Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Grünliberale Partei

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grünliberale Partei

Logo

Gründungsdatum: 2004 (Kanton Zürich)
2007 (Nationale Partei)
Präsidium: Martin Bäumle
Generalsekretärin: Sandra Gurtner-Oesch
Mitglieder: 3'300[1]
(Stand: 2011)
Frauenanteil: im Nationalrat: 33,3 %
im Ständerat: 50 %
(Stand: 2012)
Durchschnittsalter: im Nationalrat: 46
im Ständerat: 63
(Stand: 2011)
Wähleranteil: 5,4 %[2]
(Stand: Nationalratswahl 2011)
Nationalrat: 12 Sitze (6 %)
Ständerat: 2 Sitze (4,4 %)
Fraktion (BV): glp-Fraktion
Fraktionspräsidentin: Tiana Angelina Moser
Kantonale Parlamente: 68 Sitze[3]
(Stand: April 2012)
Kantonale Regierungen: 0 Sitze
(Stand: September 2010)
Parteigliederung: 14 Kantonalparteien
Website: www.grunliberale.ch

Die Grünliberale Partei Schweiz (glp; französisch Parti vert’libéral, pvl; italienisch Partito Verde-Liberale, pvl; rätoromanisch Partida Verda-Liberala, pvl) ist eine politische Partei in der Schweiz. Bis jetzt gibt es 14 Kantonalparteien in Zürich, St. Gallen, Basel-Landschaft, Bern, Zug, Thurgau, Basel-Stadt, Graubünden, Luzern, Aargau, Solothurn, Freiburg, Waadt und Genf.[4] Die Partei ist seit den Schweizer Parlamentswahlen 2011 mit 12 Sitzen im Nationalrat und zwei Sitzen im Ständerat vertreten.

Geschichte

Stimmenanteile der Grünliberalen 2011

Grünliberale Partei Kanton Zürich

Die Grünliberale Partei Kanton Zürich entstand 2004 als Abspaltung von den Grünen Kanton Zürich, als Balthasar Glättli als Präsident an Stelle von Martin Bäumle als Präsident der Zürcher Grünen Partei gewählt wurde. Innerhalb eines Jahres traten knapp 300 Mitglieder der neuen Partei bei.

Die Grünliberalen waren anfangs mit Martin Bäumle im Nationalrat und bis Mai 2007 mit Verena Diener im Zürcher Regierungsrat vertreten. Beiden waren ursprünglich nicht als Mitglieder der Grünliberalen Partei gewählt, sondern sind von den Grünen übergetreten.

Anfangs 2006 traten die Grünliberalen erstmals in einigen Gemeinden mit eigenen Listen zu den Wahlen an. In den Städten Winterthur, Uster und Opfikon konnten die Grünliberalen mit je zwei Sitzen in das Gemeindeparlament einziehen, in der Stadt Zürich scheiterten sie dagegen an der 5-Prozent-Hürde (die Regel, wonach eine Partei in mindestens einem Wahlkreis mindestens 5% der Stimmen erhalten muss).

Bei den Kantonsratswahlen am 15. April 2007 konnte die glp einen Wahlerfolg erzielen und holte auf Anhieb zehn Sitze (von insgesamt 180). In der Folge wurde auch in anderen Kantonen die Gründung einer grünliberalen Partei angestrebt.

Auch nach der Gründung der nationalen Partei konnten die Grünliberalen im Kanton Zürich Wahlsiege verbuchen. Bei den Gemeinderatswahlen am 7. März 2010 konnten sie ins Zürcher Stadtparlament einziehen und wurden in den anderen Gemeindeparlamenten deutlich gestärkt.[5] Bei den Zürcher Kantonsratswahlen vom 3. April 2011 erreichten sie 10,3% Stimmenanteil und 19 Sitze (+9).

Nationale Partei

Die Grünliberalen der Kantone Zürich und St. Gallen haben am 20. Juli 2007 offiziell eine nationale Partei gegründet. Die beiden Kantonalsektionen haben sich an den Schweizer Parlamentswahlen 2007 beteiligt. Bei den Nationalratswahlen gewann die glp 1,4 % der Stimmen und drei Nationalratssitze im Kanton Zürich. Die frühere Zürcher Regierungsrätin Verena Diener wurde zudem im zweiten Wahlgang in den Ständerat gewählt.

Für die 48. Legislaturperiode schloss sich die glp mit CVP und EVP des Nationalrates in einer gemeinsamen Fraktion zusammen .[6]

Nach Gründung der nationalen Partei wurden in den beiden folgenden Jahren in den meisten Deutschschweizer Kantonen Sektionen gegründet; im Jahr 2010 schliesslich auch in den französischsprachigen Kantonen Genf und Waadt. Die Grünliberalen traten zwischen 2007 und 2008 bei verschiedenen kantonalen Wahlen in der Deutschschweiz an und konnten dabei jeweils zwischen einem und sechs Sitzen in den Kantonsparlamenten gewinnen. Weitere Kantonsparlamentarier gewann die glp durch Übertritte aus anderen Parteien.[7] Die glp konnte zudem in verschiedene Gemeindeparlamente einziehen.

Nachdem der zuvor parteilose Urner Regierungsrat Markus Stadler am 20. Mai 2010 in den Ständerat gewählt wurde, entschied er sich, der glp beizutreten, die in Uri keine kantonale Sektion hat. Die glp verfügt damit über 2 Ständeräte.

Aus den Schweizer Parlamentswahlen 2011 ging die Grünliberale Partei gestärkt hervor. Sie erreichte bei den Nationalratswahlen 5,4 % der Stimmen und 12 Sitze, damit gewann sie neun Sitze hinzu. Erstmals konnte eine eigene Grünliberale Fraktion der Bundesversammlung gebildet werden. Die beiden Ständeräte wurden wieder gewählt.[8]

Politische Einordnung

Die Grünliberalen sehen sich als Partei der politischen Mitte und stehen damit nicht links wie die Grüne Partei der Schweiz. Sie wollen eine liberale Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik konsequent mit einer nachhaltigen Umweltpolitik verbinden. Differenzen zur Grünen Partei bestehen insbesondere in wirtschafts- und finanzpolitischen Fragen.

Organisation

Präsident der Partei auf nationaler Ebene ist Martin Bäumle.

Die Zürcher Kantonalpartei wird von Thomas Maier geleitet.

Vertretung in Parlamenten und Exekutiven

Im Nationalrat wird die glp seit den Wahlen vom Oktober 2011 von folgenden elf Personen vertreten: Kathrin Bertschy (Bern), Thomas Böhni (Thurgau), Martin Bäumle (Zürich), Isabelle Chevalley (Waadt), Roland Fischer (Luzern), Josias Gasser (Graubünden), Jürg Grossen (Bern), Margrit Kessler (St. Gallen), Thomas Maier (Zürich), Tiana Angelina Moser (Zürich) und Thomas Weibel (Zürich). Im Ständerat sind Verena Diener aus Zürich und Markus Stadler aus Uri glp-Mitglieder.

Auf kantonaler Ebene sind die Grünliberalen in zwölf Kantonsparlamenten vertreten (Stand jeweils nach den letzten Wahlen): In Zürich mit 19 Sitzen von 180, im Aargau mit 8 von 140, in der Waadt mit 7 von 150, in Luzern mit 6 von 120 , im Thurgau mit 6 von 130, in Basel-Stadt mit 5 von 100, in St. Gallen mit 5 von 120, in Bern mit 4 von 160, in Basel-Land mit 3 von 90, in Zug mit 2 von 80, in Solothurn mit 2 von 100, in Freiburg mit 2 von 110 und in Graubünden mit 2 von 120.[9] In Kantonsregierungen gibt es momentan keine glp-Mitglieder.

Auf Ebene der Gemeinden ist die glp in zahlreichen Gemeindeparlamenten vertreten, ausserdem in der Stadtregierung der Stadt Luzern.[10]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

Vorlage:Navigationsleiste Parteien im schweizerischen Nationalrat

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Grünliberale Partei aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.