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Hannah Luise von Rothschild

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Hannah Luise von Rothschild (geb. 1850; gest. 1892) war ein Mitglied der Rothschild-Familie. Sie gehört zu den Frankfurter Stifterinnen, die im Jahre 1890 in Frankfurt am Main die Heilanstalt Carolinum in der damaligen Bürgerstraße Nr. 7 (heute Ludwig-Rehn-Straße) zum Andenken an ihren Vater Mayer Carl von Rothschild (1820-1886) im Jahre 1890 gründete. Das Carolinum ist nach seinem Vornamen "Carl" benannt. Ursprünglich beherbergte das Gebäude eine Zahnklinik, ein ärztliches Laboratorium sowie eine Krankenstation mit Pflegebetten. Überwiegend wurden mittellose Frankfurter Bürger an Zahnerkrankungen im Carolinum behandelt. Die Heilanstalt existiert bis heute und liegt am Rande des Campus Niederrads der Frankfurter Universitätsklinik. Derzeit sind Hals-, Nasen-, Ohren-, und Augenklinik im Gebäude untergebracht. Der Campus Niederrad befindet sich am Theodor-Stern-Kai 7 in Frankfurt. [1]

Ihr Vater Freiherr Mayer Carl von Rothschild und Ihre Mutter Louise von Rothschild waren beide Enkel des Gründerpaares der Rothschild-Dynastie, Mayer Amschel Rothschild und Gutle Rothschild. Wie viele weibliche Mitglieder der Rothschildfamilie der dritten Generation war sie besonders der Wohltätigkeit verpflichtet. Neben der Gründung des Carolinums geht die Übergabe der 93.000 Bände umfassenden Familien-Bibliothek an die Stadt Frankfurt auf Hannah Luise von Rothschild zurück.

Hannah Luise von Rothschild verstarb unerwartet im Alter von erst 42 Jahren. Sie ist auf dem jüdischen Friedhof in der Rat-Beil-Straße in Frankfurt am Main begraben. Die von ihr gestiftete Heilanstalt überdauerte auch die Zeit der Inflation nach dem Ersten Weltkrieg. Dies war aufgrund einer Spende von 400.000 Mark durch ihre bis dahin noch lebenden Schwestern möglich.

Belege

Einzelnachweise

  1. Dörken, S. 79

Literatur

  • Edith Dörken: Berühmte Frankfurter Frauen, Verlag Otto Lembeck, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-87476-557-2

Weblinks


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