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Heinz Heydrich

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Reinhard Heydrich (links) und Heinz Heydrich (ca. 1918)

Heinz Siegfried Heydrich (geb. 29. September 1905 in Halle (Saale); gest. 19. November 1944 in Riesenburg, Ostpreußen) war ein deutscher Journalist, SS-Obersturmführer und der jüngere Bruder des späteren Obergruppenführers, Leiters des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) und Stellvertretenden Reichsprotektors in Böhmen und Mähren, Reinhard Heydrich.

Leben

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Die Kinder von Richard Bruno Heydrich: Reinhard, Heinz, Maria (ca. 1915)

Heinz Heydrich war der zweite Sohn des Komponisten und Opernsängers Bruno Heydrich (* 23. Februar 1865 in Leuben, Sachsen; † 24. August 1938 in Halle (Saale)) und von Elisabeth Anna Maria Amalia Krantz. Seine Geschwister waren Reinhard Heydrich und Maria Heydrich. Er war verheiratet mit Trude Werther und hatte mit ihr fünf Kinder. Sein ältester Sohn, Peter Thomas Heydrich (1931–2003), war ein bekannter politischer Kabarettist, Chansonnier und Schauspieler.

Heydrich war Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnr. 2.673.285) und der SS (SS-Nr. 36.225).

Zweiter Weltkrieg

Als Angehöriger der Panzer-Propaganda-Kompanie 697 wurde Heinz Heydrich im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront als Mitarbeiter für die Propagandazeitschrift Panzerfaust eingesetzt. Dass er in den Jahren 1943/44 in mindestens zwei Fällen die Deportation von ihm persönlich bekannten Juden verhinderte, indem er diesen gefälschte Ausreisevisa besorgte, ist dem Historiker Robert Gerwarth zufolge gesichert. Am 19. November 1944 erschoss sich Heydrich in Riesenburg, Ostpreußen. Inwieweit der Selbstmord Heinz Heydrichs mit dessen Wissen von Verbrechen seines Bruders Reinhard Heydrich zusammenhängt, ist unklar. Eine Rolle für den Suizid könnte auch ein bevorstehendes Gerichtsverfahren gegen ihn wegen Diebstahl und Korruption gespielt haben.[1]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Robert Gerwarth: Reinhard Heydrich. Biographie. Siedler, München 2011, S. 349f.; vgl. auch Axel Huber: Flucht nach Schweden 1942 - Wer kennt die Ereignisse? In: einestages (mit Brief seines damaligen Vorgesetzten Kurt Joachim Fischer)


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