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Hermann Krojanker

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Hermann Krojanker (geb. 21. Juli 1885 in Berlin; gest. 21. August 1935 ebd.) war ein deutsch-jüdischer Unternehmer und Schuhfabrikant.

Leben

Nach dem Besuch des Köllnischen Gymnasiums und einer kaufmännischen Lehre in seiner Heimatstadt volontierte Krojanker in London, Paris und Nancy und trat 1907 in die von seinem Vater Wilhelm geleitete Schuhfabrik „Conrad Tack & Cie. AG“ [1] in Burg bei Magdeburg ein. Nach dessen Tod im Jahre 1924 übernahm er selbst den Posten des Generaldirektors. Bis 1929 war auch sein Bruder Gustav Mitglied des Vorstands.

Bis 1930 baute Krojanker das Filialnetz der Tack AG auf über 130 Filialen in Deutschland aus und unterhielt damit das größte Verkaufsnetz einer Schuhfabrik in Europa.

Krojanker nahm als Vorstandsmitglied der Vereinigung der Berliner Handelsrichter,[2] des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller und des Verbandes deutscher Filialbetriebe [3] eine bedeutende Rolle als Verbandsfunktionär und Lobbyist im deutschen Wirtschaftsleben ein.

Infolge der Weltwirtschaftskrise und nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 verkaufte Krojanker das Unternehmen an die Carl Freudenberg GmbH in Weinheim, seinen größten Lederlieferanten, welche das Filialnetz bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf 140 „Tack“-Verkaufsstellen erweiterte.

Krojanker emigrierte zunächst nach Meran, später nach Paris und kehrte 1934 nach Berlin zurück, wo er sich im August 1935 das Leben nahm.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Firmengeschichte: Conrad Tack-Gebäude in Burg.
  2. heute Vereinigung der Handelsrichter
  3. heute Bundesvereinigung Deutscher Handelsverbände


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