Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Heinrich Eberhard Gottlob Paulus

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heinrich Eberhard Gottlob Paulus (* 1. September 1761 in Leonberg; † 10. August 1851 in Heidelberg) war ein evangelischer Theologe.

Paulus, theologisches Haupt des Rationalismus, widmete sich auf einer wissenschaftlichen Reise durch Deutschland, Holland, England und Frankreich dem Studium der orientalischen Sprachen, wurde 1789 Professor derselben in Jena und wurde 1793 ordentlicher Professor der Theologie an der Universität Jena.

1803 ging er in gleicher Eigenschaft nach Würzburg. 1807 kam er als Schulrat nach Bamberg, 1808 nach Nürnberg. Im gleichen Jahr wurde Paulus auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1810 kam er nach Ansbach und folgte 1811 einem Ruf als Geheimer Kirchenrat und Professor an die Universität Heidelberg.

Seit 1844 in den Ruhestand versetzt, starb er daselbst am 10. August 1851. Heinrich Eberhard Gottlob Paulus ruht auf dem Heidelberger Bergfriedhof in der so genannten Professorenreihe der (Abt. D).

Seine theologische Richtung war eine ausgeprägt verstandesmäßige, seine ganze Art, die Dinge zu betrachten und zu beurteilen, mehr juristisch als religiös. Unter seinen zahlreichen Schriften sind heute noch bekannt:

Schriften

  • Neues Repertorium für biblische und morgenländische Literatur Jena 1790-91, 3 Bde.
  • Clavis über die Psalmen" 2. Aufl., Heidelberg 1815
  • Philologisch-kritischer und historischer Kommentar über das Neue Testament 2. Aufl., Leipzig 1804-1808, 4 Tle.)
  • Sophronizon, oder unparteiische, freimütige Beiträge zur neuern Geschichte, Gesetzgebung und Statistik der Staaten u. Kirchen Heidelberg. 1819-30
  • Der Denkgläubige, theologische Zeitschrift. Heidelberg 1825-29
  • Das Leben Jesu" Heidelberg. 1828, 2 Bde.
  • Exegetisches Handbuch über die drei ersten Evangelien(Heidelberg. 1830-33, neue Ausg. 1841-42)
  • Neuer Sophronizon Darmstadt. 1841-42, 3 Bde.
  • Vorlesungen Schellings über die Offenbarung. Darmstadt 1843.

Am bekanntesten sind seine durch David Friedrich Strauß heftig kritisierten Wundererklärungen geworden.

Seine Gattin Karoline Paulus, geb. 14. Dezember 1767 zu Schorndorf als, Tochter eines Amtmanns Paulus, verheiratet sich mit ihrem Vetter 1789 und machte sich (unter dem Pseudonym Eleutheria Holberg) durch eine Anzahl von Romanen, wie"Wilhelm Dümond" Lübeck 1805, *Adolf und Virginie Nürnberg. 1811, Erzählungen Heidelberg 1823 etc., einen Namen. Sie starb am 11. März 1844 in Heidelberg.

Literatur


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Heinrich Eberhard Gottlob Paulus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.