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Hans Wilbert Petri

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Hans Wilbert Petri (* 7. Januar 1901; † 8. August 1944) war Oberbürgermeister von Wattenscheid.

Persönliche Daten und Ausbildung

Hans Wilbert Petri studierte nach dem Abitur an der Universität Marburg Rechtswissenschaft. Im Sommersemester 1921 wurde er Mitglied der Marburger Burschenschaft Germania.[1] Er bestand das Referendar-Examen und nach Absolvierung des Refendariats auch die Assessoren-Prüfung. Außerdem promovierte er zum Dr. jur.

Berufliche Laufbahn

Petri wurde nach Ablegung beider juristischer Staatsexamina zum Gerichtsassessor beim Landgericht Bielefeld ernannt. Da er ein eifriges NSDAP-Mitglied war, wurde er am 16. April 1933 zum kommissarischen Oberbürgermeister als Staatskommissar der damals kreisfreien Stadt Wattenscheid ernannt, nachdem der der bisherige Oberbürgermeister Ueberhorst am 3. April 1933 seines Amtes enthoben und in Schutzhaft genommen worden war, weil er sich geweigert hatte, die Hakenkreuzfahne zu hissen.[2] Danach wurde er für 12 Jahre zum Oberbürgermeister dieser Stadt bestellt.

Dieses Amt übte er de facto aber nur bis 1939 aus. Mit der Gründung des Reichskommissariats für die Festigung deutschen Volkstums (Reichskommissar war Heinrich Himmler) wurde er, da er SS-Mitglied (Hauptsturmführer) war, zu dieser neuen Behörde einberufen und zum stellvertretenen Amtschef im Stabshauptamt ernannt[3]. 1940 wurde er dann zur Waffen-SS versetzt. Er nahm an den Kämpfen 1944 um Warschau teil und wurde dabei am 8. August 1944 getötet.

Hans Wilbert Petri war verheiratet, sein Sohn Klaus Petri, später Rechtsanwalt und Notar in Lippstadt, ebenfalls Mitglied der Burschenschaft Germania Marburg, war Anlass und Verursacher der sogenannten Petri-Affäre.

Einzelnachweise

  1. Hans Saßenhausen: Verzeichnis aller lebenden, verstorbenen und ehemaligen Mitglieder der Marburger Burschenschaft Germania, Privatdruck, 1999
  2. Wiki-Artikel Wattenscheid
  3. Bundesarchiv NS (persönlicher Stab des Reichsführer SS) Nr. 19/1114


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