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Hübsche Familien

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Die Hübschen Familien bildeten im 18. und frühen 19. Jahrhundert in Kurhannover und im frühen Königreich Hannover den zweiten Stand in der Ständegesellschaft.[1]

Wortherkunft

Etymologisch steht das Wort hübsch im Zusammenhang mit „höfisch“.[2]

Staatspatrizier

In der Ständeordnung bildeten die Hübschen Familien nach der „regierenden Aristokratie“ eine bürgerliche Oberschicht. Da die Hübschen Familien in der Hierarchie im Staatsdienst den Rang von Geheimen Sekretären beanspruchten, wurde dieser Stand auch „Sekretografie“ oder „Staatspatriziat“ genannt.[1]

Die „bei Hofe“ zugelassenen hübschen Familien achteten untereinander, ebenso wie der Adel, auf Ebenbürtigkeit und Homogenität, außerdem auf vergleichbare Besitz- und Traditionsverhältnisse. So grenzten sich die Familien gegen andere Bürger wie etwa Kaufleute, Anwälte oder Ärzte ab.[1]

Bekannte Familien

Zu den – teilweise nobilitierten – Hübschen Familien zählten unter anderem Angehörige der Familien von[1]

Gemälde, Gouachen, Kostbarkeiten

Das Historische Museum Hannover besitzt ein Werk, das den hübschen Familien zugeordnet wird:

Literatur

  • Joachim Lampe: Aristokratie, Hofadel und Staatspatriziat in Kurhannover. Die Lebenskreise der höheren Beamten an den kurhannoverschen Zentral- und Hofbehörden 1714–1760, in: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Folge 24, Untersuchungen zur Ständegeschichte Niedersachsens, Heft 2, hrsg. von der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1963
    • Band 1: Darstellung
    • Band 2: Beamtenlisten und Ahnentafeln
  • Henning Rischbieter (Hrsg.): Hannoversches Lesebuch oder: was in Hannover und über Hannover geschrieben, gedruckt und gelesen wurde, Band 1: 1650–1850, 3. Auflage, Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft, ISBN 3-87706-039-0, S. 64f. und S. 145ff.
  • H. Barmeyer: Hof und Hofgesellschaft in Hannover, in: Hans-Dieter Schmid (Hrsg.): Hannover – am Rande der Stadt, in der Reihe Hannoversche Schriften zur Regional- und Lokalgeschichte, Band 5, Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte, 1992, ISBN 3-927085-44-8, S. 67–89
  • Klaus Mlynek: Hübsche Familien, in: Stadtlexikon Hannover, S. 310

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 Klaus Mlynek: Hübsche Familien (siehe Literatur)
  2. Stichwort „hübsch“ im Grimmschen Wörterbuch.
  3. Hartmut von Hinüber: Schlussbemerkung, in: „ . . die wahre Intention unsers allergnädigsten Königs“ – Das Profil der hannoverschen Familie v. Hinüber, in: Berichte aus dem Heimatland, hrsg. vom Heimatbund Niedersachsen, 2007, herunterladbar als PDF-Dokument
  4. Dirk Henning Hofer: Karl Konrad Werner Wedemeyer (1870 - 1934). Ein Juristen- und Gelehrtenleben in drei Reichen. Eine Biographie ( = Rechtshistorische Reihe, Bd. 399), zugleich Dissertation 2009 an der Universität Kiel, Frankfurt, M.; Berlin; Bern; Bruxelles; New York, NY; Oxford; Wien: Lang, 2010, ISBN 978-3-631-59422-3, S. 29; online über Google-Bücher
  5. Bernhard Dörries, Helmut Plath: Traubenpflückende Kinder, in: Alt-Hannover. Die Geschichte einer Stadt in zeitgenössischen Bildern von 1500–1900, vierte, verbesserte Auflage 1977, Hannover: Heinrich Feesche Verlag, ISBN 3-87223-024-7, S. 83 und 138


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