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Hans Tobar

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Hans Tobar

Hans Tobar (Hans David Tobar, auch David Hans Tobar; geb. am 18. April 1888 in Köln unter dem Namen Hans David Rosenbaum; gest. am 4. April 1956 in New York), jüdischer Karnevalist, seit 1919 eine feste Größe im Kölner Karneval, eng befreundet mit dem Kölner Liedermacher Willi Ostermann. Nach 1933 ließen ihn die Kölner Karnevalsgesellschaften kaum mehr auftreten - und das, obwohl Tobar eine kulturkonservative Weltsicht vertrat, die zum Geist der Zeit passte. Tobar konnte schließlich nur noch bei jüdischen Veranstaltungen auftreten. 1939 emigrierte er in die USA. Eintreten mochte kaum einer für ihn - wie der Widerstand der Karnevalisten ohnehin recht schwach war. Seinen Lebensunterhalt in den USA musste sich Hans Tobar nun als Maschinenarbeiter an einer Lederstanzmaschine verdienen. Vom "Fasteleer" konnte der "verdöschte Jüdd" aber trotzdem nicht lassen. Er gründete in New York eine Karnevalsgesellschaft, die mit Schunkeln und Singen Stimmung unter die Emigranten brachte. Nach Deutschland kehrte Hans Tobar nie mehr zurück. Er starb am 4. April 1956 in seiner neuen Heimatstadt New York.


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