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Hanna Bergas

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Hanna Bergas, eigentlich Johanna Bergas, (geb. 11. März 1900 in Berlin; gest. im Januar 1987 in Kalifornien[1]) war eine deutsche Lehrerin, die am 1. April 1933 wegen ihrer jüdischen Abstammung Opfer des Berufsbeamtengesetzes geworden war. Sie wurde aus dem staatlichen Schuldienst entlassen und fand aufgrund ihrer Bekanntschaft mit Anna Essinger eine Anstellung im privaten Landschulheim Herrlingen. Noch im selben Jahr wurde sie Mitorganisatorin von dessen geheimer Auswanderung nach Kent im Südwesten Englands, wo sie mithalf, die Bunce Court School als Exilschule aufzubauen. 1937 ging sie als Lehrerin an eine weitere Schule im Exil, das Alpine Schulheim am Vigiljoch. Als dieses 1938 schließen musste, überführte sie zusammen mit ihrem Cousin Hellmut Schneider einen Teil der dortigen Kinder an die Bunce Court School. Anschließend half sie mit, die im Rahmen der Kindertransporte nach Großbritannien gekommenen Flüchtlingskinder zu betreuen. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen sie und Hellmut Schneider in die USA und lebten in Kalifornien.

Herkunft und Ausbildung

Aufgrund ihres[2] (siehe „Quellen“) lässt sich Hanna Bergas Lebensweg bis zu ihrer Entlassung aus dem Schuldienst weitgehend rekonstruieren.[3] Demnach wurde sie am 11. März 1900 in Berlin als Tochter des Kaufmanns Robert Bergas geboren. Sie sei „mosaischen Bekenntnisses“.

Hanna Bergas erhielt am 27. September 1919 an der Fürstin-Bismarck-Schule in Berlin-Charlottenburg das Reifezeugnis. Ab dem Wintersemester 1919/20 studierte sie in Berlin, später für ein Semester auch in Göttingen. Am 30. Juni und 1. Juli 1924 legte sie in Berlin mit dem Prädikat „gut“ die Lehramtsprüfung in den Hauptfächern Deutsch und Englisch sowie in Kunstgeschichte als Zusatzfach ab. Zuvor hatte sie schon am 28. Juni 1923 eine Universitätsprüfung für Griechisch abgelegt.

Ihr erstes Vorbereitungsjahr begann Hanna Bergas an Ostern 1925 am Hohenzollern-Oberlyzeum[4] Am 20. Mai des Jahres wurde sie vereidigt und wurde daneben kommissarisch am Lyzeum de Mugica[5] in Berlin-Moabit beschäftigt. An Ostern 1926 begann Hanna Bergas zweites Vorbereitungsjahr an der Schule, an der sie selber ihre Reifeprüfung abgelegt hatte (siehe oben).[6] Ihre kommissarisch Beschäftigung am Lyzeum de Mugica bestand weiter.

Am 9. März 1927 bestand Hanna Bergas die Pädagogische Prüfung, das 2. Staatsexamen, mit dem Prädikat „gut“; zum 1. April 1927 wurde ihr die „Anstellungsfähigkeit in Preußen“ zuerkannt, woraus aber noch keine feste Anstellung folgte: Sie wurde zunächst von April 1927 bis April 1929 an der „1. städtischen Studienanstalt (Aufbauschule Friedrichshain)“ ohne Festanstellung eingesetzt.[7] Ab 1. April 1929 erfolgte dann ihre Festanstellung als Studienrätin an der gleichen Einrichtung. Vom 1. April 1931 an unterrichte sie für ein halbes Jahr in Berlin-Lichtenberg, bevor sie am 1. Oktober 1931 wieder nach Charlottenburg zurückkehrte. Der Personalbogen verschweigt leider, an welche Schule.

In der Chronologie des Personalbogens gibt es keine weiteren Einträge mehr. Auf dessen Deckblatt allerdings prangt an oberster Stelle folgender Eintrag: „1.11.33 Ruhestand, BBG“. „BBG“ steht als Abkürzung für das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums und bedeutete Berufsverbot für jüdische und politisch missliebige Beamte. Hanna Bergas Cousin Hellmut Schneider traf das gleiche Schicksal am 1. Dezember 1933. Faktisch rausgeflogen aus dem Schuldienst aber war Hanna Bergas bereits am 1. April 1933. Sie beschreibt dieses Ereignis in ihren Erinnerungen:

„Kurz vor 8.00 Uhr, als ich im Schulgebäude ankam und in das Lehrerzimmer gehen wollte, sagte der Direktor in seiner üblichen freundlichen Weise ‚Guten Morgen‘, hielt mich auf und und bat mich stattdessen in sein Zimmer zu kommen. Als wir saßen, sagte er in einem ernsten, verlegenen Tonfall, er hätte den Befehl, mich zu bitten, nicht in mein Klassenzimmer zu gehen. Ich wüsste wahrscheinlich, sagte er, ich dürfe nicht mehr an einer deutschen Schule unterrichten. Ich wusste es, aber musste es so abrupt passieren? Die große Schlagzeile in der Zeitung sollte sofort befolgt werden, wie wir sahen. Er. bedauerte es sehr, versicherte mir Herr B.. Aber der Befehl konnte keine Überraschung mehr sein, weder für mich noch für ihn. Ich nahm mich zusammen: Es wurden nicht mehr viele Worte gewechselt. Ich habe meine Sachen im Lehrerzimmer eingesammelt. Es war in diesem Augenblick niemand drinnen, um sich zu verabschieden, denn alle anderen waren in das Klassenzimmer gegangen, in das er oder sie gehörte.[8]

Die große Schlagzeile in der Zeitung, auf die Hanna Bergas Bezug nimmt, betraf den Judenboykott, den das NS-Regime seit längerem geplant hatte und am 1. April 1933 in ganz Deutschland durchführen ließ.

Landschulheim Herrlingen

Für Hanna Bergas bestanden die Wochen nach ihrem Rauswurf darin, für sich eine neue Perspektive zu gewinnen. Sie gab privaten Unterricht, versuchte, ihre Angelegenheiten mit der Schulbehörde zu klären und schrieb Bewerbungen. Anfang Mai erhielt sie dann ein Angebot von Anna Essinger, die sie drei Jahre zuvor kennengelernt hatte. Essinger, die Direktorin des Landschulheims Herrlingen, wollte nicht länger Kinder im Nazi-Deutschland unterrichten und beabsichtigte, die Schule nach England zu verlagern.

Anna Essinger schlug Bergas vor, in den Sommermonaten in Herrlingen zu unterrichten und dann zusammen mit ihr, weiteren Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern auszuwandern. Diese Aktion, die die Zustimmung der meisten Eltern der jüdischen Kinder fand, wurde gut vorbereitet und nach außen gut abgeschirmt. Die teilnehmenden Kinder fuhren noch ganz normal zu ihren Eltern in die Sommerferien, doch sie sollten danach nicht wieder nach Herrlingen zurückkommen.[9]

Anna Essinger hatte nach längerem Suchen ein Haus in Otterden in der Grafschaft Kent gefunden. Dort traf Mitte September 1933 die erste Vorhut der künftigen Bunce Court School ein: sechs ältere Jungen und Mädchen sowie sechs Lehrer, die gemeinsam das Haus herrichten und die Ankunft der übrigen Schülerinnen und Schüler vorbereiten sollten.[9] Ende September/Anfang Oktober sammelten sich dann in Deutschland drei Gruppen, um auf getrennten wegen nach Ostende zu reisen.

„Gruppe l wurde vom Religionslehrer Martin Schwarz im Zug von Basel den Rhein entlang aufgesammelt. Gruppe 2 wurde von Paula und Anna Essinger von München über Stuttgart und Frankfurt eingesammelt und Gruppe 3 las die aus dem Schuldienst in Berlin entlassene Lehrerin Hanna Bergas über die Strecke Breslau-Berlin-Norddeutschland auf. Am Abend trafen dann 65 Kinder und sechs Erwachsene in Ostende ein. Drei große rote Busse holten sie am nächsten Tag in Dover ab. Zwei Engländerinnen bürgten für die Neuankömmlinge und erreichten, daß die Paßformalitäten am folgenden Tag in Bunce Court abgewikkelt werden konnten. Es gab von Seiten der englischen Behörden keinerlei Schwierigkeiten. […] Am nächsten Tag, dem 6. Oktober 1933, fand der erste Unterricht in ‚New Herrlingen‘, in Bunce Court statt.[9]

Hanna Bergas beschreibt in ihren Erinnerungen ausführlich den Abschied ihrer Gruppe am Berliner Bahnhof Zoo, der für sie auch ein Abschied von ihrer Mutter war, und auch die Reise nach Dover. Nach ihrem Rauswurf aus der Schule, den sie ihren ersten Exodus nannte, war für sie diese Reise nun ihr zweiter Exodus.[10]

Bunce Court School vor dem Zweiten Weltkrieg

Hanna Bergas hat. ausführlicher als Anna Essinger selber, in ihren Erinnerungen den Alltag in der Bunce Court School[11] und deren fortschreitenden Ausbau beschrieben.

Hauptartikel: Bunce Court School
Die Schülerzahlen aus dem Anfangsjahr stiegen kontinuierlich und damit auch die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach Hanna Bergas fühlten sie sich nach einiger Zeit glücklich und erschöpft zugleich.

„Der Grund letzteres war, dass wir unser geschäftiges Leben nicht durchsetzt hatten mit mehr oder weniger regelmäßigen Zeiten zur Entspannung und für Privates. Wir standen den Kindern die ganze Zeit über zur Verfügung, was natürlich gut war, sogar notwendig, um ein Haus für diejenigen zu schaffen, die so jung entwurzelt worden waren. Aber um alle gesund, widerstands- und leistungsfähig zu halten, musste dies allmählich verändert werden. Das Konzept ‚frei von Verpflichtungen‛ wurde eingeführt. Wir arrangierten verpflichtungsfreie Wochenenden, Abende und Ferien, zu deren Zeiten eine andere Person einem seine Pflichten übernehmen würde. Es wurde möglich, zu lesen, einen Brief zu schreiben, für ein paar Stunden oder ein Wochenende wegzugehen, ohne dabei unterbrochen oder vermisst zu werden. Solche Arrangements waren üblich für neue Mitarbeiter, die zuvor an anderen Orten gearbeitet hatten, und sie funktionierten von nun an auch in Bunce Court gut. Es wurde eine häufige und beliebte Angelegenheit, dass kleine Gruppen von dienstfreien Personen den Tag mit einer Frühstückszusammenkunft in einem privaten Raum begannen - eine Stunde später als an normalen Tagen – und mit dem Luxuseiner halben Grapefruit für jeden Teilnehmer. Ein Wochenende in London alleine oder mit Freunden oder ein Tag an der Küste konnte zu einer großen Erfrischung werden. Und es war eine Freude, das Interesse und die Freundlichkeit zu erleben, mit der man bei der Rückkehr wieder in die Gemeinschaft aufgenommen wurde.[12]

Hanna Bergas nahm ihre erste Auszeit im Sommer 1936, aber nicht ganz frei von Verantwortung, wie sie es als Konzept beschrieben hat: Nach längerer Vorplanung reiste sie in Begleitung einer fünfzehnjährigen Schülerin nach Südtirol zu einem Besuch im Alpinen Schulheim am Vigiljoch, dessen Co-Direktor ihr Cousin Hellmut Schneider war.[13] Während dieses Besuchs bahnte sich eine folgenreiche Entwicklung an, die durch „the close relationship between Helmut and me“ noch zusätzlichen Antrieb erhielt:

„Soll ich die gute und lohnende Arbeit in Bunce Court verlassen? War die Schule gut genug etabliert, um eine Person zu verlieren, die mit ihr eng vertraut war? Würde ein geeigneter Nachfolger gefunden? Das Problem musste nach der Rückkehr in Bunce Court geklärt werden. Und so geschah es dann, in Gesprächen mit Anna Essinger und anderen Mitarbeitern. Die endgültige Entscheidung und die aktive Vorbereitung für mein Ausscheiden wurden im Herbst 1936 getroffen, und im Winter, im Januar 1937, wurde ich auf dem Vigiljoch erwartet.[14]

Zwischenspiel am Alpinen Schulheim am Vigiljoch

Hanna Bergas blieb bis Herbst 1938 am Vigiljoch und leitete nach Marie Günther-Hendels Emigration das Schulheim zusammen mit Hellmut Schneider. Nach der Verabschiedung des italienischen Rassengesetzes am 1. September 1938 war jedoch absehbar, dass die Schule in Italien keine Zukunft haben würde. Es musste deshalb für alle Schülerinnen und Schüler eine Lösung gefunden worden, teils bei den eigenen Eltern, teils bei Verwandten oder auch an Schulen in anderen Ländern. Auch die Bunce Court School erklärte sich bereit, fünf Kinder aufzunehmen, und Anna Essinger teilte Hanna Bergas darüber hinaus mit, sie habe „noch aus früheren Jahren eine Erlaubnis für eine Erwerbstätigkeit in Großbritannien. Nun, durch die Flut von Immigranten, würden solche Permits nur an Haushaltshilfen vergeben. Später, wenn Helmut auch noch kommen wolle, würde es auch einen Platz für ihn geben; aber er müsste bloß für seinen Unterhalt arbeiten, da er kein Permit für Erwerbstätige hätte. Das waren wertvolle Angebote, die wir mit tiefer Dankbarkeit akzeptierten.“[15] Vermutlich im Oktober oder November 1938 kehrte Hanna Bergas an die Bunce Court School zurück, wohin ihr auch Hellmut Schneider folgte.

Kindertransporte und Zeit des Zeiten Weltkriegs

Dovercourt

Hanna Bergas Rückkehr nach England mündete sofort in ein besonderes Engagement, dessen Hintergrund Anna Essinger skizziert: „Mehrere von uns wurden von einem der Flüchtlingskomitees gebeten, beim Empfang der Kindertransporte zu helfen, die seit den Pogromen in Deutschland und Österreich nach England kamen. Zusammen mit einigen ehemaligen Helfern und einigen der älteren Kinder der Schule gingen sechs von uns nach Dovercourt, um die Kinder zu empfangen.“[16] Hanna Bergas war eine dieser sechs Personen, die dann vom Dezember 1938 bis Ende Januar 1939 geflüchtete Kinder in Dovercourt betreuten.[17]

Prototyp eines Butlin-Chalets, wie sie auch in Dovercourt ausgesehen haben.

Dovercourt, in der Nähe von Harwich, wo die meisten Kinder aus den Kindertransporten ankamen, war geplant worden als Sommercamp für etwa 1.000 schulpflichtige Kinder.[18] Das Camp bestand aus in Leichtbauweise errichteten Häuschen[19] und Schlafsälen, mit einer zentralen Halle für gesellige Zusammenkünfte, Mahlzeiten und gemeinschaftliche Aktivitäten. Dort war es Aufgabe der drei Lehrkräfte des Bunce-Court-Teams, „den Kindern zu helfen, sich in der fremden Umgebung niederzulassen und so viel Englisch wie möglich in kurzer Zeit zu lernen. Unsere vierte Person hatte die riesige Küche zu organisieren, die Mahlzeiten zu planen und die Arbeit aller leute in der Küche zu koordinieren, zeitweise bis zu zehn. Wir hatten kaum die Schlafsäle und die große Halle bereit zur Belegung, als der erste Transport ankam.“[20]

Hanna Bergas schildert ausführlich die Anstrengungen und Schwierigkeiten, die es gekostet hat, den Kindern eine halbwegs angenehme Ankunft in dem für sie fremden Land zu bereiten.[21] Doch dem Glücksgefühl, vielen Kindern zu einem Start in ein neues Leben verholfen zu haben, standen auch negative Erfahrungen gegenüber, wie Anna Essinger resümierte:

„Keiner von uns wird je die herzzerreißenden Tage und Wochen dort vergessen. Tausende von Kindern wurden gerettet, aber dies waren notwendigerweise eilig getroffene Vorkehrungen, und vielleicht war es nur natürlich, daß sich schwerwiegende Fehler nicht vermeiden ließen; Fehler, die wohl damit begannen, daß man Kindern erzählte, sie würden ein bequemes Leben haben, wenn sie von ihren Eltern weggingen und nach England kämen; Fehler von hiesigen Komitees, die glaubten, je schneller diese Kinder in englischen Familien unterkämen, desto besser wäre es für sie und die Gemeinschaft. Niemand von uns kannte die Kinder; in vielen Fällen waren nicht einmal die nackten Fakten ihrer Herkunft bekannt, und kaum jemand kannte die Familien, die sich anboten, sie bei sich aufzunehmen. Einige dieser Kinder erlebten, daß sie vährend dieser vier Jahre in acht bis zehn verschiedene Familien gesteckt wurden, und einige von den erst kürzlich zur Schule gestoßenen Neuen kamen infolge dieser übereilten und großzügigen Angebote, unbekannte Kinder aufzunehmen, hierher.[22]

Dieser Kritik schloss sich auch Hanna Bergas an, die es begrüßte, dass schließlich entschieden wurde, die Kinder statt in Familien ohne Supervision auch in privaten Heimen, Internaten oder Kinderheimen unterzubringen. So wurde dann auch die Bunce Court School, ähnlich der Stoatley Rough School, eine Heimstätte für eine begrenzte Anzahl von Kindern der Kindertransporte:

„Bunce Court wurde gefragt, oder erlaubt, zehn Kinder auszuwählen, die wir für unsere Art der Bildung als am meisten empfänglich hielten. Wir waren natürlich besser in der Lage, eine Entscheidung zu treffen als die Wochenendbesucher, weil wir mit diesen Kindern für mindestens ein paar Wochen gelebt hatten. Ich kann im Nachhinein sagen, dass diese zehn alle viel von dem profitierten, was wir für sie tun konnten, und sie wurden, wie unsere anderen Kinder, glückliche, nützliche Erwachsene, sowohl als Eltern als auch als Mitglieder der menschlichen Spezies.[23]

Einer dieser zehn Kinder, die auf die Bunce Court School gehen durften, war Leslie Baruch Brent, der 1938 als dreizehnjähriger Lothar Baruch per Kindertransport nach Dovercourt gekommen war. Für ihn war dies ein Glückstreffer, wie er sich erinnert:

„Dies war das dritte glückliche Ereignis in meinem Leben, das mein Überleben, meine Entwicklung und meinen Werdegang maßgeblich beeinflusst hat. Ich verbrachte nur etwa vier Wochen in dem Lager und entkam dem ‚Viehmarkt‛ sowie dem Trauma, das bei vielen der Kinder verursacht wurde, die von zukünftigen Pflegeeltern nicht beachtet oder in einem alles andere als positiven Umfeld untergebracht worden sind. War ich ein Sonntagskind, wie mein geliebter Vater mir 1942 in einer Nachricht vom Roten Kreuz ins Gedächtnis rief? Aber ja![24]

Und auch Hanna Bergas kann trotz allem ein positives Fazit ihrer Zeit in Dovercourt ziehen:

„Alle von uns, die im Camp Dovercourt Camp gearbeitet hatten, waren um vielen Erfahrungen reicher, als es am 1. Februar 1939 geschlossen werden konnte. Wir waren uns des Dienstes bewusst, den es getan hatte, und auch dessen, wie eine solche Aufgabe verbessert werden könnte, wenn sie in der Zukunft wieder nötig würde. Wir wurden von Zeitungen und Radioleuten interviewt, um die Flüchtlingshilfe in der Anti-Nazi-Welt zu verstärken.[25]

Zwischen Vorabend und Ende des Zweiten Weltkriegs

Nach der Arbeit in Dovercourt und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs stand die Bunce Court School vor schwierigen Aufgaben: Die Zehn Kinder aus Dovercourt mussten integriert werden, ebenso die fünf vom Alpinen Schulheim Vigiljoch, und hinzu kamen weiter zehn tschechische Kinder, 25 deutsche und 30 österreichische. Das machte die Anmietung zweier weiterer Gebäude notwendig.[26] Für die kleineren Kinder, vier bis sechs Jahre alt, wurde ein Landhaus in Chilham gefunden, das etwa 7 Meilen von Bunce Court entfernt war. Für eine Gruppe von zehn- bis zwölfjährigen Kindern wurde ein ehemaliges Kinderhospital, Kennaways, im fünf Meilen entfernten Faversham gefunden. „Helmut, ich und eine sehr nette englische Kollegin sollten diesen Ableger leiten. Zwei unserer älteren Mädchen, sechzehn Jahre alt, die halbtags in der Schule und halbtags im Haushalt arbeiteten, waren unsere Köchinnen und allseitigen Haushaltshelferinnen. Beide Orte, Chilham und Kennaways […] mussten für die Belegung vorbereitet werden, weshalb die Umzüge nicht vor Mitte September stattfinden konnten.“[27] Mitten in diese Umzugsvorbereitungen platzte der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Hanna Bergas beschreibt recht enthusiastisch die Zeit in Faversham, während der eine „gut funktionierende glückliche kleine Gemeinschaft“ entstanden sei. Deren Dauer war allerdings von vorherein begrenzt, denn in Bunce Court wurden in der Zwischenzeit zwei Wellblechbaracken zur Unterbringung von fünfzig bis sechszig Jungen errichtet. Im März 1940 zogen die beiden Außenposten dann wieder zurück nach Bunce Court.[28]

Der Kriegsverlauf veränderte das Leben der Schulgemeinde nachhaltig. An einem Maimorgen erschienen zwei Regierungsvertreter und teilten mit, dass ab sofort alle Lehrer, die keine Briten seien, und alle nicht-britischen Schüler, die sechzehn Jahre alt oder älter waren, als Enemy Aliens in ein Internierungslager zu gehen hätten. Innerhalb von zwei Stunden wurden etwa 15 Männer und Jungen abtransportiert. Einige Tage später mussten auch die nicht-jüdische Köchin, Gretel Heidt, und die sechzehnjährigen Mädchen folgen, und ebenso eine deutsch-jüdische Lehrerin, die noch nicht so lange an der Schule war. Gretel Heidt und die Mädchen wurden auf der Isle of Man interniert, die Männer und Jungen ebenfalls dort, aber auch in Australien und Kanada.[29]

Nur wenige Tage später erfolgte der nächste Schlag: Die Schule musste innerhalb von zehn Tagen evakuiert werden. Während Anna Essinger durchs Land reiste, um ein geeignetes Anwesen zu finden, wurde in Bunce Court der Umzug vorbereitet. Gefunden wurde schließlich ein Gebäudeensemble in der Nähe von Wem in der Grafschaft Shropshire, das allerdings weniger Platz als Bunce Coourt bot. „Der Umzug der Schule von den North Downs in Kent (das ab 1940 abgeschirmtes Militärgebiet war) nach Shropshire war ein organisatorisches Meisterwerk, vor allem, da das von TA [„Tante Anna“ = Anna Essinger] erworbene Landhaus (Trench Hall) viel kleiner war als gedacht. Der Umzug musste unglaublich schnell durchgefiíhrt werden, da die Behörden ihr nur ein oder zwei Wochen Zeit gelassen hatten, um Bunce Court zu räumen. Schließlich stellte sich heraus, dass Trench Hall den Bedürfnissen der Schule knapp gerecht wurde, auch wenn dies bedeutete, dass die Schlafsäle für die älteren Jungen aus einer Reihe von Ställen umgebaut werden mussten.“[30] Doch auch die umgebauten Ställe reichten nicht aus, weshalb das Angebot von Hilde Lion angenommen wurde, eine Gruppe jüngerer Kinder vorübergehend in der Stoatley Rough School unterzubringen.[31]

Trench Hall blieb während der gesamten Kriegszeit das Domizil der Schule. Hanna Bergas betrachtete ihren Umzug dorthin als ihren dritten Exodus, bekannte aber gleichwohl: „Obwohl wir Bunce Court vermissten, erkannten wir den großen Vorteil, während des Krieges in einem ziemlich sicheren Bereich zu sein. Wir hörten in der Luft das Getöse des Krieges, aber keine Bomben fielen jemals in der Nähe von Trench Hall.“[32]

Neustart und Lebensabend in den USA

Für Hanna Begas bestanden nie Zweifel daran, dass die Schule nach dem Krieg wieder nach Bunce Court, das in den vergangenen Jahren militätisch genutzt worden war, zurückkehren würde. Als Voraustrupp gingen im Winter 1945/1946 zwei Landwirtschaftslehrer („garden teachers“) nach Kent, um das Anwesen herzurichten. Schüler und Lehrer folgten dann im Frühling 1946.[33]

Bald danach nahm Bunce Court zwei vierzehnjährige Jungen, Sam und Joel, auf, Waisenkinder, die ein Konzentrationslager überlebt hatten. „Sam und Joel wurden mehr und mehr dankbar für die Fürsorge, die sie in Bunce Court erfuhren, und im Jahr 1948 waren sie glückliche Empfänger des Abschlußzeugnisses der Schule, eine beträchtliche Leistung von ihnen beiden wie auch von ihren Lehrern. Die Schule ihnen die weitere Ausbildung und das Studium, so wie es unsere Gewohnheit war; und eine Reihe von Jahren später, als ich in San Francisco lebte, erhielt ich einen Anruf von Samuel Oliver, der dabei war, ein Rabbiner zu werden, in Oakland auf der anderen Seite der Bucht von San Francisco.“[34]

Die Bunce Court School, gegründet und funktionierend als Zufluchtsort für europäische Kinder aus jüdischen Familien, die den Verfolgungen der Nazis ausgesetzt gewesen waren, verlor in den Nachkriegsjahren zunehmend diese Funktion. Familienzusammenführungen fandes statt, andere Kinder hatten ein Alter erreicht, das sie veranlasste, ihr Leben außerhalb der Schule fortzusetzen – der Nachwuchs blieb aus, und Bunce Court beherbergte fast ausschließlich nur Kinder, die noch kein anderes zu Hause gefunden hatten oder vorerst zu jung dazu waren, selbständig außerhalb der Schule zu leben.[35]

Diese Situation, in der allmählich die Anzahl der Erwachsenen die Anzahl der Schüler überstieg, bewogen Hanna Bergas und Hellmut Schneider, sich Pläne über ihre Zukunft außerhalb von Bunce Court zu machen. Hellmut Schneider ging bereits im Frühjahr 1947 in die USA, Hanna Bergas Einreisepapiere folgten im Sommer 1948. Im August reiste sie ab. „Die endgültige Auflösung unseres vielfältigen Haushaltes dauerte noch ein paar Monate.“[36] In Bunce Court blieben nur noch Anna Essinger und ihre beiden Schwestern zurück.

Hanna Bergas und Hellmut Schneider ließen sich in in Mountain View nieder. Sie wurde Lehrerin an der Peninsula School, deren Co-Direktor zwischen 1949 und 1952 Werner Warmbrunn war, ehemaliger Schüler der Quäkerschule Eerde. Hanna Bergas „starb am 11. Januar 1987, nachdem Helmut ihr ein Jahr zuvor vorausgegangen war. Einen Monat später wurde von der Peninsula School, an der sie viele Jahre unterrichtet hat, eine Gedenkfeier für sie veranstaltet. Ich war sehr gerührt, als ich und mein alter Freund Ernst Weinberg gebeten wurden, eine Ansprache zu halten.“[37]

Quellen

Literatur

  • Sara Giebeler: Das Landschulheim Herrlingen − gegründet von Anna Essinger. In: Sara Giebeler, Axel Holtz, Peter Wilhelm A. Schmidt, Susanne Trachsler-Lehmann: Profile jüdischer Pädagoginnen und Pädagogen, Klemm und Oelschläger, Ulm, 2000, ISBN 978-3-932577-23-9
  • Leslie Baruch Brent: Ein Sonntagskind? Vom jüdischen Waisenhaus zum weltbekannten Immunologen. BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin, 2009, ISBN 978-3-8305-1702-3.
  • Hildegard Feidel-Mertz (Übersetzung: Andrea Hammel): Integration and Formation of Identity: Exile Schools in Great Britain, in: Shofar. An Interdisciplinary Journal of Jewish Studies, Volume 23, Number 1, Fall 2004, S. 71–84.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Leslie Baruch Brent (früher: Lothar Baruch) erwähnt, dass Hanna Bergas an der Peninsula School in Palo Alto unterrichtet habe. Das lässt den Schluss zu, dass sich ihr Wohnsitz in Mountain View (Santa Clara County, Kalifornien) befand, da dieses Mountain View ebenso wie Palo Alto im Santa Clara County liegt. Die Passage über Hanna Bergas in Brents Buch ist online einsehbar: Baruch Brents Ein Sonntagskind bei Google Books. Leslie Baruch Brent: Ein Sonntagskind? Vom jüdischen Waisenhaus zum weltbekannten Immunologen, BWV, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin, 2009 (2. Aufl. 2012), ISBN 978-3-8305-1702-3, S. 87.
  2. Personalbogens für Lehrkräfte der „höheren Lehranstalten“
  3. Alle nachfolgenden Angaben stammen, soweit keine anderen Angaben gemacht werden, aus dieser Quelle.
  4. Hohenzollern-Oberlyzeum in der Deutschen Digitalen Bibliothek in Berlin-Wilmersdorf
  5. Lyzeum de Mugica in in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  6. Auf dem Personalbogen ist vom „Bismarck-Lyzeum im Grunewald“ die Rede. Da der Grunewald zum Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf gehört, kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei der „Fürstin-Bismarck-Schule“ in Charlottenburg und dem „Bismarck-Lyzeum im Grunewald“ um ein und dieselbe Schule handelte.
  7. Zur Geschichte dieser Einrichtung siehe: l. Städtische Studienanstalt und 12. Lyzeum mit Aufbauschule & Geschichte des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums.
  8. Hanna Bergas: Fifteen Years – Lived among, With and For Refugee Children, S. 1–2. „Briefly before 8:00 a.m. when I arrived at the school building and headed for the staff room, the principal, saying ‚Good morning‘ in his customary friendly way, stopped me, and asked me to come to his room instead. When we were seated, he said, in a serious, embarrassed tone of voice, he had orders to ask me not to go into my classroom. I probably knew, he said, I was not permitted to teach anymore at German school. I did know, but was it to happen so abruptly? The big headline in the paper was to be obeyed immediately, we saw. Mr. B. was extremely sorry, he assured me. But the command could not be more of a surprise to me than to him. I collected myself: not many more words were exchanged. I also collected my belongings in the staff room. There was nobody in at that moment to say goodbye to, because everybody else had gone to the classroom in which he or she belonged.“
  9. 9,0 9,1 9,2 Sara Giebeler: Das Landschulheim Herrlingen, S. 40–74
  10. Hanna Bergas: Fifteen Years – Lived among, With and For Refugee Children, S. 4–6. Anders als Giebeler, die schreibt, dass Anna Essinger die zweite Reisegruppe begleitet habe, erinnert sich Bergas, dass Anna Essinger in England gewesen sei und die Gruppen in Dover erwartet habe.
  11. Zur Geschichte des Hauses und der Schule siehe auch: Bunce Court, Otterden
  12. Hanna Bergas: Fifteen Years – Lived among, With and For Refugee Children, S. 27. „The reason for the latter was that we had not interspersed our busy life with more or loss regular periods of relaxation and privacy. We had been available to the children all the time, which was, of course, good, even necessary to create a home for those who had been uprooted so young. But in order to keep everybody healthy, resilient and capable, this had gradually to be modified. The concept of ‚off duty‛ was introduced. We arranged for off-duty weekends and evenings and for vacations, at which times another person would take over one's duties. It became possible to read, to write a letter, to go away for a few hours or a weekend without being ínterrupted or missed. Such arrangements had been the usual ones for new staff who had worked in other places before, and they worked satísfactorily at Bunce Court from now on too. It became a frequent and well-liked feature that little groups of off-duty people started the day with a breakfast gathering in a private room – an hour later than on norıal days – with the luxury of half a grapefruit for each participant. A weekend in London alone or with friends, or a day at the seashore, could become a great refresher. And it was a joy to experience the interest and friendliness with which one was greeted back in the community on return.“
  13. Hanna Bergas: Fifteen Years - Lived among, With and For Refugee Children, S. 28
  14. Hanna Bergas: Fifteen Years – Lived among, With and For Refugee Children, S. 30. „Should I leave the good and rewarding work at Bunce Court? Was the school well enough established to lose a person who was intimately familiar with it? Would a suitable successor be found? The problem was to be cleared in Bunce Court after return. And so it was, in talks with Anna Essinger and other members of the staff. The final decision and the active preparation for my leaving were made in fall, 1936, and in the winter of the year, in January, 1937, I was expected on the Vigiljoch.“
  15. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 36-37. „I still had, she stressed, a permit for ‚gainful employment‛ in Britain from former years. Now, since the flood of immigrants, such permits were only given to "domestic" workers. Later on, when Helmut wanted to come over too, there would also be a place for him; but he would have to work merely for his keep, as he had no permit for ‚gainful employment‘. These were lost valuable offers which we accepted with profound gratitude.“
  16. Anna Essinger: Die Bunce Court School (1933–1943), S. 77
  17. Sie selber berichtet nur von vier Personen, wobei offen bleibt, ob sie die von Anna Essinger erwähnten älteren Kinder in ihrer Zählweise mit berücksichtigt.
  18. Nach Leslie Baruch Brent (Ein Sonntagskind?, S. 65) war Dovercourt eines der neun von Billy Butlin zwischen 1936 und 1966 im Vereinigten Königreich und Irland geplanten Ferienlager, von denen einige während des Zweiten Weltkriegs zu Auffanglagern umfunktioniert worden seien. Zu Billy Butlin siehe auch den Artikel in der englischen WIKIPEDIA: Billy Butlin. Dort wird auch auf dessen Camp in Dovercourt eingegangen.
  19. Ein besseren Eindruck vom Camp als das nebenstehende Bild gibt ein Foto auf der Webseite des „United States Holocaust Memorial Museum“: Jewish refugee children from Germany — part of a Children's Transport (Kindertransport) — at the holiday camp at Dovercourt Bay
  20. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 39. „… to help the children to settle in the strange surroundings and to learn as much English as possible in a short time. Our fourth person was to organize the huge kitchen, to plan the meals, and to coordinate the work of all the people in the kitchen, up to ten at time. We had scarcely got the dormotories and the big hall ready for occupancy when the first transport arrived.“
  21. Aus der Erfahrung aus Sicht eines ehemaligen Kindertransport-Kindes: Leslie Baruch Brent: Ein Sonntagskind?, S. 65-69
  22. Anna Essinger: Die Bunce Court School (1933–1943), S. 77
  23. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 42. „Bunce Court was asked, or permitted, to select ten children whom we considered most congenial to our way of education. We were, of course, better able to make a decision than the weekend visitors, as we had lived with these children for at least a few weeks. I can sys in retrospect that those ten all profited much from what we could do for them, and became, as our other children, happy, useful adults, both as parents and as members of the human species.“
  24. Leslie Baruch Brent: Ein Sonntagskind?, S. 69.
  25. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 42. „All of us who had worked at Dovercourt Camp were richer by many experiences when, on February First, 1939, it could be closed; we were conscious of the service it had done, and also of how, if such a task were needed again in the furure, it could be improved on. We were interviewed by newspapers and radio people to stimulate refugee help across the anti-Nazi world.“
  26. Hildegard Feidel-Mertz: Integration and Formation of Identity, S. 82
  27. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 44. „Helmut, myself and a very nice English colleague (female) were to conduct this branch. Two of our older girls, sixteen years of age, who worked half-time at school and half-time in the household, were to be our cooks and general household helpers. Both places, Chilham and Kennaways […] had to be readied for occupancy, so the moves could not take place until the middle of September.“
  28. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 45
  29. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 45, S. 58–59
  30. Leslie Baruch Brent: Ein Sonntagskind?, S. 76
  31. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 52
  32. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 64. „Though we missed Bunce Court, we realized fully the great advantage of being in a fairly safe area during the war. We heard the roaring of the war in the air, but no bombs ever fell near Trench Hall.“
  33. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 65–66
  34. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 69. „Sam and Joel became more and more appreciative of the care they experienced at Bunce Court, and in 1948 they ware happy recipients of the ‚School Certificate‘, a considerable achievement both by them and by their teachers. The school launched them into further training and studies, as was our custom; and a number of years later, when I lived in San Francisco, I received a telephone call one day from Samuel Oliver, who was on the way to become a rabbi in Oakland across the Bay.“
  35. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 70–71
  36. Hanna Bergas: Fifteen Years, S. 72. „The final termination of our multifaceted household took another few month.“
  37. Leslie Baruch Brent: Ein Sonntagskind?, S. 88


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