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HaMisrachi

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HaMisrachi
hebr. ‏המזרחי
Partei­vorsitzender Jizchak Jakob Reines
Jehuda Leib Maimon
David-Zwi Pinkas
Mordechai Nurock
Gründung 1902
Auflösung Juni 1956
Aus­richtung Religiöser Zionismus
Parlamentsmandate 2[1]

HaMisrahi (hebr. ‏המזרחי‎, Misrachi, ein Akronym von Merkaz Ruhani (hebr. ‏מרכז רוחני‎), lit. Religiöses Zentrum) war eine Partei in Israel und eine der Gründungsparteien der Nationalreligiösen Partei.

Geschichte

Die religiös-zionistische Misrachi-Bewegung wurde im Jahr 1902 in Vilnius gegründet. Eine der Misrachi-Bewegung nahestehende Gewerkschaft wurde im Jahr 1921 unter dem Namen HaPo’el haMisrachi gegründet. Im Völkerbundmandatsgebiet Palästina wandelte sich die Bewegung in die Partei HaMisrachi.

An der ersten Wahl in Israel nach der Unabhängigkeitserklärung am 25. Januar 1949 nahm die Partei in einem Wahlbündnis mit den Parteien Agudat Jisra’el, Poalei Agudat Jisra’el und HaPo’el haMisrachi unter dem Namen HaChasit haDatit haMe’uchedet (Vereinigte Religiöse Front) teil. Das Wahlbündnis erlangte bei der Wahl 16 Sitze in der ersten Knesset, vier davon stellte HaMisrachi und wurde somit die drittgrößte Fraktion in der Knesset nach Mifleget Poalei Eretz Israel (Mapai) und Mapam.[2] In der ersten Koalitionsregierung unter dem Ministerpräsdidenten David Ben-Gurion wurde Jehuda Leib Maimon Minister für Religion und Veteranen.[3] Aufgrund von unterschiedlichen Ansichten über den Religionsunterricht und die Auflösung des Ministeriums für Rationierung und Versorgung sowie die beabsichtigte Berufung eines Unternehmers als Minister für Handel und Industrie verließ die Vereinigte Religiöse Front die Regierungskoalition.[4] Nachdem die unterschiedlichen Ansichten geklärt waren, wurde, unter Beteiligung von HaMisrachi, die zweite Regierung unter Leitung von David Ben-Gurion gebildet. Jehuda Leib Maimon wurde wieder Minister für Religion und Veteranen.[5]

Zur zweiten Wahl am 30. Juli 1951 trat HaMisrachi ohne Partner an und gewann zwei Sitze in der Knesset.[6] Bei der folgenden Regierungsbildung mit David Ben-Gurion als Ministerpräsident, übernahm Mordechai Nurock das Amt des Postministers und David-Zwi Pinkas das des Transportministers.[7] Bei den Neubildungen des Regierungskabinetts 1952, 1954 und 1955 während der zweiten Legislaturperiode übernahm kein Mitglied der HaMisrachi einen Ministerposten, unterstützte die Regierung aber in der Regierungskoalition.[6]

Bei der dritten Wahl am 26. Juli 1955 trat HaMisrachi in einem Wahlbündnis mit der Partei HaPo’el haMisrachi unter dem Namen Nationalreligiöse Front an.[1] Das Wahlbündnis gewann elf Abgeordnetenmandate in der dritten Knesset, davon entfielen zwei Mandate auf HaMisrachi, und wurde somit die viertgrößte Fraktion in der Knesset.[8] Im Juni 1956 fusionierten die Partner der Wahlbündnisses zur Nationalreligiösen Partei, die bis zur Gründung der Partei HaBajit haJehudi (Das Jüdische Haus) am 18. November 2008, es fusionierten die Parteien Nationalen Union (NU), Moledet, Tkuma und die Nationalreligiöse Partei, existierte.[9]

Abgeordnete in der Knesset

Knesset
(Anzahl Mandate)
Abgeordnete der Knesset Anmerkungen
Erste
(4)
Jehuda Leib Maimon, Mordechai Nurock, David-Zwi Pinkas, Abraham-Chaim Shag Wahlbündnis von HaMisrachi, Agudat Jisra’el, Poalei Agudat Jisra’el und HaPo’el haMisrachi mit dem Namen HaChasit haDatit haMe’uchedet (Vereinigte Religiöse Front)[10]
Zweite
(2)
Mordechai Nurock, David-Zwi Pinkas (ersetzt durch Schlomo Jisra’el Ben Me’ir)
Dritte
(2)
Mordechai Nurock, Schlomo Jisra’el Ben Me’ir Wahlbündnis von HaMisrachi und HaPo’el haMisrachi unter dem Namen Nationalreligiöse Front. Während der dritten Legislaturperiode der Knesset wurde der Name auf HaPo’el haMisrachi-HaMisrachi geändert, bevor beide Parteien zur Nationalreligiösen Partei fusionierten.[1]

Weblinks

  • Mizrahi. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 14. Februar 2014.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 National Religious Front. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 15. Februar 2014.
  2. Factional and Government Make-Up of the First Knesset. Knesset, abgerufen am 15. Februar 2014.
  3. Government 1. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 15. Februar 2014.
  4. Timeline 1950. Jewish Agency for Israel, archiviert vom Original am 8. Oktober 2008, abgerufen am 15. Februar 2014.
  5. Government 2. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 15. Februar 2014.
  6. 6,0 6,1 Factional and Government Make-Up of the Second Knesset. Knesset, abgerufen am 15. Februar 2014.
  7. Government 3. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 15. Februar 2014.
  8. Factional and Government Make-Up of the Third Knesset. Knesset, abgerufen am 15. Februar 2014.
  9. Nationalreligiöse Partei aufgelöst. In: Israel Heute. 4. November 2008, abgerufen am 15. Februar 2014.
  10. United Religious Front. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 15. Februar 2014.


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