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Hermann Cohen (Karmeliter)

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Dieser Artikel erläutert den Karmeliter Hermann Cohen; siehe hier den Philosophen Hermann Cohen.

Hermann Cohen OCD, Ordensname Augustin Maria vom heiligsten Sakrament, (geb. 10. November 1820 in Hamburg; gest. 20. Januar 1871 in Berlin) war ein Pianist und spätberufener Ordensgeistlicher des Karmeliterordens.

Leben

Hermann Cohen wurde 1820 als Sohn in einer jüdischen Bankiersfamilie in Hamburg geboren. Er war Schüler von Franz Liszt und wurde 1834 in Paris als musikalisches Wunderkind bekannt. Er war einer der gefragtesten Pianisten seiner Zeit. Seine Brüder Albert und Louis Cohen gründeten 1856 eine Schuhfabrik in Hamburger, die späteren Phoenix-Werke.

1847 konvertierte Cohen zum Christlichen Glauben und wurde in der katholischen Kirche getauft. 1849 trat er der Ordensgemeinschaft der Unbeschuhten Karmeliten in Le Broussey bei Bordeaux bei, erhielt den Ordensnamen „Augustin Maria vom heiligsten Sakrament“ (Augustin Marie du Très Saint Sacrement), legte seine Profess am 7. Oktober 1850 ab und empfing 1851 die Priesterweihe. Nach Tätigkeit als Prediger und Volksmissionar in Frankreich gründete er 1863 die erste Ordensniederlassung der Unbeschuhten Karmeliten in London. 1868 kehrte er zunächst nach Frankreich zurück, 1870/71 war er in Berlin-Spandau Seelsorger der französischen Kriegsgefangenen. Er starb an den Folgen einer Pockeninfektion.

Sein Grab befand sich in der Krypta der Sankt-Hedwigs-Kathedrale in Berlin, später auf dem Sankt-Hedwigs-Friedhof. Die sterblichen Überreste wurden am 2. Dezember 2008 von Berlin in die Klosterkirche Le Broussey überführt, wo Cohen seit 1868 Novizenmeister war.[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Artikel: Gebeine von Hermann Cohen OCD nach Frankreich überführt vom 16. Dezember 2008 auf ORDEN online abgerufen am 20. April 2011
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Hermann Cohen (Karmeliter) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.