Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Heinrich Schniers

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Datei:Heinrich Schniers.jpg
Heinrich Schniers

Heinrich Schniers (* 25. März 1880 in Wippingen; † 30. August 1942 im KZ Dachau) war ein katholischer Geistlicher und Opfer des Nationalsozialismus.

Leben

Heinrich Schniers besuchte das Gymnasium Antonianum in Vechta. 1907 wurde er in Osnabrück zum Priester geweiht. Seine erste Stelle trat er als Vorsteher des Konviktes in Meppen an, danach war er Kaplan in Nordhorn, Schulrektor in Fürstenau und von 1921 bis 1933 Kaplan an St. Bonifatius in Lingen. Am 1. Mai 1933 wurde er zum Pfarrer an St. Michael in Leer berufen. Er geriet rasch in einen offenen Konflikt mit dem NS-Regime. Am 17. Dezember 1941 wurde er, wegen angeblicher „defätistischer Äußerungen“ beim Besuch einer Familie, in „Schutzhaft“ genommen. Zum Weihnachtsfest kam er auf Bitten der Pfarrgemeinde und der Stadt Leer frei, wurde aber am 27. Dezember wieder verhaftet. Man brachte ihn ins Gerichtsgefängnis nach Nordenham. Nach monatelangen staatsanwaltlichen Ermittlungen wurde er der Gestapo überstellt und am 19. März 1942 in Sträflingskleidung durch die Straßen von Leer geführt. Am 3. April 1942 erfolgte die Verschleppung ins KZ Dachau. Am 30. August 1942 starb er dort an Hunger und überschwerer Arbeit. Seine Urne wurde am 14. Oktober 1942 in Wippingen beigesetzt. Heinrich Schniers war der Heimatpfarrer des sel. Lübecker Märtyrers Kaplan Hermann Lange.

Literatur

  • „Zeugen für Christus“. Die Martyrer des UNITAS-Verbandes im 20. Jahrhundert. Eine Zusammenstellung der Lebensbilder von Bbr. Lambert Klinke M.A. mit inhaltlichen und methodischen Überlegungen von Prälat Dr. Helmut Moll, Unitas 2/2000, S. 8

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Heinrich Schniers aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.