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Hans Dessauer

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Hans Dessauer (geb. 13. Mai 1905 in Aschaffenburg; gest. 1993 in Pittsford, New York; auch John H. Dessauer) war ein deutsch-amerikanischer Ingenieur.

Leben

Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in Aschaffenburg studierte er in Freiburg im Breisgau Chemie und promovierte 1929 an der RWTH Aachen mit einer Arbeit zur chemischen Verfahrenstechnik. In Freiburg wurde er Mitglied des katholischen Studentenvereins Brisgovia im KV. Hans Dessauer sollte im Jahre 1936 als ältester Sohn Nachfolger seines früh verstorbenen Vaters Hans Dessauer sen. († 1926) werden, der Chef des familieneigenen Buntpapierfabrikunternehmens war, das auf den Vorfahren Alois Dessauer zurückging. Die Besetzung als Firmenchef verhinderten die Nazis.

Daraufhin ging Dessauer in die USA und arbeitete zunächst bei Agfa Ansco, danach bei Haloid bzw. Xerox, wo er oberster Forschungsleiter wurde. Der Physiker und Patentanwalt Chester Carlson übergab seine Patente zur Xerographie, die unbeachtet blieben, an das Columbia-Archiv, Ohio. Dessauer entdeckte die Patente und erkannte das Potential des xeroxstatischen Kopieverfahrens ohne Chemie (man kopierte bis dahin photochemisch) und trieb die Entwicklung des Verfahrens voran.

Werke

  • My years with Xerox, the billions nobody wanted. Doubledays, New York, Garden City, N. Y., Doubleday, 1971. Orbit Publishing Geneva, 1971; Manor Books (June 1979)
  • Xerography and related Processes. (mit Harold Ernest Clark) Focal P., Mai 1965
  • Neue Ringisomerisationen in der Camphenreihe. Diss. RWTH Aachen, Aschaffenburg: Kirsch, 1929


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