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Handbreit

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Von der Hand abgeleitete Längenmaße. Strecke 2 oder 3 entspricht der Handbreit (im Englischen als hand bzw. palm[1] bezeichnet), Strecke 5 oder 6 der Fingerbreit (im Englischen als finger bzw. digit bezeichnet).

Der Begriff Hand oder Handbreit bezeichnet ein Längenmaß, das sich an der Breite der Handfläche orientiert. Es gibt dieses Maß seit der Antike mit verschiedenen Bezeichnungen und Definitionen:

  • 4 Fingerbreit (= ¼ Fuß, je nach Definition für den Fuß ca. 7,62 cm)
    • im alten Ägypten: Schesep = 4 Djeba, 7,48 cm
    • im alten Griechenland: παλαιστή (palaiste) = 4 δάκτυλοι (daktyloi) = ¼ πους (pous)
    • im alten Rom: palmus = 4 digitus = ¼ pes[2]
  • 4 Zoll = ⅓ Fuß
    • als „hands“ bzw. „hands high“ im Englischen als Größenmaß für Pferde (je nach Definition für Zoll bzw. Fuß ca. 10,16 cm)
  • Dezimeter (dm = 10 cm)
  • USA: 1 Hand = 4 Inch = 10,16 Zentimeter[3]

Die Hand als Maß wird auch in der Bibel erwähnt.

Faust

Aus dem islamischen Kulturkreis ist die „Faustlänge“ bekannt als die kürzeste Länge, auf die der Bart gestutzt werden darf, sie entspricht der Länge der Faust (also etwa eine Handbreit). Auch in Österreich gab es das Längenmaß Faust, welches zur Messung der Höhe eines Pferdes verwendet wurde und damit dem englischen „hands“ entsprach.

Redewendung

In Seefahrtskreisen ist der Wunsch „Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!“ ähnlich weit verbreitet wie beim Skifahren das meist missverstandene „Hals- und Beinbruch“.

Weblinks

 Wiktionary: Handbreit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Auch in den Niederlanden war die Handbreit die „Palm“: Georg Kaspar Chelius: Maß- und Gewichtsbuch. Verlag der Jäger'schen Buch-, Papier- und Landkartenhandlung, Frankfurt am Main 1830, S. 237.
  2. Sie betrug 2,46 Schweizer Zoll laut: J. M. Dold: Verhältnisse der Münzen, Maße u. Gewichte aller Länder zu den neu Schweizerischen. J. Weilenmann, Uster 1853, S. 40.
  3. Edward Wight Washburn: International Critical Tables of Numerical Data, Physics, Chemistry and Technology, Band 1, National Academies, London 1926, S. 13.


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