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Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens

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Das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens ist ein von den Schweizer Volkskundlern Eduard Hoffmann-Krayer und Hanns Bächtold-Stäubli herausgegebenes Fachlexikon in 10 Bänden, das in den Jahren 1927–1942 im Verlag Walter de Gruyter erschienen ist (Sigle: HdA). Nachdrucke der Originalausgabe erfolgten 1975, 1987, 2000 und 2002; im Jahr 2006 erschien eine digitale Ausgabe auf CD-ROM.

Entstehung

Das Lexikon war ursprünglich als eine erweitere Neubearbeitung von Adolf Wuttkes Deutschem Volksaberglauben der Gegenwart geplant, dieser Plan wurde aber wieder verworfen. So heißt es im Vorwort des ersten Bandes von 1927:

Zwar haben wir schon eine Zusammenfassung deutschen Aberglaubens in Adolf Wuttkes Deutschem Volksaberglauben der Gegenwart. Dieses Werk war seinerzeit eine außerordentlich verdienstvolle Leistung. Für grundlegende Forschung ist es aber heute sowohl in bezug auf das mitgeteilte Material als auch die gegebenen Erklärungen ungenügend.[1]

Weitere Planungen sahen ein mehrbändiges thematisches Werk vor, bis sich schließlich, in Korrespondenz mit dem Verlag und dem Verband deutscher Vereine für Volkskunde, für die Form des Lexikons entschieden wurde.[2]

Rezeption

Die zeitgenössische Rezeption war größtenteils positiv, da eine einfache Einstiegshilfe in den Bereich des Aberglaubens bis dato fehlte und vor allem von den Nachbardisziplinen positiv vermerkt wurde. Auch verschaffte das Werk der Volkskunde als akademische Disziplin mehr Anerkennung.[3] Kritische Stimmen bemängelten Schwachpunkte, die noch bis heute immer wieder vorgetragen werden, hierzu gehört u.a. das zu starke Verweisen bei ausgefallenen Stichwörtern sowie die mangelnde Kritik und Kontextualisierung des erhobenen Materials. Die Verfasser hätten mehr Wert auf Vollständigkeit denn auf sorgsame thematische Aufbereitung gelegt. So schreibt auch Christoph Daxelmüller im Vorwort des Nachdrucks von 1987:

Aus heutiger Sicht allerdings trifft diese Kritik Försters nicht nur zu, sie offenbart auch eine fundamentale Schwäche des gesamten Werks; denn über dem Bemühen, aus möglichst vielen Quellen und Informationen ohne Rücksicht auf historische und soziale Bedingungen und Verläufe eine Phänomenologie des Aberglaubens zu entwickeln, blieb die Geschichte populärer Vorstellungen von den Dingen und Ereignissen der Welt auf der Strecke.[4]

Einzelnachweise

  1. Hanns Bächtold-Stäubli: Vorwort. In: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Bd. 1, de Gruyter, Berlin 1927, S. 5–7, hier S. 5.
  2. Christoph Daxelmüller: Vorwort des Nachdruckes. In: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Bd. 1, Reprint. de Gruyter, Berlin 1987, S. 5–39, hier S. 14.
  3. ebd., S. 19
  4. ebd., S. 20.

Literatur

  • Hanns Bächtold-Stäubli: Vorwort. In: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Bd. 1, de Gruyter, Berlin 1927, S. 5–7.
  • Christoph Daxelmüller: Vorwort des Nachdruckes. In: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Bd. 1, Reprint. de Gruyter, Berlin 1987/2000, ISBN 3-11-016860-X, S. 5–39.

Weblinks


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