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Herbert S. Schönfeldt

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Herbert Siegfried Schönfeldt (geb. 26. Mai 1895 in Landeck, Westpr.; gest. 29. Juni 1956 in Bad Godesberg) war ein zionistischer Jurist und Verbandsfunktionär.

Der Sohn eines Getreidehändlers und dessen Frau, einer geborenen Baruch, erhielt seine Schulausbildung in Landeck und in Berlin, studierte sodann Rechtswissenschaften und wurde Rechtsanwalt und Notar. Als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg wurde er an der Westfront schwer verwundet. In den 20er und 30er Jahren wirkte er als Syndikus des Bankhauses Mendelssohn & Co. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde er wieder zugelasse. Er hatte eine Kanzlei in der Schöneberger Behrensstraße. Ab etwa 1935 war er Kuratoriumsmitglied des Hilfsvereins der deutschen Juden. Das Notariat wurde ihm Ende 1935 entzogen, die Anwaltszulassung 1936 oder 1938. 1939 emigrierte er nach Frankreich und flüchtete im nächsten Jahr mit seine Mutter über die Pyrenäen via Lissabon nach New York City, wo er kaufmännisch in einem Schuhgeschäft tätig war.

1946 kehrte er mit dem American War Crimes Investigation Team nach Westdeutschland zurück. Er erhielt die Leitung des Bonner Verbindungsbüros der Claims Conference. Einen der drei Liquidatoren der I.G. Farben, den Düsseldorfer Rechtsanwalt Walter Schmidt (1890 – 6. Februar 1961[1]), kannte er aus Vorkriegszeiten. Sein Nachfolger wurde Ernst Katzenstein.

Literatur

  • Ernst Bahr, Christian Krollmann, Gerd Brausch : Altpreussische Biographie; 1989; S. 1286
  • Anwalt ohne Recht: das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Berlin nach 1933; Rechtsanwaltskammer Berlin; 2007
  • Ernst G. Lowenthal: Juden in Preussen
  • D. Korn: Wer ist wer im Judentum?: Lexikon der jüdischen Prominenz

Weblinks

Anmerkungen

  1. Neue juristische Wochenschrift - Band 14 - Seite 544


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