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Heinz Auspurg

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Heinz Auspurg (* 12.Dezember 1912 in Leipzig) ist ein deutscher Graphiker und Stadtplaner. Er lebt in Leipzig. Laut Ralf Koch war seine Laufbau bewerkenswert – „Auspurgs Karriere begann als Graphiker und endete als Chefarchitekt, ohne dass er ein Architekturstudium absolviert hätte.“[1] Über 40 Jahre war er in der Leipziger Stadtplanung.

Leben und Wirken

Vorkriegszeit

Heinz Auspurg wurde als Sohn eines Graphikers geboren. 1926 beendete er die Realschule. Er machte anschließend bei seinem Vater eine Lehre. Von 1929 bis 1934 besuchte er die Leipziger Kunstgewerbeschule. Auspurg arbeitete anschließend als freischaffender Werbegraphiker und Raumgestalter. 1935 wurde der Graphiker und Raumgestalter als Volontär im Leipziger Stadterweiterungsamt eingestellt. 1939 wurde er beim Leipziger Stadtplanungsamt als Grünplaner eingestellt.


Nachkriegszeit

1947 war er wieder im Stadtplanungsamt in Leipzig tätig. Bis 1949 war er an der Planung der Bodenreformsiedlung beteiligt. In seiner Rolle als Leipziger Stadtplaner war er bis 1950 an der Planung von Kulturparks und bis 1956 an der Planung des Leipziger Sportforums beteiligt. 1950 erhielten Heinz Auspurg, Kurt Brendel, Friedrich Emmerich und Hans Gibbsch den 1. Preis im gesamtdeutschen Wettbewerb zum Wiederaufbau der Dresdner Altstadt. Von 1950 bis 1951 wurde nach Auspurgs städtebaulichem Entwurf die Wohngebäude an der zum Leipziger Sportforum führenden Ranstädter Steinweg [2] im Sozialistischen Neoklassizismus („traditionsgebundene Formen“[3]) fertiggestellt. Von 1953 bis 1956 wurde der Gebäudekomplex an der Hermann Duncker-Straße im Leipziger Stadtteil Lindenau nach Entwürfen von Auspurg (Städtebau), G. Batteraux, Adam Buchner sowie Martin Weber (Projekt) im Sozialistischen Neoklassizismus („trad. Formen“[4]) fertiggestellt.

Es waren die ersten repräsentativen Wohnbauten in Leipzig nach dem 2. Weltkrieg. 1952 führte Auspurg den Block F der Berliner Stalinallee aus, ein Jahr zuvor hatte er in der Arbeitsgruppe von Karl Souradny den 4. Preis im Wettbewerb für die städtebauliche und architektonische Gestaltung der Berliner Stalinallee errungen. Parallel dazu projektierte die Arbeitsgruppe um Karl Souradny das Berliner Friesenstadion. 1961 gewann Auspurg im Kollektiv von Rolf Billig den 1. Preis im Wettbewerb zur städtebaulichen Gestaltung des Zentralen Platzes in Halle (Saale). 1965 wurde er Chefarchitekt des Büros für Gebiets-, Stadt- und Dorfplanung in Leipzig. 1977 wurde er pensioniert und war anschließend noch einige Jahre im Stadtplanungsamt Leipzig tätig.

Werkverzeichnis

Literatur

  • Ralf Koch:Heinz Auspurg. In: Dietrich Fürst: Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten: Architekten in der DDR : Dokumentation eines IRS-Sammlungsbestandes biographischer Daten. Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), Berlin 2000, S. 36f., OCLC 237432293.
  • Joachim Schulz, Wolfgang Müller und Erwin Schrödl: Architekturführer DDR, Bezirk Leipzig. VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1976, OCLC 874871110.

Einzelnachweise

  1. Koch, S. 36.
  2. Schulz/Müller/Schrödl, Nr. 119 Wohngebiet, Dr.-Hermann-Duncker-Str., Nr. 123 Wohnungsbau, Friedr.-Ludw.-Jahn-Allee, S. 11.
  3. Schulz/Müller/Schrödl, S. 72, Nr. 123 Wohnungsbau Friedr.-Ludw.-Jahn-Allee
  4. Schulz/Müller/Schrödl, S. 69, Nr. 119 Wohngebiet, Dr.-Hermann-Duncker-Str.

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