Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Halva

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Halva
Pistazien-Halva
Russische Halva aus Sonnenblumenkernen

Halva ist eine Süßwarenspezialität, die ursprünglich aus Indien, Iran und Zentralasien stammt. Bekannt ist Halva aber auch in Vorderasien, Südosteuropa und Osteuropa.

Etymologie

Im Arabischen wird die Süßspeise als Halawa / ‏حلاوة‎ / ḥalāwa bezeichnet, welches sich von der Wurzel ‏حلو‎ /‚süß‘ ableitet; in Polen ist sie unter dem Namen Chałwa sehr beliebt. In der Türkei heißt sie Helva, während sie in Deutschland auch als Türkischer Honig bekannt ist. In Serbien wird sie unter den Namen Alva oder Halva angeboten, im übrigen ehemaligen Jugoslawien unter Halva. Im Bulgarischen und Russischen ist sie unter Chalwa (bulgarisch und russisch Халва; Betonung auf dem Endvokal) bekannt.

Zutaten

Obwohl sich die Zutaten von Nation zu Nation partiell voneinander unterscheiden, besteht die Grundmasse generell aus einem Mus von Ölsamen und Zucker oder Honig. Durch Zugabe von Vanille, Kakao, Nüssen, Mandeln oder Pistazien wird Halva verfeinert bzw. aromatisiert.

In der industriellen Herstellung wird überwiegend Zucker oder Glukosesirup statt Honig verwendet und es werden künstliche Aromen wie z. Bsp. das Ethylvanillin eingesetzt. Betriebe aus der ökologischen Landwirtschaft verzichten dagegen weitestgehend auf raffinierten Zucker und künstliche Aromen.

Zusatzstoffe in Halva

Umstritten dagegen ist die Verwendung von Seifenkraut als Zusatzstoff. Von den Behörden wird argumentiert, dass Seifenkraut als Aufschlagmittel zugesetzt wird, weshalb das Seifenkraut zwischenzeitlich in der EU nicht zugelassen war.[1] Durch Intervention der Türkei nach der Einführung des Verbots hat der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit der EU Seifenkrautextrakt als „charakteristische Zutat“ in Halva und damit als zulässig eingestuft.[2]

Landestypische Variationen und Besonderheiten

In Iran und der Türkei ist Tahin-Helva, das aus Sesammus (Tahina) hergestellt wird, am häufigsten verbreitet. In der türkischen Küche wird Helva aber auch in zwei anderen Variationen (Grießhelva und Mehlhelva) hergestellt.

In der russischen Küche wird Chalwa (russisch Халва) meist aus Sonnenblumenkernmus hergestellt.

In der griechischen Küche wird Halvas (neugriechisch Χαλβάς) auch aus Hartweizengrieß hergestellt.

In der indischen Küche bezeichnet Halva eine Süßware in Form einer dickgerührten Paste oder eines Auflaufs wie z. B. Karotten-Halva, Kichererbsen-Halva oder Ingwer-Halva.

Eine dem Halva ähnliche Süßwarenspezialität ist der spanische Turrón.

Sonstiges

Halva bzw. Halawa ist zudem die Bezeichnung für ein hauptsächlich aus Zucker und Zitronensaft bestehendes orientalisches Haarentfernungsmittel.

Einzelnachweise

  1. Dr. Gabriele Krämer, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, 2008
  2. LGL Bericht 2008, zitiert nach http://www.lgl.bayern.de/publikationen/doc/jahresberichte/2008/kapitel_3.pdf

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Halva aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.