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Hans Haage

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Hans Haage (geb. 1905 in Mährisch Schönberg[1]; gest. 1998 in Bad Abbach)[2] war ein deutscher Hauptscharführer der SS[3] und im Zweiten Weltkrieg stellvertretender Kommandant der Durchgangslager in Fossoli und Bozen (in beiden Fällen unter Karl Friedrich Titho).

Das in 1942 von der italienischen Regierung in Fossoli eingerichtete Kriegsgefangenenlager für vor allem britische, neuseeländische und australische Soldaten aus dem Nordafrika-Krieg wurde nach dem 8. September 1943 Teil des deutschen Lagersystems. Ab Januar 1944 übernahmen SS-Untersturmführer Karl Friedrich Titho und SS-Hauptscharführer Hans Haage mit einer 40 Mann starken SS-Einheit das Kommando.[4]

Haage wurde nie verhaftet oder vor Gericht gestellt. Ein am 10. Juni 1954 ausgestellter italienischer Haftbefehl hatte keine Konsequenzen, da nach Artikel 16 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland kein Deutscher ans Ausland ausgeliefert werden durfte.[2] Davon profitierte auch sein damaliger Vorgesetzter Karl Friedrich Titho, der für seine Taten in den Niederlanden bereits zur Rechenschaft gezogen worden war. Hans Haage starb 1998 unbehelligt in einem Altersheim in Niederbayern.[5]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Marcello Pezzetti, Centro di documentazione ebraica contemporanea: Il libro della Shoah italiana: i racconti di chi è sopravvissuto, Einaudi, 2009, S. 111
  2. 2,0 2,1 siehe Weblink: Carla Giacomozzi, Giuseppe Paleari: Il Lager di Bolzano
  3. siehe Weblink: JewishLibrary: Fossoli
  4. siehe Weblink: limovobi: la resistenza. Beiträge zu Faschismus, deutscher Besatzung und dem Widerstand in Italien
  5. siehe Weblink: Gedenkorte: Bozen-Gries


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