabhängigkeit Litauens aus dem Exil in Berlin heraus betrieb
  22. 22,0 22,1 22,2 22,3 Dina Porat, “The Holocaust in Lithuania: Some Unique Aspects”, in David Cesarani, The Final Solution: Origins and Implementation, Routledge, 2002, ISBN 0-415-15232-1, Google Print, S. 162
  23. 23,0 23,1 Arūnas Bubnys, Holocaust in Lithuania: An Outline of the Major Stages and Their Results in Alvydas Nikžentaitis, Stefan Schreiner, Darius Staliūnas, The Vanished World of Lithuanian Jews, Rodopi, 2004, ISBN 90-420-0850-4, Google Print, S.214
  24. Extracts from a Report by Einsatzgruppe a in the Baltic Countries. jewishvirtuallibrary.org. Abgerufen am 6. August 2008.
  25. Als Dokument abgedruckt in: Ernst Klee; Willi Dressen; Volker Riess;: "Schöne Zeiten" : Judenmord aus der Sicht der Täter und Gaffer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-10-039304-X, S. 32f.
  26. 26,0 26,1 Arūnas Bubnys. Lithuanian Security Police and the Holocaust (1941–1944) F. W. Stahleckeris, pasitelkęs žurnalisto A. Klimaičio tariamą partizanų būrį (iš tikrųjų A. Klimaičio būrys nebuvo pavaldus nei LAF’ui, nei Lietuvos laikinajai vyriausybei), birželio 25 d. Kaune pradėjo kelti žydų pogromus. Tame pačiame 1941 m. spalio 15 d. raporte generolas atvirai ir išsamiai aprašė savo suorganizuotas žydų žudynes: „[…] Netikėtai paaiškėjo, kad suorganizuoti didesnio masto žydų pogromą išsyk gana nelengva. Čia visų pirma pasitelkėme anksčiau minėtų partizanų vadą A. Klimaitį, kurį tuo reikalu instruktavo veikęs Kaune mūsų nedidelis priešakinis būrys. A. Klimaičiui pavyko taip parengti pogromą, kad aikštėn neiškilo nei mūsų duoti nurodymai, nei mūsų iniciatyva. Pirmojo pogromo metu, naktį iš birželio 25-osios į 26-ąją, lietuvių partizanai likvidavo daugiau kaip 1500 žydų, padegė arba kitaip sunaikino keletą sinagogų ir sudegino žydų kvartalą, kuriame buvo apie 60 namų. Sekančiomis naktimis tuo pačiu būdu buvo padaryti nekenksmingais 2300 žydų. Kauno pavyzdžiu panašios akcijos, tik mažesnio masto, vyko ir kituose Lietuvos miestuose, jos palietė ir likusius tose vietose komunistus“ Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Bubnys-Hol“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  27. Zvi Gitelman (ed.), Bitter Legacy: Confronting the Holocaust in the USSR, ISBN 0-253-33359-8. Indiana University Press, 1998, S. 97.
  28. 28,0 28,1 Arūnas Bubnys: Vokiečių ir lietuvių saugumo policija (1941–1944) (German and Lithuanian security police: 1941-1944). Vilnius: Lietuvos gyventojų genocido ir rezistencijos tyrimo centras 2004 (Zugriff am 9. Juni 2006)
  29. Dina Porat, “The Holocaust in Lithuania: Some Unique Aspects”, in David Cesarani, The Final Solution: Origins and Implementation, Routledge, 2002, ISBN 0-415-15232-1, Google Print, S. 165
  30. 30,0 30,1 Tadeusz Piotrowski, Poland's Holocaust, McFarland & Company, 1997, ISBN 0-7864-0371-3, Google Print, S.175-176
  31. David J. Smith, The Baltic States: Estonia, Latvia and Lithuania, Routledge, 2002, ISBN 0-415-28580-1, Google Print, S.9
  32. Righteous Among the Nations
  33. 33,0 33,1 NCSJ Country Report: Lithuania. Last accessed on 13 March 2007
  34. Wolfram Wette: Karl Jäger. Mörder der litauischen Juden, Frankfurt/Main 2011, ISBN 978-3-596-19064-5, S. 11.
  35. 35,0 35,1 35,2 Dov Levin, The Litvaks: A Short History of the Jews in Lithuania, Berghahn Books, 2000, ISBN 965-308-084-9, Google Print, S.240-241
  36. Hier überwiegen häufig Anti-Sowjetische Eindrücke. Siehe Daniel J. Walkowitz, Lisa Maya Knauer: Memory and the Impact of Political Transformation in Public Space, Duke University Press, 2004, ISBN 0-8223-3364-3, Google Print, S.188
  37. Can Lithuania face its Holocaust past? - Dr. Efraim Zuroff, Director of the Wiesenthal Center, Jerusalem, excerpts from lecture at the conference on "Litvaks in the World," August 28, 2001.
  38. Der Spiegel 39/1965, [2]
  39. Irene Sagel-Grande et al. (Hrsg.): Justiz und NS-Verbrechen, Band XIX, Amsterdam 1978, S. 1-35


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