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Chana Orloff

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Adlerpaar Museum of Art Ein Harod, Israel

Chana Orloff, auch Hanna Orloff genannt, (geb. 12. Juli 1888 in Kostjantyniwka, Ukraine; gest. 18. Dezember 1968 in Tel Aviv, Israel) war eine in der Ukraine geborene israelische Bildhauerin.

Biografie

Chana Orloff immigrierte mit ihrer jüdischen Familie 1904 nach Pogromen aus der Ukraine ins britische Mandatsgebiet Palästina. Nach sechs Jahren zog sie nach Paris, wo sie sich in die École nationale supérieure des arts décoratifs de Paris einschrieb. Nach einem Jahr, 1911, wechselte sie in die Académie Russe am Montparnasse, um dort eine Ausbildung in Bildhauerei zu beginnen. Dort kam sie in Kontakt mit den Künstlern Chaim Soutine, Amedeo Modigliani, Jules Pascin und Ossip Zadkine.

Werk

Ab 1913 stellte sie ihre Werke aus, zuerst im Salon d'Automne, anschließend im Salon des Tuileries und Salon des Indépendants. Seit damals wurde sie den Künstlern der École de Paris zugerechnet.

Chana Orloff und Amedeo Modigliani

Als Orloff die achtzehnjährige Kunststudentin Jeanne Hébuterne kennenlernt, die vorher bereits in Tsuguharu Fujita ausgestellt hatte, wurde sie im März 1917 Modigliani vorgestellt.

Chana Orloffs Sohn

In 1917 heiratete Orloff den Dichter Ary Justman, mit dem sie einem gemeinsamen Sohn Didi hatte. Justman starb 1919 an der Spanischen Grippe. Zahlreiche ihre Werk, die sie danach kreierte haben das Thema: Mein Sohn, Didi, Kinder, Mutterschaft usw..

Ausstellungen

Ab 1928 stellte sie in New York, Zürich, Tel Aviv (ab 1935 in dem damals geöffneten Tel Aviv Museum), Paris (Petit Palais) aus und ging 1949 nach Tel Aviv. Zahlreiche Arbeiten entstanden nun zum Thema Tierfiguren.

Den Zweiten Veltkrieg verbrachte sie als Flüchtling mit ihrem Sohn in Genf in der Schweiz. Nach dem Weltkrieg kam ihr großer Durchbruch und Anerkennung. In Europa, in den USA und Israel fanden Ausstellungen zur Retrospektive statt. In Israel wurde ihr Werk zunächst der Deutsche Schule, Kubistischen Schule und der Jüdischen Schule von Paris zugerechnet. Während der Vorbereitung einer großen Ausstellung ihres Werks in Tel Aviv verstarb Chana Orloff 1968.

Weblinks

 Commons: Chana Orloff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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