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Herta Reich

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Herta Reich, geb. Eisler (geb. 19. September 1917 in Mürzzuschlag; gest. 19. Februar 2012) war eine österreichische Jüdin, die zu den wenigen Überlebenden des Kladovo-Transports gehörte.

Leben

Herta Reich wurde als Tochter des Ignaz Eisler, Textilkaufmann in Mürzzuschlag, und seiner Ehefrau Katharina, geb. Schwarz, geboren. In Wien absolvierte sie die Handelsschule, um dann im väterlichen Geschäft tätig zu sein. Der Anschluss Österreichs an das Hitler-Deutschland zwang sie 1938 zur Flucht. Auf dieser gelangte sie in den illegalen jüdischen Flüchtlingstransport aus Österreich nach Palästina, der später als Kladovo-Transport bekannt werden sollte. Ihre Flucht sollte sechs Jahre von 1938 bis 1944 dauern, während der sie Romek Reich kennenlernte und 1941 heiratete. 1944 schließlich konnte sie nach Palästina emigrieren, wo 1947 ihr Sohn, der Archäologe Ronny Reich, zur Welt kam. Ihr Mann fiel in den ersten Wochen des Unabhängigkeitkrieges im Juli 1948 bei Ludd.

Der Grazer Geschichtsverein Clio veröffentlichte 1998 ihren Erlebnisbericht Zwei Tage Zeit, der 2009 von ihrem Sohn in das Hebräische übersetzt wurde.

Ehrungen

Nach ihr wurde das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Mürzzuschlag am 23. November 2012 in das Herta-Reich-Gymnasium und Realgymnasium unbenannt.[1]

Literatur

  • Zwei Tage Zeit. Herta Reich und die Spuren jüdischen Lebens in Mürzzuschlag. Die Flucht einer Mürzzuschlager Jüdin 1938 – 1944. Clio, Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit, Graz 1998, ISBN 3-9500971-0-4.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Pressemitteilung, abgerufen am 1. Mai 2013.


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