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Helga Kosta

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Helga Kosta

Helga Kosta (geb. 1. Dezember 1920 in Hamburg; gest. 24. Januar 2014 in Steffisburg), berühmte Schweizer Sopranistin

Leben

Als Spross einer deutsch-russischen Musikerfamilie und Tochter des Sängerehepaares Elsa Koch - Gustav Stabinski 1920 in Hamburg geboren, in Berlin und Basel aufgewachsen, studierte Helga Kosta zunächst bei den Lisztschülern Felix von Weingartner und Emma Koch Klavier, wurde dann von ihrer Mutter, Karl Erb und Maria Ivogün zur Koloratursängerin ausgebildet.

1933 floh sie nach Basel, nachdem ihr Vater, der jüdische Tenor Gustav Stabinski, mit Hitlers Machtantritt seine Stelle an der Berliner Staatsoper verloren hatte. Nach ersten Auftritten 1938 in Basel und Operndepüt in Solothurn-Biel engagierte sie 1950 Niklaus Aeschbacher ans Stadttheater Bern, wo sie auch unter Otto Ackermann, Robert F. Denzler, Alexander Krannhals, Peter Maag, Charles Münch und Silvio Verviso sang und während der dortigen zehn Jahre vor allem in Mozart-, Puccini-, Strauss- und Verdi- Rollen zum Publikumsliebling avancierte.

Helga Kosta war ständiger Gast der namhaftesten Schweizer Bühnen, im Schweizer, später auch im Berliner Rundfunk, der die öffentlichen Auftritte für das Fernsehen aufzeichnete, gab zahlreiche Gastspiele und Konzerte in Österreich, Frankreich, Italien und Deutschland, häufig als "Königin der Nacht".

Sie beherrschte auch das lyrische Fach - ihr Repertoire umfasste 87 Partien -, sang in sechs Sprachen und mit vielen berühmten Kollegen (u.a. Inge Borkh, Lisa della Casa, Maria Reining, Isabell Strauss, Hilde Zadek, Peters Anders, Simons Bermanis, Libero de Luca, Ernst Häflliger, Wolfgang Windgassen, Fritz Wunderlich). Zahlreiche Aufnahmen produzierten die Radiostudios in Basel, Berlin, Bern, Genf, Lausanne und Zürich.

1969 wurde die erfolgreiche Karriere abrupt durch Krankheit beendet. Zuletzt lebte Helga Kosta in der Schweiz in der Nähe des Thunersees.

Helga Stabinski, wie sie bis ins Jugendalter hiess, hatte ihren Künstlernamen von ihrer Mutter erhalten, eine Mischung aus Koch und Stabinski, dem Mädchennamen der Mutter und dem Nachnamen des Vaters.

Weblinks


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