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Heinrich Nebenzahl

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Heinrich (Jesekiel/Chaskel) Nebenzahl (geb. 1870 in Krakau; gest. 6. Juli 1938 in Le Vésinet bei Paris) war ein deutscher Filmproduzent.

Heinrich Nebenzahl entstammte einer kinderreichen jüdischen Familie, die in der Nähe von Krakau (damals Österreich-Ungarn) lebte. Vor dem Ersten Weltkrieg betrieb er in Berlin ein Unternehmen, das vor allem mit Eiern handelte, die sein Bruder Ferdinand aus dem russischen Woronesch lieferte.

Als nach dem Ausbruch des Krieges die Eierlieferungen ausblieben, stellte Heinrich Nebenzahl sich rasch auf die Produktion von Filmen um und wurde 1917 Geschäftsführer des neu gegründeten Unternehmens Natur-Film Friedrich Müller, das als Regisseur den populären Sensationsdarsteller Harry Piel gewinnen konnte. In wechselnden gemeinsamen Unternehmen führte Nebenzahl die Zusammenarbeit mit Harry Piel bis 1927 fort; mehr als siebzig Filme gingen aus dieser Zusammenarbeit hervor. Heinrich Nebenzahls bedeutendste Unternehmensgründung war die Nero-Film AG (1925). Sie entwickelte sich unter der Leitung seines Sohnes Seymour Nebenzahl Ende der 1920er Jahre zur künstlerisch ambitioniertesten Filmproduktionsgesellschaft Deutschlands. 1929/30 entstand mit Heinrich Nebenzahls Unterstützung der dokumentarische Spielfilm Menschen am Sonntag, dessen Regisseur Robert Siodmak ein Neffe von Heinrich Nebenzahl war.

Heinrich Nebenzahl war mit der aus Ungarn stammenden Amerikanerin Gussie Lustig verheiratet und hatte zwei Söhne, Seymour und Leon, und eine Tochter, Ruth Mary.

Literatur

  • Erika Wottrich (Hg.), M wie Nebenzahl. Nero – Filmproduktion zwischen Europa und Hollywood, München, edition text + kritik, 2002 ISBN 3-88377-710-2

Weblinks


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