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Hermann Henneicke

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Hermann Henneicke (geb. 2. November 1886 in Soltendieck; gest. 11. Mai 1966) war ein deutscher Gewerkschaftsfunktionär und Politiker der SPD/SPS.

Leben

Hermann Henneicke wuchs in Flinten auf, wo seine Eltern eine Landwirtschaft besaßen- Von 1905 bis 1908 leistete er seinen Wehrdienst als Oberheizer bei einer Torpedo-Division ab. 1908 trat er der SPD und dem Deutscher Metallarbeiter-Verband (DMV) bei. Dort bekleidete er jahrelang das Amt des Vertrauensmann und war im Betriebsrat tätig. Beim Ersten Weltkrieg nahm er als Werftschlosser teil.

Von 1922 bis 1928 war er in der SPD als zweiter Vorsitzender der Ortsgruppe Wilhelmshafen-Rüstringen tätig. Von 1920 bis 1923 war er Mitglied des Landtags von Oldenburg und von 1924 bis 1929 Stadtratsmitglied in Rüstringen.

1929 zog er mit seiner Frau Marie Henneicke (geborene Dümatz) und seinen drei Töchtern nach Neunkirchen, wo er für den Ortsverband des DMV tätig war. 1932 wurde er dort als SPD-Mitglied in den Stadtrat gewählt. Nach dem Anschluss des Saargebiets an das Deutsche Reich emigrierte er nach Frankreich. Im Exil hatte er losen Kontakt zu den Grenzstellen von KPD und SPD und engagierte sich gewerkschaftlich.

Im August kehrte er nach Deutschland zurück. Obwohl die Staatsanwaltschaft keine Anklage gegen ihn erhob, wurde er in Schutzhaft genommen und im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Er überlebte den Todesmarsch durch Hilfe von Richard Rauch und wurde von britischen Truppen befreit.

Bis 1947 wurde er von Frankreich als Amtsbürgermeister von Eppelborn eingesetzt. Anschließend wurde er Mitarbeiter der Stadt Neunkirchen, für die er als Amtsrat und als Geschäftsführer der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Neunkirchen tätig war. Politisch engagierte er sich in der SPS bis 1952 und anschließend in der illegalen SPD.

Literatur

  • Luitwin Blies/Horst Bernhard (Hrsg.): Für den Sturz des Naziregimes. Widerstand und Verfolgung von saarländischen Antifaschisten. Blattlaus-Verlag, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-930771-44-8, S. 25–28.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Hermann Henneicke aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.