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Henrique Capriles Radonski

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Henrique Capriles Radonski
Datei:Henrique Capriles Radonski from Margarita island.jpg
Henrique Capriles Radonski, August 2012

Henrique Capriles Radonski (* 11. Juli 1972 in Caracas) ist ein venezolanischer Politiker und gegenwärtiger Gouverneur des Bundesstaates Miranda. Er ist Mitglied der Partei Primero Justicia und gemeinsamer Kandidat des Oppositionsbündnisses Mesa de la Unidad Democrática für die Präsidentschaft Venezuelas.

Leben

Henrique Capriles Radonski ist römisch-katholisch und hat seine Sekundarbildung an den Institutos Educacionales Asociados (IEA) abgeschlossen. Er studierte Jura an der Universidad Católica Andrés Bello. Dort spezialisierte er sich auf Wirtschaftsrecht. Danach arbeitete er eine Zeit beim venezolanischen Steueramt SENIAT.

Capriles ist Enkel von sephardischen Juden aus Polen und Russland, die den Holocaust überlebten.[1][2]

Politik

Er schloss sich früh der Partei COPEI an. 1998 wurde er Abgeordneter dieser Partei im venezolanischen Kongress. Darüber hinaus wurde er zum jüngsten Vorsitzenden des Repräsentantenhauses gewählt. 2000 kandidierte er für die Stelle des Bürgermeisters des Bezirks Baruta. Er erzielte fast 63 % der Stimmen. 2004 wurde er mit 79 % der Stimmen wiedergewählt. 2008 wurde er zum Gouverneur Mirandas gewählt. Seine Partei heißt jetzt Primero Justicia. Er besiegte dabei den PSUV-Vertreter und amtierenden Gouverneur seit 2004, Diosdado Cabello. Am 3. Mai 2011 erklärte er, er wolle für die Präsidentenwahlen von 2012 kandidieren.[3] Times schrieb im Juli 2011, Henrique Capriles Radonski sei der Mann, der wahrscheinlich die Vorwahlen der Opposition im Februar 2012 gewinnen würde, um dann gegen Hugo Chávez zu kandidieren.[4]

Leopoldo López, ein anderer Kandidat, erklärte am 24. Januar 2012, dass er nicht weiter kandidieren und stattdessen Capriles unterstützen würde.[5]

Am 12. Februar 2012 wurde Capriles als Kandidat der Opposition bei der Präsidentschaftswahl 2012 gewählt. Er erhielt etwa 1,9 Millionen der insgesamt 3.040.449 Stimmen (ohne Berücksichtigung der Stimmen der Wähler im Ausland).[6] Am 11. Juni schrieb er sich beim nationalen Wahlrat als Kandidat der Mesa de la Unidad ein.

Chávez über Capriles

Hugo Chávez hat Capriles als "Spielkarte des Yankee-Reiches" bezeichnet. Er erklärte, das Volk müsse wählen zwischen einem Faschisten wie Capriles und der Revolution, die Freiheit und Würde bedeute.[7]

Am 16. Februar 2012 erklärte Chávez in einer öffentlichen Rede über Capriles:

„Der Mittelmäßige hat Berater, die ihm gesagt haben, er solle die Konfrontation mit mir meiden. Ich sage: Das wird unmöglich sein, Mittelmässiger. Du hast dich mit Chávez angelegt. Du wirst mich konfrontieren müssen, Mittelmäßiger, oder wegrennen. Eins von beiden. Wenn du mit Chávez konfrontierst, konfrontierst du mit Ideen, mit Argumenten. Und wenn ich Chávez sage, dann meine ich ein Volk. Die Konfrontation hierzulande ist nicht die vom Mittelmäßigen gegen Chávez, sondern die der Bourgeoisie gegen das Volk. Des Imperiums gegen das Vaterland. Das ist die Konfrontation. Hier stehen wir Patrioten. Die Nicht-Patrioten sollen dem Mittelmäßigen hinterherlaufen. Er ist der Kandidat des Imperialismus, zweifelsohne. Der Kandidat der Bourgeoisie, der grossen Banken, der grossen Firmen, des grossen Kapitals. Nun sagt der Mittelmässige, er sei Progressist. Stell dir vor... ein progressiver Bourgeois! Du versuchst dich zu maskieren, Mittelmäßiger. Doch es wird dir nicht gelingen. Du bist der Kandidat der Yankees, der Kandidat des Imperialismus, der Kandidat der Staatsstreiche der Bourgeoisie, der Kandidat der Vergangenheit. Und am 7. Oktober 2012, am Tag der Präsidentschaftswahlen, werden wir dich pulverisieren Mittelmäßiger.“

Hugo Chávez[8]

Standpunkte im Wahlkampf

Bildung

Capriles hat Bildung als Hauptthema seiner Politik gemacht[9]. Der Bundesstaat Miranda, wo er der Gouverneur ist, ist die einzige Region Venezuelas, die an der PISA-Studie teilgenommen hat[10].

Wirtschaft

Capriles erklärte, dass er die Verträge mit China und Russland überprüfen würde und nur solche, die für Venezuela gut sind, verlängern würde. Er würde die seit 2003 geltende Währungskontrolle lockern, um so das Land kompetitiver zu machen und die Ausfuhr zu fördern. Er sagte ferner, dass die Nationalregierung viel investieren müsse, um Jobs in der Landwirtschaft zu schaffen.[11]

Weblinks

Referenzen

  1. ADL Documents Anti-Semitism in Venezuelan Presidential Race, jspace.com, 21. März 2012 (en)
  2. Chávez camp launches smear campaign against presidential rival Capriles, The Guardian vom 15. Februar 2012
  3. Capriles erklärt seine Kandidatur
  4. Capriles als möglicher Kandidat (Times)
  5. The Economist und die Vorwahl in Venezuela (Englisch)
  6. Participación de primarias llega 3.40.449 Fotos. 13. Februar 2012, abgerufen am 29. Februar 2012 (spanisch).
  7. Capriles según Chávez (Spanisch)
  8. Chávez sagt, er sei das Volk und Capriles muss ihn konfrontieren
  9. Bildung statt Gewalt
  10. Ergebnisse der PISA-Studie 2011 mit Angaben zu Miranda
  11. Capriles über die Wirtschaft


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Henrique Capriles Radonski aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.