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Hedwig Reiling

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Hedwig Reiling, geb. Fuld, (geb. 21. Februar 1880 in Frankfurt am Main; 1942 deportiert nach Piaski) war die Mutter von Anna Seghers.

Leben

Hedwig Reiling stammte aus einer alteingesessenen Mainzer Familie. Sie war die Tochter von Helene und Salomon Fuld und heiratete 1899 Isidor Reiling, den Mitinhaber der Mainzer Kunst- und Antiquitätenhandlung David Reiling. 1900 kam ihre Tochter Netty zur Welt, die spätere Anna Seghers. Die Familie gehörte der orthodoxen jüdischen Religionsgemeinschaft an und zählte zu den liberaldemokratischen Kreisen der Stadt. Hedwig Reiling bekannte sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und engagierte sich in zahlreichen ehrenamtlichen Projekten. Sie war Gründungs- und Vorstandsmitglied des Jüdischen Frauenbundes in Mainz. Im Ersten Weltkrieg war sie als Rot-Kreuz-Schwester tätig. Nach 1938 wurde ihre Kunst- und Antiquitätenhandlung „arisiert“, Hedwig musste nach dem Tod ihres Mannes die Wohnung verlassen und lebte im „Judenhaus“ in der Taunusstraße in Mainz. Im März 1942 wurde Hedwig nach Piaski bei Lublin deportiert.

Anna Seghers widmete ihrer Mutter die Erzählung „Der Ausflug der toten Mädchen“.[1]

Literatur

  • Frauenleben in Magenza. Die Porträts jüdischer Frauen aus dem Mainzer Frauenkalender und Texte zur Frauengeschichte im jüdischen Mainz, Mainz 2010.

Einzelnachweise

  1. Frauenleben in Magenza. Die Porträts jüdischer Frauen aus dem Mainzer Frauenkalender und Texte zur Frauengeschichte im jüdischen Mainz, Mainz 2010, S.18f.

Weblinks


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