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Gershom Gorenberg

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Gershom Gorenberg (2012)

Gershom Gorenberg (* in St. Louis, Missouri, USA) ist ein israelisch-amerikanischer Publizist.

Leben

Gorenberg wuchs in Kalifornien auf. Er studierte an der University of California, Santa Cruz, und erhielt 1967 seinen Abschluss B.A. in Religionswissenschaft. Er ist orthodoxer Jude und wanderte 1977 von den USA nach Israel aus. 1985 machte er seinen Master in Pädagogik an der Hebräischen Universität Jerusalem.

Er ist Korrespondent von The American Prospect, einem vierteljährlich erscheinenden, US-amerikanischen Politikmagazin liberaler Ausrichtung, und war lange Redakteur des israelischen Magazins The Jerusalem Report. Er hat außerdem unter anderem in The Washington Post,[1] Slate,[2] The Daily Beast,[3] dem jüdischen Magazin Moment,[4] der britischen Zeitschrift Prospect,[5] The Atlantic Monthly, dem Magazin der New York Times, The New Republic und Haaretz veröffentlicht.[6] Den von ihm betriebenen Blog South Jerusalem bezeichnet er als „progressiven, skeptischen Blog über Israel, Judentum, Kultur, Politik und Literatur“.[7]

Gorenberg ist als Hochschuldozent für Journalismus an der Columbia University in New York tätig und hat Vorträge unter anderem am Council on Foreign Relations, dem Middle East Institute in Washington, dem Washington Institute for Near East Policy sowie verschiedenen Hochschulen, jüdischen Gemeindezentren und anderen Institutionen gehalten.[8]

Mit seiner Ehefrau, der Journalistin Myra Noveck, und seinen drei in Israel geborenen Kindern lebt er im Süden Jerusalems, wo er sich in der progressiven orthodox-jüdischen Gemeinde „Kehillat Yedidya“ engagiert.[9][8]

Als Verfechter eines liberalen Zionismus tritt er für eine Erneuerung der israelischen Demokratie ein,[10] wofür er 2012 drei Bedingungen definierte: Erstens müsse Israel den Siedlungsbau einstellen, die Besatzung beenden und einen friedlichen Weg zur Aufteilung des Landes zwischen Mittelmeer und Jordan finden. Zweitens müsse staatliche und religiöse Autorität klar voneinander getrennt werden. Drittens müsse die rechtliche Gleichheit aller Staatsbürger hergestellt werden.[11]

Werke

  • The End of Days: Fundamentalism and the Struggle for the Temple Mount. The Free Press, New York u. a. 2000
  • The Accidental Empire: Israel and the Birth of the Settlements, 1967-1977. Times Press, 2006.
  • Israel schafft sich ab. Campus, Frankfurt am Main/New York City 2012, ISBN 978-3-593-39724-5.
    • deutsche Übersetzung des englischen Originals The Unmaking of Israel. Harper, 2011.

Weblinks

  • South Jerusalem. Gorenbergs persönlicher Blog, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)

Einzelnachweise

  1. Gershom Gorenberg. Autorenseite auf Washington Post, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)
  2. Gershom Gorenberg. Autorenseite auf Slate, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)
  3. Gershom Gorenberg. Autorenseite auf The Daily Beast, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)
  4. Gershom Gorenberg. Autorenseite auf Moment, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)
  5. Gershom Gorenberg. Autorenseite auf Prospect, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)
  6. Gershom Gorenberg. Autoreninformation auf seinem Blog South Jerusalem, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)
  7. South Jerusalem. Gorenbergs persönlicher Blog, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)
  8. 8,0 8,1 Gershom Gorenberg: Distinguished Alumni Lecture. Veranstaltungshinweis der University of California Santa Cruz vom 14. November 2011, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)
  9. Gershom Gorenberg. Autoreninformation auf der Webseite des Verlags HarperCollins, abgerufen am 21. März 2018 (englisch)
  10. Micha Brumlik: Ein Staat soll sich neu gründen. In: taz vom 25. August 2012, abgerufen am 21. März 2018
  11. Gershom Gorenberg: Die Neugründung Israels. In: Blätter für deutsche und internationale Politik vom Dezember 2012, abgerufen am 21. März 2018


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Gershom Gorenberg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.