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Helen Jonas-Rosenzweig

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Helen Jonas-Rosenzweig (geborene Helena Sternlicht, geboren am 25. April 1925 in Krakau) ist eine Holocaust-Überlebende, die während ihrer Internierung in KZ Plaszow gezwungen wurde, als Dienstmädchen des SS-Lagerkommandanten Amon Göth zu arbeiten. Zusammen mit 1.200 Zwangsarbeitern überlebte sie den Holocaust durch die Hilfe des Unternehmers Oskar Schindler. Nach dem Krieg emigrierte Jonas-Rosenzweig in die USA. Sie war zweimal verheiratet und hat drei Kinder. Heute lebt sie in Boca Raton,Florida. Jonas-Rosenzweig traf sich 2006 mit der Tochter von Amon Göth , Monika Hertwig um gemeinsam mit ihr einen Dokumentarfilm zu drehen.

Leben

Helena Sternlicht wurde in Krakau als Tochter von Szymon und Lola Sternlicht geboren. Als Deutschland Polen am 1. September 1939 überfiel, wurde ihre komplette Familie in das Ghetto Krakau umgesiedelt.

Im Jahr 1942 wurde das Krakauer Ghetto aufgelöst und sie zusammen mit ihrer Mutter und zwei ihrer Schwestern in das Konzentrationslager Plaszow geschickt. Ihr Vater starb im Vernichtungslager Belzec. Im Lager Plaszow wurde sie das Hausmädchen von Göth.

Oskar Schindler war ein häufiger Gast im Hause von Göth. Da sich die Rote Armee Kraków Ende 1944 näherte, wurde das KZ Plaszow aufgelöst und die Insassen sollten ins KZ Auschwitz deportiert werden. Schindler unterbreittete der SS Pläne für den Bau einer Munitionsfabrik in Brünnlitz im Sudetenland, aus dem er stammte. Er erklärte, dafür die Juden aus dem Lager Plaszow als Arbeitskräfte zu benötigen.

Zwei Tage, nachdem sie aus dem Lager befreit wurde, traf sie ihren ersten Mann, Joseph Jonas. Sie lebten in der Bronx und hatten drei Kinder, einen Sohn und zwei Töchter. Im Jahr 1980 beging Joseph Selbstmord. Danach heiratete sie Henry Rosenzweig. Nachdem sie ein zweites Mal verwitwet war, zog sie nach Boca Raton, Florida.

Im Jahre 2004 traf Jonas-Rosenzweig mit Monika Hertwig der Tochter Amon Göths zusammen. Der Regisseur James Moll, ein Partner von Steven Spielberg, hatte dazu beigetragen, die beiden Frauen zusammen zu bringen, um einen Dokumentarfilm für Public Broadcasting Service zu drehen.


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