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Harald Lönnecker

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Harald Lönnecker (* 28. Juli 1963 in Hannover) ist ein deutscher Historiker, Archivar und Jurist. Er ist Autor zahlreicher Abhandlungen zur Studentengeschichte.

Leben

Lönnecker entstammt der hessischen Gelehrtenfamilie Lonicer.[1][2] Nach dem Abitur in Hannover diente er bei der Bundesmarine. Anschließend studierte er Geschichte, Rechtswissenschaft, Evangelische Theologie, Geographie, Europäische Ethnologie, Lateinische Philologie und Germanistik an den Universitäten in Marburg, Gießen, Heidelberg, Freiburg und Frankfurt. Nachdem er beide Staatsexamen bestanden hatte und zusätzlich den Grad des Magister Artium erworben hatte, wurde er 1989 in Marburg zum Dr. phil. promoviert.

1992 gelang Lönnecker die Wiederentdeckung des Archivs der Deutschen Sängerschaft, das er im Folgenden sicherte und wissenschaftlich untersuchte.[3]

Nach Tätigkeiten am Hessischen Staatsarchiv Darmstadt, am Militärgeschichtlichen Forschungsamt und bei der Konrad-Adenauer-Stiftung leitet Lönnecker seit 1995 das Archiv und die Bücherei der Deutschen Burschenschaft und der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung im Bundesarchiv in Koblenz. An der Universität Paderborn hatte er einen Lehrauftrag für Neuere Geschichte. Seine Arbeitsgebiete sind die allgemeine Wissenschafts- und Hochschulgeschichte. In der Studentengeschichte widmet er sich besonders dem akademischen Sängerwesen.

Im Juli 2013 wurde er an der Universität Rostock summa cum laude auch zum Dr. iur. promoviert.[4]

Mitgliedschaften

Studentenverbindungen

  • Burschenschaft Normannia-Leipzig zu Marburg (1984)
  • Burschenschaft Normannia zu Leipzig
  • Kasseler Burschenschaft Germania
  • Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken (Ehrenmitglied)[A 1]
  • Sängerschaft Normannia Danzig zu Braunschweig (Ehrenmitglied)[A 2]

Ehrenämter

  • Kurator des von der Universität Paderborn und der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte (GDS) getragenen Instituts für deutsche Studentengeschichte (IDS) im Stadtarchiv Paderborn
  • Wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Dokumentations- und Forschungszentrum des Deutschen Chorwesens – Sängermuseum Feuchtwangen

Veröffentlichungen (Auswahl)

Autor

  • Das Notariat in Hessen. Dargestellt nach den Quellen im Hessischen Staatsarchiv zu Marburg. Dissertation, Universität Marburg, 1989.
  • „… freiwillig nimmer von hier zu weichen …“ Die Prager deutsche Studentenschaft 1867–1945. Band 1: Verbindungen und Vereine des deutschnationalen Spektrums (= Abhandlungen zum Studenten- und Hochschulwesen. Bd. 16). SH-Verlag, Köln 2008, ISBN 978-3-89498-187-7.
  • Zwischen Völkerschlacht und Erstem Weltkrieg: Verbindungen und Vereine an der Universität Leipzig im 19. Jahrhundert. Gesellschaft für Burschenschaftliche Geschichtsforschung, Lupburg-Degerndorf 2008, ISBN 978-3-9807164-6-8.
  • „Das Thema war und blieb ohne Parallel-Erscheinung in der deutschen Geschichtsforschung“. Die Burschenschaftliche Historische Kommission (BHK) und die Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung e.V. (GfbG) (1898/1909–2009). Eine Personen-, Institutions- und Wissenschaftsgeschichte (= Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert. Bd. 18). Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2009, ISBN 978-3-8253-5672-9.
  • „… Das einzige, was von mir bleiben wird“. Die Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken 1880–2000. Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken, Saarbrücken 2009, ISBN 978-3-00-028568-4.
  • „... der deutschen Studentenschaft und unserem Rechtsleben manchen Anstoß geben“ – Zwischen Verein und Verbindung, Selbsthilfeorganisation und Studienvereinigung. Juristische Zusammenschlüsse an deutschen Hochschulen ca. 1870–1918 (= Rostocker Rechtsgeschichtliche Reihe, Bd. 13). Shaker Verlag, Aachen 2013, IX u. 634 S., ISBN 978-3-8440-2166-0.

Herausgeber

  • GDS-Archiv für Hochschul- und Studentengeschichte [5]
  • Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert
  • Veröffentlichungen des Archivs der Deutschen Burschenschaft

Einzelnachweise

  1. Sigurd H. Loennecker: Iohann Christian Loennecker og Hans Efterslekt – Slekten Tønsberg – Slekten Wiberg. Oslo 1956
  2. Sigurd H. Loennecker: Slekten Loennecker – Lönnecker. Johann Christian Loennecker og Hans Forfedre. Oslo 1968.
  3. Burschenschaftliche Blätter, 2/2013, S. 88
  4. Juristische Dissertation: Akademisch-rechtswissenschaftliche Vereine ca. 1870–1918
  5. Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte e.V.: GDS-Archiv für Hochschul- und Studentengeschichte

Anmerkungen

  1. „für seine herausragenden Arbeiten zur Geschichte der Prager deutschen Studentenschaft“
  2. „unter dem Schirm und im Namen der Deutschen Sängerschaft (Weimarer CC) mit besonderem Dank für seine hervorragenden Verdienste und Leistungen um die Aufarbeitung der Geschichte der Deutschen Sängerschaft (Weimarer CC) und ihrer Bünde“

Literatur

  • Lönnecker, Harald, in: Friedhelm Golücke: Verfasserlexikon zur Studenten- und Universitätsgeschichte. SH-Verlag, Köln 2004, ISBN 3-89498-130-X, S. 204–207.

Weblinks


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