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Havran

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Dieser Artikel beschreibt den Berg Havran im Oberpfälzer Wald, für weitere Orte gleichen Namens siehe Havran (Begriffsklärung)
Havran

Ruine des Abhörturmes auf dem Großen Rabenberg.

Höhe 894 m n.m.
Lage Plzeňský kraj, Tschechische Republik
Gebirge Oberpfälzer Wald
Geographische Lage 49° 44′ 35″ N, 12° 24′ 33″ O49.74310555555612.409230555556894Koordinaten: 49° 44′ 35″ N, 12° 24′ 33″ O
Havran (Erde)
Havran

Der Havran (deutsch Großer Rabenberg) ist der höchste Gipfel des mittleren Oberpfälzer Waldes. Er befindet sich an der tschechisch-deutschen Staatsgrenze etwa einen km südwestlich der Wüstung Skláře (Neu-Windischgrätz) bzw fünf Kilometer östlich von Flossenbürg im Okres Tachov. Nördlich erhebt sich der Entenbühl (901 m), südwestlich liegt die Burg Schellenberg.

Auf dem Gipfel steht ein ehemaliger Grenzüberwachungs- und Horchposten der tschechischen Streitkräfte, CVA, der aufgrund des schlechten Zustandes nicht betreten werden kann.[1] Der Turm war Teil einer Kette von tschechischen Grenzbefestigungsanlagen, die im Norden mit auf dem Dylen und im Süden auf dem Zvon ihre Fortsetzung finden. Von der Turmanlage aus besteht Sichtkontakt zu den ehemaligen Überwachungsstellungen auf den Gipfeln des Dyleň (Tillenberg) im Norden und dem Velký Zvon (Plattenberg) im Süden.

Der Horchposten wird zum Aussichtsturm rückgebaut. Wegen des schlechten Zustands momentan ist ein Betreten verboten.

Geschichte

Mit dem Kalten Krieg und dem Bedürfnis der Funk- und Radarüberwachung der NATO-Staaten begann man auf dem Gipfel des Havran eine ELINT-Station zu errichten. Dabei waren auch Einheiten der Roten Armee beteiligt. Es entstand eine ganze Reihe von Überwachungstürmen entlang der Grenze zu Deutschland, die nächstgelegene Einrichtung im Norden befand sich auf dem Dylen (deutsch Tillenberg) und südlich auf dem Zvon (deutsch Plattenberg). Auf dem Gipfelplateau befand sich bis zum Fall des Eisernen Vorhangs auch eine mobile Stellung tschechischen Streitkräfte mit Anlagen zur funktaktischen Aufklärung. Durch die Lage der Erhebung mit Projektion von fast 270° Richtung Deutschland wurde der Berg ebenfalls ein häufiger Anlaufpunkt amerikanischer Kampfhubschrauber der Redcatchers (Das 4. Eskadron des Zweiten US-Kavallerieregimentes). [2]

Die Reste des doppelt eingezäunten Hundelaufs sind noch sichtbar, die Gebäude um den Turm selbst sind geplündert und in schlechtem Zustand. Die Gesamthöhe beträgt heute nur noch etwa 50 Prozent, der hölzerne Überbau der Stahlkonstruktion ist verschwunden. [3]

Einzelnachweise

  1. www.iron-curtain.info
  2. http://www.vrtulnik.cz/mil/redcatchers.htm
  3. http://www.zeleznaopona.com/jineuseky/veze/havran/thumb.html

Weblinks


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