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Immanuel Heinrich Ritter

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Immanuel Heinrich Ritter (geb. 13. März 1825 in Ratibor, Oberschlesien; gest. 9. Juli 1890 in Johannisbad, Riesengebirge) war ein deutscher Rabbiner, Historiker, Buchautor und Übersetzer.

Jugend und Ausbildung

Als Sohn des Lehrers Philipp Ritter besuchte Immanuel Heinrich Ritter das Gymnasium in Ratibor und lernte gleichzeitig beim örtlichen Rabbiner Simon Löwe Torah und Talmud. Danach studierte er an der Universität Breslau klassische Philologie, Philosophie und Geschichte. Ab 1848 war er als Hilfslehrer tätig. Im Jahr 1849 promovierte er zum Dr. phil. mit der Dissertation De Stoicorum logica.

Beruf und Wirken

Im Jahr 1851 wurde Ritter als Religionslehrer bei der jüdischen Reformgemeinde in Berlin tätig, wo er zeitweise den dortigen Rabbiner Samuel Holdheim vertrat, dessen Stellung er 1860 nach Holdheims Tod übernahm.

Ritter schrieb mehrere philosophische und theologische Werke und übersetzte die englischen Historiker Henry Thomas Buckle und William Edward Hartpole Lecky. Er begründete am 20. Dezember 1871 den Verein für die Freiheit der Schule und richtete 1872 mit Wilhelm Loewe-Calbe, Paul Langerhans und Guido Weiss eine Petition an das Preußische Abgeordnetenhaus.

Werke

  • Geschichte der jüdischen Reformation, 4 Bände;
    • 1858: Mendelssohn und Lessing als Begründer der Reformation im Judenthum.
    • 1862: David Friedländer, sein Leben und Wirken im Zusammenhange mit den gleichzeitigen Culturbestrebungen im Judenthum.
    • 1865: Samuel Holdheim, sein Leben und sein Wirken.
    • 1892:postum: Die jüdische Reformgemeinde zu Berlin und die Verwirklichung der jüdischen Reformen.
  • 1856: Kanzelvorträge aus dem Gotteshause der jüdischen Reformgemeinde.
  • 1857: Beleuchtung der Wagener’scher Schrift "Das Judentum und der Staat". Hasselberg, Berlin 1857.
  • 1861: Die jüdische Freischule in Berlin. Eine pädagogisch-geschichtliche Skizze.
  • 1875: Weihreden und Predigten.
  • 1881: Wir Juden.
  • 1885: Die Bedeutung des Judenthums.

Übersetzungen

Literatur

Weblinks


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