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Großzschocher

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Wappen von Leipzig

Großzschocher
Stadtteil von Leipzig

Koordinaten 51° 18′ 2″ N, 12° 19′ 34″ O51.30055555555612.326111111111Koordinaten: 51° 18′ 2″ N, 12° 19′ 34″ O.
Fläche 15,5 km²
Einwohner 8853 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte 571,2 Einwohner/km²
Eingemeindung 1922
Postleitzahl 04249
Vorwahl 0341
Stadtbezirk Südwest
Verkehrsanbindung
Straßenbahn 3
Bus 61, 65
Quelle: Ortsteilkatalog Leipzig 2008
Die Apostelkirche in Leipzig-Großzschocher

Großzschocher ist ein Stadtteil im Südwesten von Leipzig. Nach der Eingemeindung von Windorf 1897 bestand die Gemeinde Großzschocher-Windorf, die 1921 Leipzig einverleibt wurde. Großzschocher liegt an der Weißen Elster. Der Ortsteil Großzschocher, der auch die Stadtteile Lauer, Mark Flickert, Windorf und Teile von Knauthain umfasst, gehört zum Stadtbezirk Südwest.

Neubauviertel Leipzig-Großzschocher 1967

Geschichte

Um 1450 hatte Großzschocher eine große Bedeutung im Leipziger Umkreis inne und leistete sich deshalb einige Ausgaben.

Im Jahre 1571 wurde ein Großteil des Dorfes durch einen starken Blitzeinschlag zerstört.

Das Schloss Großzschocher stammte aus dem 14. Jahrhundert. Ende des 16. Jh. wurde der rechteckige dreigeschossige Bau mit Satteldächern, Zwerchhäusern und hohen Giebeln errichtet. 1720 erfolgte durch J.E.Kregel ein Umbau mit Barockisierung, um 1850 eine Restaurierung. Das Schloss wurde bei dem schwersten Luftangriff auf Leipzig am 4. Dezember 1943 durch Bomben getroffen und brannte aus, die Reste hat man in den 1960er Jahren abgetragen. Das Rittergut ist zum Teil noch erhalten, in schlechtem Zustand.

Die letzten Besitzer von Schloss und Rittergut vor der Enteignung 1945 waren die Grafen von Wedel. Eine Tochter aus der Familie war Elisabeth Gräfin Werthern-Beichlingen, geb. von Wedel (1916 - 2009). Sie verlor ihren Mann im Frankreich-Feldzug 1940, flüchtete 1945 aus Großneuhausen vor der Roten Armee mit ihrer kleinen Tochter Luisa und Treck nach Westfalen und war von 1951 bis 1985 die Geschäftsführerin der Parlamentarischen Gesellschaft in Bonn. Sie war Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1.Klasse.

Sehenswürdigkeiten

Im Zentrum des Stadtteils befindet sich die sehenswerte Apostelkirche.

In Großzschocher befindet sich zudem die Alfred-Rosch-Kampfbahn, eine Radrennbahn.

Umland

In der Umgebung sind die Elsteraue und einige künstlich angelegte Seen, welche aus den ehemaligen Braunkohlegruben entstanden sind, zu finden. Als größtes Gewässer dieser Art ist der Cospudener See zu nennen. Auch heute bestehen noch die zahlreichen Kleingärten in dieser Gegend.

Bildung

In Großzschocher befinden sich eine Mittelschule (56.Mittelschule) und eine Grundschule (120. Grundschule), sowie ein Berufliches Schulzentrum (Gesundheit- und Sozialwesen / Institut für Pharmazie) und eine Ingenieurfachschule für Gießereitechnik.

Verkehr

Der Stadtteil war mit dem 1873 an der preußischen Zeitzer Eisenbahn eröffneten Bahnhof Großzschocher bis Mitte 2011 umsteigefrei an den öffentlichen Nahverkehr von/nach Leipzig Hauptbahnhof oder bis nach ZeitzGeraSaalfeld angebunden. Seitdem ist dieser Bahnhof stillgelegt. Der zweite, 1879 eröffnete Bahnhof an der sächsischen Plagwitz-Gaschwitzer Eisenbahn diente zuletzt als Haltepunkt Leipzig-Kleinzschocher für die Leipziger S-Bahn, wurde aber bereits 2002 stillgelegt.

Weiterhin bestehen Verbindungen mit der Straßenbahnlinie 3 sowie den Buslinien 61, 65 und N1 der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB).

Personen

Literatur

  • Großzschocher-Windorf. Aus der Geschichte eines Leipziger Ortsteils, Hrsg. Pro Leipzig e.V., 2009, ISBN 978-3-936508-37-6
  • Cornelius Gurlitt: Grosszschocher. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 39.
  • Groß Zschocher. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 3. Band. Schumann, Zwickau 1816, S. 554 f.

Weblinks

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