Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Heinrich Gißel

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Georg Karl Heinrich Gißel (* 17. Mai 1902 in Kassel; † 24. Juli 1944 in Italien) war ein deutscher Chirurg, Hochschullehrer an der Universität Rostock und hochrangiger NS-Funktionär.

Noch in der Schulzeit betätigte er sich 1918/19 in Wehrgruppen. Nach dem Abitur 1921 in Kassel arbeitete er 1921 bis 1924 als Apothekerpraktikant, ab 1923 als Apothekerassistent in Kassel, um sein Studium zu finanzieren. 1922 bis 1928 studierte er Medizin und Pharmazie an den Universitäten Göttingen und Berlin bis zum Staatsexamen 1926 in Pharmazie und zum Dr. med. 1928 in Rostock. 1928 bis 1929 war er Medizinalpraktikant an der Chirurgischen Klinik Göttingen, in Rostock und München. 1929–1930 war er dort Volontärassistent. Ab 1930 war er Assistent, ab 1935 Privatdozent und Oberarzt, ab 1938 Dozent, ab 1940 apl. und ab 1943 ao. Professor an der Universität Rostock. Seit 1933 war er Facharzt für Chirurgie. Ab Oktober 1939 bis 1944 diente er in der Wehrmacht, zuletzt als Oberstabsarzt. Er erhielt hohe Auszeichnungen. Durch Partisanen kam er 1944 in Italien um.

Gißel betreute bereits vor 1933 den Hochschulsport in Verbindung mit dem NS-Studentenbund. Er trat im Mai 1933 in die NSDAP und im Juli 1933 in die SA ein und betätigte sich in der SA als Arzt, zuletzt im Rang eines Sänitätssturmbannführers. Nach der Habilitation 1934 trat er in den NS-Lehrerbund ein und wurde im November 1934 Führer der Dozentenschaft an der Universität Rostock bzw. ab 1935 Leiter des NS-Dozentenbunds in Rostock. Ab April 1937 wurde er auf Vorschlag des Vorgängers und Rektors Ernst-Heinrich Brill zum Gauführer des NSDDB. Damit verband sich ein Hauptamt in der Gauleitung. Als Chirurg war er an Operationen zur Zwangssterilisation beteiligt.

Schriften

  • Mitautor: Die Lungentuberkulose, Leipzig 1933

Weblinks

Literatur


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Heinrich Gißel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.