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Heile, heile Gänsje

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Heile, heile Gänsje ist der Refrain eines alten Kinderliedes, das in der Mainzer Fastnacht erstmals 1929 von Martin Mundo mit neuen Strophen versehen vorgetragen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der nahezu völligen Zerstörung der Stadt Mainz wurde es von Ernst Neger neu interpretiert.

Unter den „111 größten Fastnachtshits“, die das SWR Fernsehen zusammen mit SWR4 in der Fastnachtssaison 2009 zur Auswahl stellte, landete der Titel auf dem ersten Platz.[1][2]

Ursprung

Ursprünglich handelt es sich um einen Kinderreim, der von Müttern nach einer schmerzhaften Verletzung kleiner Kinder in tröstender Art und Weise aufgesagt wurde. 1929 trug es der für die Mainzer Fastnacht hoch bedeutende Martin Mundo zum ersten Mal während einer Narrensitzung vor. Schon damals versah er es in einem da capo mit einer Kritik an der damaligen französischen Besatzung. Im Jahre 1952 wurde eine Vertonung dieses Verses mit zwei dazugedichteten Strophen über das vom Krieg zerstörte Mainz auch einem größeren Publikum bekannt, als Ernst Neger es während einer Fastnachtsveranstaltung unter Beifall und den Tränen des Publikums sang. In der Folgezeit, bis in die 1970er Jahre hinein, musste er es nicht nur immer vortragen, es wurde auch bundesweit zu einem geflügelten Wort.

Refrain

Der Refrain des Liedes, der mit dem nicht mehr zu datierenden Kindervers identisch ist, lautet:

Heile, heile Gänsje
Es is bald widder gut,
Es Kätzje hat e Schwänzje
Es is bald widder gut,
Heile heile Mausespeck
In hunnerd Jahr is alles weg.

Adaptation

1973

Roy Black sang im Film Alter Kahn und junge Liebe von 1973 Heile, heile Gänsje.

2008

Am 15. Dezember 2007 wurde in Bodenheim (ca. 12 km südlich von Mainz) der historische Molsberger Hof durch einen Brand fast völlig zerstört. Am aufgestellten Baugerüst wurde eine riesige Plane mit dem kompletten Liedtext abgedruckt. Des Weiteren befand sich vor dem Bauzaun eine Klingel, nach deren Betätigung das komplette Lied von Ernst Neger erklang.[3]

2009

Datei:Heile Gänsje Ganz.jpg
Spieluhr „Heile Gänsje Ganz“ anlässlich des 100. Geburtstages von Ernst Neger

2009 erschien zum 100. Geburtstag von Ernst Neger als Reminiszenz des auf Platz 1 gewählten Lieds „Heile Heile Gänsje“ passend eine Spieluhr mit Melodie in Form einer Stoff-Gans mit Narrenkappe und Pflaster am Flügel.[4]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. „Heile, heile Gänsje“ lässt alle hinter sich auf swr.de, abgerufen 20. Februar 2009
  2. Platz 1 von 111: Heile, Heile Gänsje auf swr.de, abgerufen 20. Februar 2009
  3. Wiederaufbau im Geiste Ernst Negers. In: Rhein Main Presse (Allgemeine Zeitung), 19. Juli 2008
  4. Spieluhr „Heile Gänsje Ganz“ anlässlich des 100. Geburtstags von Ernst Neger, WIRTH Mainz, Stand: 23. April 2012


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