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Hans Walz (Bosch)

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Hans Walz (geb. 21. März 1883 in Stuttgart; gest. 23. April 1974 ebenda) war ein deutscher Kaufmann und Geschäftsführer bei Bosch.[1]

Nach Besuch der Höheren Handelsschule machte er eine zweijährige Lehre im Bankfach und arbeitete dann im Bankwesen und Großhandel.

1912 besetzte er einen kaufmännischen Verwaltungsposten bei Bosch, und war als persönliche Sekretär von Robert Bosch und mit dessen Vermögensverwaltung beauftragt. 1919 wurde er in den Aufsichtsrat der Firma berufen.

Er war auch Aufsichtsratsmitglied der Stuttgarter Homöopathischen Krankenhausgesellschaft.

In der Weimarer Republik war Walz Mitglied im Verein zur Abwehr des Antisemitismus sowie Freund von Karl Adler, was Walz, zusätzlich zu seiner Mitgliedschaft im Ausschuss des Beirats der Kirchenleitung der evangelischen Kirche in Württemberg, 1942 eine negative Beurteilung durch den Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS einbrachte.[2]

1933 stellten Walz und andere hochrangige Bosch-Mitarbeiter Aufnahme-Anträge in die NSDAP. Die Aufnahmeanträge wurden im Spätsommer bzw. Herbst bearbeitet und im Fall Walz wurde die Mitgliedschaft rückwirkend zum 1. Mai des Jahres erteilt.[3]

Walz war zudem SS-Mitglied[4] sowie Mitglied im Freundeskreis Reichsführer-SS.[5]

1938 bis 1940 hatte er für Karl Adler die Auswanderung von Juden finanziert, wofür er 1969 von Israel als Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet wurde.[6]

Ende 1943 bzw. Anfang 1944 wurde Walz noch zum Wehrwirtschaftsführer ernannt.[7]

Einzelnachweise

  1. Munzinger Archiv abgerufen am 2. Juni 2011
  2. Joachim Scholtyseck: Robert Bosch und der liberale Widerstand gegen Hitler 1933 bis 1945. Beck, München 1999, S. 461.
  3. Scholtyseck 1999, S. 153.
  4. Scholtyseck 1999, S. 159.
  5. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46274463.html
  6. Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V. abgerufen am 2. Juni 2011.
  7. Scholtyseck 1999, S. 468.


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