Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Hermann Steinthal

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Datei:Steinthal.jpg
Hermann Steinthal beim Unterricht im Uhland-Gymnasium um 1980

Hermann Steinthal (geb. 16. September 1925 in Stuttgart; gest. 28. März 2014 in Tübingen) war ein deutscher Gymnasiallehrer, Altphilologe und Fachdidaktiker.[1]

Leben

Hermann Steinthal besuchte ab 1935 ein Stuttgarter Gymnasium. Er musste seinen Schulbesuch aber während des Zweiten Weltkriegs unterbrechen, da ihm als sogenanntem Mischling ersten Grades (sein Vater war Jude) der Besuch eines Gymnasiums von den Nationalsozialisten verboten wurde. Nach Kriegsende legte er das Abitur ab und nahm ein Studium der Altphilologie und Germanistik an der Universität Tübingen auf, das er 1951 mit der Promotion abschloss.

Seine grundlegenden Erfahrungen als Lehrer sammelte er am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart und am dortigen Abendgymnasium, das er von 1956 an fünf Jahre lang leitete. 1961 wurde er Fachleiter am Studienseminar. Von 1966 bis zur Pensionierung 1989 war er Direktor des Tübinger Uhland-Gymnasiums. Seit 1972 war er Honorarprofessor für Didaktik der Alten Sprachen an der Universität Tübingen.

Von 1977 bis 1981 war Hermann Steinthal Vorsitzender des Deutschen Altphilologenverbandes. Aus dieser Zeit stammt sein häufig verwendetes Zitat: "Wer heute die Alten Sprachen verteidigen will, muss seine Schanzen weit draußen bauen".

Schriften

Literatur

  • Bruno Amann: Schola anatolica. Freundesgabe für Hermann Steinthal. Hrsg. Kollegium und Verein der Freunde des Uhland-Gymnasiums Tübingen. Tübingen: Osiander-Verl. 1989

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ulrich Janssen: Alles zum Besten kehren: Hermann Steinthal, der langjährige Rektor des Uhland-Gymnasiums, ist gestorben. Schwäbisches Tagblatt vom 2. April 2014.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Hermann Steinthal aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.