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Große Synagoge (Erfurt)

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Die Große Synagoge war eine Synagoge in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt.

Geschichte

Seit Erfurt 1815 ein Teil Preußens geworden war, siedelten sich in der Stadt auch wieder Juden an. Die jüdische Gemeinde errichtete zunächst 1840 die Kleine Synagoge hinter dem Rathaus in der Altstadt, die jedoch, nachdem die Gemeinde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rasch anwuchs, zu klein wurde.

Deshalb erwarb die Gemeinde ein Grundstück am heutigen Juri-Gagarin-Ring (damalige Adresse: Kartäuserring 14), auf dem sie zwischen 1882 und 1884 die Große Synagoge, einen historistischen Kuppelbau, errichten ließ. Geplant wurde das Bauwerk, das 500 Gläubigen Platz bot, von dem Frankfurter Architekten Siegfried Kusnitzky, der zuvor die viel beachtete Börneplatzsynagoge in Frankfurt erbaut hatte. Eingeweiht wurde die Synagoge im Herbst 1884 von den Rabbinern Dr. Theodor Kroner und Dr. Karo. Der Einweihung waren heftige Auseinandersetzungen um den Einbau einer Orgel vorausgegangen, die dazu führten, dass sich ein Teil der bisherigen Gemeinde abspaltete und gesonderte Gottesdienste außerhalb der „Reformsynagoge“ einrichtete. In den folgenden Jahrzehnten diente sie der Gemeinde als Gebetsstätte. Schon in den 1920er Jahren gab es Berichte über Schändungen der Synagoge, 1938 wurde die Große Synagoge bei der Reichspogromnacht zerstört. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand auf dem Gelände die Neue Synagoge.

Weblinks

50.97088888888911.027575


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