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Hermann Uhde-Bernays

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Hermann Uhde-Bernays (* 31. Oktober 1873 in Weimar; † 7. Juni 1965 in Starnberg) war ein deutscher Germanist und Kunsthistoriker.

Leben und Wirken

Uhde-Bernays war der Sohn des Journalisten Hermann Uhde (1845–1879) und Stiefsohn von Michael Bernays. Er besuchte das Wilhelmsgymnasium München und machte dort 1893 Abitur.[1] Sein Stiefvater überredete ihn, Jura in München zu studieren. Doch bald erkannte Uhde-Bernays, dass er lieber in die Fußstapfen seines Vaters treten würde und bezeichnet jene Münchner Jahre im Nachhinein als 'verlorene Zeit'.[2] Folgend studierte er deutsche Literatur und Kunstgeschichte an den Universitäten München, Berlin und Heidelberg. Um 1900 vollendete er sein Studium mit der Promotion. Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg erhielt er von 1901 bis 1903 eine Ausbildung als praktischer Assistent. Zu dieser Zeit verfasste er auch Theater- und Kunstkritiken für die Frankfurter Zeitung. Während einer Italienreise fasste er den Entschluss, sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Er ließ sich in München nieder und übersiedelte später nach Starnberg.

1914 wurde er zum kaiserlich-bayrischen Professor ernannt. Im NS-Regime erhielt Uhde-Bernays von 1937 bis 1945 Schreibverbot. Nach dem Krieg erhielt er 1946 eine Einstellung als Honorarprofessor für Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Hier blieb Uhde-Bernays bis zu seiner Emeritierung.

Uhde-Bernays verkehrte in jungen Jahren in den Kreisen von Frank Wedekind. Er war Herausgeber der Kulturzeitschriften Leipziger Monatshefte und Cicerone und Mitglied im Corps Franconia München. Der Kunsthistoriker ist der Großvater von Bernhard Uhde. Uhde-Bernays wurde am 9. Oktober 1950 zum Ehrenbürger der Stadt Starnberg ernannt.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Der Mannheimer Shakespeare: Ein Beitrag zur Geschichte der ersten deutschen Shakespeare-Übersetzungen. Berlin 1902 (= Dissertation, Universität Heidelberg, 1902).
  • Carl Spitzweg: Des Meisters Leben und Werk. Seine Bedeutung in der Geschichte der Münchener Kunst. Delphin-Verlag, München 1913.
  • Münchener Landschafter im 19. Jahrhundert. Delphin-Verlag, München 1921.
Als Herausgeber
  • Anselm Feuerbachs Briefe an seine Mutter. 2 Bände. Meyer & Jessen, Berlin 1911.
  • Künstlerbriefe über Kunst. Bekenntnisse von Malern, Architekten und Bildhauern aus fünf Jahrhunderten. W. Jess, Dresden 1926.

Literatur

  • Christine Klösch: Hermann Uhde-Bernays (1873-1965). In: Thomas Kraft (Hrsg.): Herrsching zur Zeit Christian Morgensterns, Herrsching am Ammersee 2006, S. 109-110

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Jahresbericht vom K. Wilhelms-Gymnasium zu München. ZDB-ID 12448436, 1892/93
  2. Klösch 2006, S. 109
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Hermann Uhde-Bernays aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.