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Henry Markram

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Datei:Henry Markram - Visualizing Synaptic Maps onto Neocrortical Neurons.jpg
Markram demonstriert die Visualierung von Synapsenaktivitäten im Neocortex des Gehirns

Henry Markram (* 28. März 1962 in der Kalahari, Südafrika) ist ein israelischer Hirnforscher südafrikanischer Herkunft.

Leben

Seine Kindheit verbrachte Henry Markram auf der Farm seiner Eltern in der Kalahari-Wüste.[1] Mit 13 Jahren besuchte er ein Internat in der Nähe von Durban.[1] Danach studierte er Medizin und Neurophysiologie in Kapstadt.[1] Nach seinem Studium forschte er zunächst am Weizmann-Institut in Israel.[1] Dort lernte er seine erste Frau kennen und nahm die israelische Staatsbürgerschaft an.[1] Nach der Ableistung seines Militärdienstes in Israel wechselte er ans Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg, wo er mit dem Nobelpreisträger Bert Sakmann zusammenarbeitete.[1] Im Jahre 2002 erhielt er einen Ruf ans Massachusetts Institute of Technology, den er aber zugunsten eines besser dotierten Angebots der École polytechnique fédérale de Lausanne ablehnte.[1] Heute ist er in zweiter Ehe mit der deutsch-polnischen Neurowissenschaftlerin Kamila Markram verheiratet; sie haben zwei Kinder.[1]

Wirken

Er leitet das Forschungsvorhaben Blue Brain, das mit seinem Namen eine Blaupause des Gehirns assoziieren soll, an der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL). Seit einer EU-Förderung von 1 Milliarde Euro über 10 Jahre als europäisches „Leuchtturmprojekt“ nennt sich Markrams Vorhaben, die inneren Mechanismen des Gehirns mit Neuronalen Netzen auf Supercomputern zu simulieren und zu verstehen, Human Brain Project.[2]

Literatur

  • Alexander Stirn: Wie baut man ein Gehirn, Herr Markram? – Porträt: Henry Markram, in: P.M. Magazin 04/2014, S. 34–37.
  • Henry Markram, in: Internationales Biographisches Archiv 24/2013 vom 11. Juni 2013, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks

 Commons: Henry Markram – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Alexander Stirn: Wie baut man ein Gehirn, Herr Markram?, in: P.M. Magazin 04/2014, S. 34–37, hier S. 36
  2. EU-Forschungsgelder für die ETH Lausanne, swissinfo.ch, 28. Januar 2013


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Henry Markram aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.